Starporträt

Jim Sturgess

Struwwelkopp, schräges Lächeln und eine eigene Band - Jim Sturgess ist für die Traumfabrik Hollywood der typische Brit-Import

Jim Sturgess

  • Geboren , London, England / Vereinigtes Königreich
  • VornameJames Anthony
  • Name Sturgess
  • Jahre40
  • Grösse 1.84 m
  • Partner Diana Mousawi (aktuell); Doona Bae (2012-2015); Mickey O`Brien (2003-2012)

Biografie von Jim Sturgess

Jim Sturgess ist ein wirklich netter Typ. Und niedlich. Er ähnelt einem Hundewelpen, wenn er mit schiefem Lächeln und treuherzigem Blick in die Kameras grinst, die auf ihn gerichtet sind. Da bekommt man fast ein bisschen Angst, dass ihn das Haifischbecken Hollywood verderben könnte. Obwohl, da muss man sich wahrscheinlich gar keine so großen Sorgen machen. Denn der Schein trügt: Jim weiß genau, was er will und was nicht. Schließlich ist er schon länger im Geschäft, als man ihm zutraut. Zunächst versuchte er sich als Rockstar, die Stimme dazu hat er auch. Das weiß eine breite Fangemeinde, seitdem er im Musical-Film "Across the Universe" die Rolle des Jude spielte und sämtliche Lieder selbst einsang.

Schauspieler statt Rockstar

Kurz vor den Dreharbeiten hatte sich Jims letzte Band "Dilated spies" aufgelöst. Die anderen Mitglieder glaubten nicht mehr an einen großen Durchbruch. Da erst entschied sich Jim, es ernsthaft mit der Schauspielerei zu probieren. Sehr zur Erleichterung seiner Eltern übrigens. Seine Mutter hatte immer wieder versucht, ihm diverse Uni-Kurse schmackhaft zu machen, aber ein geregeltes Leben konnte sich Jim nicht vorstellen. Und die Schauspielerei lag ihm, das wusste er seit seiner Besuche an der "University of Salford". Dort hat der smarte Brite einen Abschluss in "Media Performance" erworben und dort wurden ihm "für wirklich viele Sachen die Augen geöffnet".

Künstler durch und durch

Die Leidenschaft für die darstellende Kunst war früh vorhanden: "Ich habe mir immer Stücke ausgedacht, als ich noch wirklich klein war. Dann zwang ich die Nachbarskinder und meine Schwester dazu, darin mitzuspielen. Ich habe einen alten Notizblock gefunden, auf dem ein Stück über Bakterien zu finden ist, das ich als Kind versucht hatte, zu schreiben. Alle Rollencharaktere lebten darin in einem menschlichen Mund." Man sieht also, genügend Fantasie, um in der Märchenwelt der Filmfabrik zu bestehen, hat Jim allemal.

Jim Sturgess hebt nicht ab

Umso sympathischer, dass er trotz allem Erfolg ("21" drehte er an der Seite von Kevin Spacey, in "Crossing Over" spielt er in einem Film mit Sean Penn und Harrison Ford, in der riesigen Produktion "Cloud Atlas" war er zu sehen und - nicht zu vergessen- in Amerika verfallen junge Frauen in Begeisterungsstürme, wenn sie nur seinen Namen lesen) so bodenständig geblieben ist. In Interviews betont er beispielsweise, dass er in "Crossing Over" keinen der hochkarätigen Darsteller am Set getroffen habe, aber immerhin sagen könne, im gleichen Film wie Sean Penn aufgetreten zu sein: "Ich habe mal versucht, Sean in einem Nachtclub davon zu erzählen. Er hat vermutlich nur den Filmtitel verstanden und gelächelt. Ich wirkte wohl wie ein bescheuerter Fan."

Jims Idol: River Phoenix

Seit Kindertagen ist Jim großer Fan von Schauspieler River Phoenix, der ja leider nicht mehr unter uns weilt. Jim schöpfte seit jeher viel Inspiration aus dem verstorbenen Schauspieler, bewunderte ihn immer und wollte als Kind genau so sein wie sein großes Idol. Aber auch heute wo Jim erwachsen ist verliert River Phoenix nichts an Faszination für ihn. "Ich würde so gerne sehen, welche Entscheidungen er heute treffen würde, wenn er noch unter uns weilte. Welche Charaktere er spielen würde. Für mich war er wie ein Rockstar, er hatte alles: Er sah umwerfend aus, hatte einen tollen Namen, er hatte eine instinktive Lebenseinstellung, diese spezielle Energie und er hatte diese rätselhafte Spannung um sich herum. Er war ein Rebell." Dass Jim als selbst umjubelter Schauspieler noch so von seinem Idol schwärmt, macht ihn noch sympathischer als er sowieso schon ist. Und ganz bestimmt ist er zu bescheiden, um auch nur zu denken, dass er Schauspielgrößen wie River Phoenix jemals das Wasser reichen können wird. Doch wer weiß, lieber Jim, vielleicht werden die Leute eines Tages über dich so reden wie du über deinen großen Helden.