Anzeige
Anzeige

Starporträt Julianne Moore

Nach vielen erfolgreichen Filmen erhielt sie mit "Still Alice" 2015 endlich einen Oscar. Heute hält der Erfolg weiter an – als Schauspielerin und als Produzentin.

Steckbrief

  • Vorname Julie Anne
  • Name Smith
  • geboren 03.12.1960, Fayetteville, North Carolina / USA
  • Sternzeichen Schütze
  • Jahre 62
  • Grösse 163 cm
  • Beruf Schauspielerin
  • Partner Bart Freundlich (verheiratet seit 2003) John Gould Rubin (geschieden)
  • Kinder Liv (*2002) Caleb (*1997)

Biografie von Julianne Moore

Julianne Moore ist schon ein eigenartiger Fall: In einem Moment ist sie glamouröser als eine Handvoll Swarovski-Steine. Im nächsten ein unscheinbares Mauerblümchen. Mit Nicole Kidman oder Julia Roberts hält sie locker mit, obwohl viele bis vor Kurzem nicht mal ihren Namen kannten. Als Männerfantasie funktioniert sie trotz roter Mähne schon mal gar nicht, dafür gibt es Cameron Diaz oder Heather Graham. Doch für die sanfte Julianne Moore geht das in Ordnung: Sie sucht sich einfach in aller Ruhe fern vom wilden Jetset-Leben die besten Drehbücher aus.

Bescheidene Anfänge

Als kleines Mädchen fühlte sich Julie als absolute Außenseiterin. Rote Haare und Sommersprossen waren bei Klassenkameraden längst nicht so angesagt wie bei Filmregisseuren. Ihr Jahrbuchfoto von 1979 in Frankfurt (dort machte sie auf der amerikanischen Schule ihren Abschluss) zeigt, dass ihre Haarfarbe aber lange Zeit das einzig Auffällige an ihr war. Bis sie sich selbst verändern wollte: "Ich kaufte mir Kontaktlinsen, zog mich besser an und ließ Platon bei den Jungs als Gesprächsthema lieber außen vor – das funktionierte!" Und voilá: Heute werden Filmemacher nicht müde, ausschweifend die ebenmäßige Schönheit der Schauspielerin zu loben.

Weit gereist und trotzdem bodenständig

Die schlaue Tochter von Militärrichter Peter und Sozialarbeiterin Anne verbrachte ihre jungen Jahre in Deutschland, Panama und nicht weniger als 21 weiteren Orten rund um den Globus. Ob sie sich deshalb heute so rasant schnell in jeder noch so schwierigen Rolle zu Hause fühlt? Mutige Dinosaurierjägerin, tablettensüchtige Pornodarstellerin oder panische Mutter, deren Kind aus ihrem Gedächtnis gelöscht wird – alles kein Problem für sie. Anfangs schlug Julianne sich als Kellnerin durch und spielte schließlich eineiige Zwillinge in einer Soap. Eine gefühlte Ewigkeit lang war sie bloß die Frau für großartige, aber unbeachtete Nebenrollen. Obwohl sie stets alles richtig machte. Seit dem Independentfilm ''Boogie Nights'', einer Art Milieustudie über die Pornobranche, kann sich die Schauspielerin endlich ihre Rollen aussuchen. Auch das macht sie sehr bedacht, jedes eingesandte Drehbuch liest sie sorgfältig selbst. Wenn sie sich mal entschieden hat, bekommt sie in der Regel Filmpreise wie andere Leute Rechnungen.

Das Warten auf den Oscar

Die Liste der Auszeichnungen, die Julianne Moore bisher abräumte, ist bemerkenswert: Neben drei Golden Globes, einem BAFTA sowie einem Silbernen Bären heimste sie außerdem fünf Oscar-Nominierungen ein. Das erste Mal winkte der Goldmann 1998, als sie für ''Boogie Nights'' nominiert war. Später durfte sie auch dank ''Das Ende einer Affäre'',''Dem Himmel so fern'' und ''The Hours'' hoffen – allerdings vergeblich. Erst 2015 sollte ihr Traum vom Oscar in Erfüllung gehen: Als Alzheimer-kranke Frau in dem Drama ''Still Alice – Mein Leben ohne Gestern'' überzeugte Julianne die Academy, sodass sie sich die Trophäe für die beste Hauptdarstellerin endlich verdient gemacht hat.

