Starporträt

Joachim Król

Egal in welche Rolle Joachim Król auch schlüpft, der Schauspieler beweist immer wieder seine Wandelbarkeit.

Joachim Król

  • Geboren , Herne, Nordrhein-Westfalen / Deutschland
  • VornameJoachim
  • Name Król
  • Jahre62
  • Grösse 1.73 m
  • Partner Heidrun Teusner-Krol (verheiratet)
  • Kinder Tom  (*1991)

Biografie von Joachim Król

Ob als Fernsehstar oder Theaterschauspieler: Joachim Król fühlt sich sowohl auf der Bühne als auch vor der Kamera zu Hause und kann sich zu den wenigen Glücklichen zählen, die von der Schauspielerei leben können. Der Darsteller mit polnischen Wurzeln blickt inzwischen schon auf eine lange Karriere zurück, dem Publikum ist er aber wahrscheinlich vor allem dank seiner Rolle im Frankfurter "Tatort" bekannt.

Der Beginn einer Traumkarriere

Dabei spielte er nach seinem Schauspielstudium an der Otto-Falckenberg-Schule in München, die er von 1981 bis 1984 besuchte, zunächst Theater, zum Beispiel in Bochum und Köln. Zusätzlich konnte er aber auch erste Kino- und Fernsehrollen ergattern. Einige Zeit später – die Rollen waren inzwischen größer geworden – wurde Joachim Król für "Wir können auch anders ..." (1993) mit dem Deutschen Filmpreis als bester Darsteller ausgezeichnet, zwei Jahre später bekam er ihn erneut für die Komödie "Der bewegte Mann" (1994), die seinen Durchbruch darstellte. Danach wurden seine Engagements am Theater weniger, er konzentrierte sich voll und ganz auf seine Karriere vor der Kamera, konnte mit renommierten deutschen Regisseuren wie Tom Tywker ("Lola rennt"), Sönke Wortmann ("Das Superweib") und Doris Dörrie ("Bin ich schön?") zusammenarbeiten. Außerdem machte er als Commissario Brunetti in der "Donna Leon"-Reihe sowie als Titelheld in der Serie "Lutter" erste Erfahrungen im Krimifach.

Nur 6 Tage nach der Geburt

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©RTL / Gala

Der "Tatort" ruft

Einem noch breiteren Publikum wurde er schließlich bekannt, als er 2011 die Rolle von Hauptkommissar Frank Steier im "Tatort" übernahm. An der Seite von Nina Kunzendorf als Hauptkommissarin Conny Mey ermittelte er seitdem in der Frankfurter Ausgabe der Krimi-Reihe. Die beiden ergänzten sich perfekt: Er der griesgrämige, alkoholsüchtige Kommissar, Sie sein fröhlicher, sexy Gegenpart. Als Nina Kunzendorf 2012 die Serie verließ, hielt es auch ihren Kollegen nicht mehr lange beim "Tatort": 2013 verkündete auch er seinen Ausstieg, drehte den finalen Fall von Kommissar Frank Steier. Am 22. Februar 2015 flimmerte schließlich der siebte und letzte "Tatort" mit Joachim Król über die Mattscheibe. Jetzt hat der Schauspieler endlich auch wieder mehr Zeit, Theater zu spielen. "Das Schöne am Beruf des Schauspielers ist, dass er ein so breites Spektrum bietet. Ich habe immer darauf geachtet, dass ich weder das Eine noch das Andere verliere – Kino, Fernsehen, Bühne", verriet er "NWZ Online".

Sein Glück in Köln

Auch privat läuft es rund für den ehemaligen "Tatort"-Kommissar: Seit vielen Jahren ist die Schauspielerin Heidrun Teusner Król schon seine Frau. Das Paar hat einen Sohn namens Tom und lebt gemeinsam in Köln. Dort wird der Schauspieler vorerst auch bleiben. Ambitionen, nach Hollywood zu gehen, hat er nämlich nicht, erzählte dem "Tagesspiegel": "Ich habe 2001 mit Ben Kingsley 'Anne Frank – Die wahre Geschichte' gedreht, eine internationale Produktion. Anschließend hatte ich Einladungen, hatte Gespräche in Los Angeles. Mir hat diese Monokultur nicht gefallen. Jeder Kellner hat da ein Drehbuch unterm Arm. Und ich hätte ein Vierteljahr oder länger drüben ackern, drüben präsent sein müssen, um da reinzukommen. Das kam für mich damals nicht infrage." Viel lieber konzentriert sich Joachim Król weiterhin auf seine Karriere in Deutschland. Schlecht läuft die ja nicht gerade.

Joachim Król, der Zweifler

Aber auch ein erfolgreicher und glücklicher Mensch wie Joachim Król kommt ab und an ins Grübeln, vor allem in Phasen großer Meilensteine. 2017 feierte der Schauspieler seinen 60. Geburtstag, ließ sein Leben Revue passieren und konnte erst durch die Unterstützung einer Freundin Frieden finden: "Ich bin kürzlich 60 geworden und hatte richtig Angst davor. Die Phase auf den Geburtstag zu, die war ausgefüllt mit den Fragen: Was habe ich erreicht? Wie stehe ich heute da? War das schon alles? Was kommt noch? Was brauche ich noch? Sehr geholfen hat mir eine gute Freundin, die sagte: 'Stell mal den jungen Kerl da hin, der vor über vierzig Jahren sein Elternhaus verlassen hat. Stell dich daneben, so wie du heute bist. Und dann frag den jungen Joachim, den Bergarbeitersohn aus Herne: Wenn du das erreichen würdest, was der alte Joachim erreicht hat, der so viele Menschen kennengelernt hat, auf vielen Bühnen gestanden und Filme gemacht hat, der in unterschiedlichsten Ländern war – wäre der junge Joachim zufrieden?' Und der junge würde sicher sagen: Doch – das könnte mir gefallen!" Genauso wie es etlichen begeisterten Kinogängern und Fernsehzuschauern gefällt! 

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