Starporträt

Juliette Lewis

Juliette Lewis war eine aufmüpfige, kompromisslose Jugendliche, die ihren Durchbruch als Schauspielerin nur schaffte, weil sie ihren eigenen Kopf hatte

Juliette Lewis

  • Geboren , Los Angeles, Kalifornien / USA
  • VornameJuliette
  • Name Lewis
  • Jahre45
  • Grösse 1.68 m
  • Partner Stephen Berra (geschieden); Johnny Depp (1993); Brad Pitt (1989-1993); Travie McCoy (2012)

Biografie von Juliette Lewis

Juliette Lewis war schon immer, genau wie ihre ersten Rollen, ein aufmüpfiger Teenager. Zwar wuchs sie mit mehreren Geschwistern auf einer kalifornischen Ranch auf, doch schnell brach sie aus der Idylle aus. Mit 15 schmiss sie die Schule, weil ihr Entschluss kompromisslos feststand: Sie wollte Schauspielerin werden.

Erste Rollen

Und das gelang ihr sogar schon im Teenageralter. Ihre ersten Kinofilm "Meine Stiefmutter ist ein Alien" mit Dan Aykroyd, Kim Basinger und Alyson Hannigan drehte sie 1988, ein Jahr später spielte sie die Tochter von Chevy Chase in "Schöne Bescherung". In dieser aufregenden Zeit kam Juliette auch das erste Mal mit dem Gesetz in Konflikt. Mit 15 wurde sie verbotenerweise beim Autofahren erwischt und mit 16 wurde sie von der Polizei aus einem Nachtclub gezerrt. Vermutlich war damals schon Alkohol oder noch schlimmeres im Spiel.

Juliettes erste Hauptrolle mit 17 Jahren

Mit 17 ergatterte Juliette Lewis ihre erste Hauptrolle in dem Fernsehfilm "Zum Sterben viel zu jung". Ihr Co-Star war niemand geringeres als Brad Pitt und was liegt da näher als ihn sich erst mal zu angeln. Drei Jahre war sie mit dem zehn Jahre älterem Hollywood-Liebling liiert. Und auch karrieretechnisch ging es steil bergauf für die junge, ambitionierte Schauspielerin. Regisseur Martin Scorsese wurde auf sie aufmerksam und bedachte sie mit einer Rolle in seinem Film "Kap der Angst". Ihre Leistung brachte Juliette nicht nur viel internationale Aufmerksamkeit, sie konnte sich zudem auch über Nominierungen für den Golden Globe und den Oscar in der Kategorie "Beste Nebendarstellerin" freuen. Neben weiteren Rollen in Filmen wie Woody Allens "Ehemänner und Ehefrauen", "Kalifornia" und "Gilbert Grape – Irgendwo in Iowa" konnte sie in den 90ern mehrere Filme an Land ziehen, die heute Kultstatus haben. 1994 spielte sie neben Woody Harrelson in "Natural Born Killers" und zwei Jahre später in Quentin Tarantinos gefeiertem "From Dusk Till Dawn".

Auszeit und Drogenentzug

In den späten 90er Jahren wurde es ruhig um Juliette – sie hatte mit Drogenproblemen zu kämpfen. Sie zog von Los Angeles nach Florida, um ihre gewohnte Umgebung hinter sich zu lassen und mit Hilfe eines Entzugs ihre Kokainsucht zu überwinden. Nach quälenden Monaten hatte Juliette es geschafft und den Kampf gegen die Sucht gewonnen.

Zurück ins Business

Nach ihrem Entzug kämpfte sich Juliette Lewis langsam wieder ins Filmbusiness zurück. Es folgten Nebenrollen im Frat-Pack-Film "Old School – Wir lassen absolut nichts anbrennen", "Starsky + Hutch", an der Seite von Jennifer Lopez in dem Film "Genug" und im Familiendrama "Im August in Osage County". Neuerdings macht Juliette neben ihrer Kinofilme auch Ausflüge ins TV. In der US-amerikanische Dramaserie "Secrets and Lies" um einen Familienvater, der eines Mordes verdächtigt wird, spielt Juliette die Chefermittlerin Andrea Cornell. Ebenso seit 2015 steht Juliette neben Matt Dillon für die Mystery-Krimiserie "Wayward Pines" vor der Kamera.

Juliette Lewis ist auch Musikerin

Genauso groß wie die Liebe zur Schauspielerei ist Juliettes Leidenschaft für die Musik. 1994 sang sie für "Natural Born Killers" den Song "Born Bad", 2003 gründete sie ihre Band "Juliette and the Licks". Zwischen 2004 und 2006 veröffentlichte die Band drei Alben. Nach der Auflösung von "Juliette and the Licks" 2009 ist die Sängerin wieder solo unterwegs und brachte im selben Jahr ihr bisher letztes Soloalbum "Terra Incognita" raus. Wenn sie nicht selber auf der Bühne steht, schreibt sie Songs für andere Bands wie für die britische Band "The Prodigy". Juliette ist also vielbeschäftigt, da hat sie wohl gar keine Zeit mehr, aufmüpfig zu sein – oder sie ist einfach nur erwachsen geworden.