Geborene Mutter

Neben der Schauspielerei gibt es noch eine weitere Leidenschaft im Leben von Julianne Moore: die Mutterschaft! "Ich wusste schon sehr früh, dass ich Kinder wollte. Ich war nie eine dieser Frauen, die sagen 'Wenn es passiert, dann passiert es'", verriet die Leinwand-Schönheit einst. Das erste Kind ließ trotzdem auf sich warten: Erst mit 37 wurde Julianne erstmals Mutter. Inzwischen zieht die Schauspielerin einen Sohn und eine Tochter mit ihrem Mann, dem Regisseur Bart Freundlich, groß, den sie 2003 nach einer gescheiterten Ehe mit ihrem Schauspielkollegen John Gould Rubin zum Gatten nahm.

Mehr als nur Schauspielerin

Geprägt von ihrer Kindheit als sommersprossiger Rotschopf veröffentlichte Julianne 2007 das Kinderbuch ''Freckleface Strawberry'', das in Deutschland unter dem Titel ''Sommersprossenfeuerkopf'' erhältlich ist. Nur zwei Jahre später folgte die Fortsetzung ''Freckleface Strawberry and the Dodgeball Bully''. Ihre Schauspielkarriere hat aber trotz ihrer gelegentlichen Ausflüge in die Schriftstellerei Vorrang. "Es hat zwar Spaß gemacht, die Bücher zu schreiben, aber die Schauspielerei gebe ich deshalb nicht auf. Sie sind eher ein Nebenprojekt für mich", versichert die passionierte Darstellerin.

2017 tauchten Fotos der Schauspielerin am Set von "Wonderstruck" auf, die sie ohne rote Mähne zeigen. Mit dem Alter kommt nun mal auch der Grauton ins Haar, doch zum Glück ist die Haarfarbe nicht ihr einziges Markenzeichen, sondern auch ihre unverwechselbare Art zu schauspielern. Die wird mit dem Alter höchstens besser werden – und auch die Haarfarbe kommt vielleicht auf wundersame Weise wieder zurück.

Erfolgreich als Schauspielerin und Produzentin

Nach ihrem prämierten Erfolg mit "Still Alice" ruhte sich Julianne Moore nicht einfach auf ihren Lorbeeren aus. In "Die Tribute von Panem – Mockingjay Teil" überzeugte sie als Präsidentin Alma Coin und im Drama "Wonderstruck" als Mutter der gehörlosen Rose. Danach holte sie die Hauptrolle im Kurzfilm "The Staggering Girl" und war im Mystery-Thriller "The Woman in the Window" zu sehen. An der Tragikomödie "When You Finish Saving the World" war Julianne Moore nicht nur als Schauspielerin, sondern auch als Produzentin beteiligt – genau wie an ihrem nächsten Erfolg, dem Thriller "Sharper". Und ihre nächste Hauptrolle angelte sie sich kurz darauf in dem Netflix-Drama ''May December''. So kann es weitergehen!

Filme mit Julianne Moore (Auswahl)

  • 1990: "Geschichten aus der Schattenwelt"
  • 1993: "Body of Evidence"
  • 1993: "Short Cuts"
  • 1995: "Safe"
  • 1997: "Vergessene Welt: Jurassic Park"
  • 1997: ''Boogie Nights''
  • 1998: "The Big Lebowski"
  • 1998: "Psycho"
  • 2001: "Hannibal"
  • 2004: "Laws of Attraction"
  • 2004: "Die Vergessenen"
  • 2006: "Children of Men"
  • 2007: "Next"
  • 2008: "Die Stadt der Blinden "
  • 2009: "A Single Man"
  • 2009: "Chloe"
  • 2010: "Shelter"
  • 2011: "Crazy, Stupid, Love. "
  • 2012: "Das Glück der großen Dinge "
  • 2013: "The English Teacher"
  • 2014: "Still Alice – Mein Leben ohne Gestern"
  • 2014: "Die Tribute von Panem – Mockingjay Teil 1"
  • 2015: "Die Tribute von Panem – Mockingjay Teil 2"
  • 2017: "Wonderstruck"
  • 2018: "Gloria – Das Leben wartet nicht"
  • 2018: "Die Geiselnahme"
  • 2021: "The Woman in the Window"
  • 2021: "Dear Evan Hansen"
  • 2022: "When You Finish Saving the World"
  • 2023: "Sharper"
  • 2023: "May December"
VG-Wort Pixel