Starporträt

Jim Broadbent

Jim Broadbent gehört zu den großen Charakterdarstellern auf der Leinwand und bewegt sich dabei zwischen Extremen.

Jim Broadbent

  • Geboren , Lincolnshire, England
  • VornameJames
  • Name Broadbent
  • Jahre70
  • Grösse 1.88 m
  • Partner Anastasia Lewis (verheiratet)

Biografie von Jim Broadbent

Jim Broadbent ist ein Charakterdarsteller mit einer eindrucksvollen Bandbreite an Rollen. Deren Gegensätzlichkeit spiegelt sich auch in seinem Leben wider. Während er persönlich bescheiden und schweigsam auftritt und ungerne über sich selbst spricht, füllt er als Schauspieler den Raum, kann sowohl große Herzenswärme als auch frostige Bosheit verbreiten. Er ist sich dieser Unterschiedlichkeit wohl bewusst und denkt dabei an seine Zwillingsschwester, die bei der Geburt starb: "Ich habe gehört, dass wenn ein Zwilling stirbt, der Überlebende die Fähigkeiten des anderen übernimmt. Das könnte erklären, warum ich introvertiert und extrovertiert bin, ängstlich und risikofreudig, stark und verletzlich".

Jim Broadbents "seltsames Gesicht"

Von Extremen und Kreativität geprägt war auch Jim Broadbents Kindheit. In Lincolnshire in England als Sohn pazifistischer Eltern geboren wuchs er in einer künstlerischen Anti-Kriegs-Gemeinde auf. Sein Vater hatte im Zweiten Weltkrieg aus Gewissensgründen den Wehrdienst verweigert. Schon als Fünfjähriger spielte Jim Theater und wurde von seinem Vater ermutigt, das auch als Beruf auszuüben. An der Londoner Academy of Music and Dramatic Art, wo er seinen Abschluss machte, wurde ihm prophezeit, dass er einige Jahre bis zum Durchbruch brauchen würde, da er ein "seltsames Gesicht" hätte. Damit hatten sie nicht ganz unrecht, aber seine Karriere konnte sich nichtsdestotrotz von Anfang an sehen lassen. Nach seinem Abschluss 1972 arbeitete er einige Jahre am Theater und trat unter anderem am Royal National Theatre auf. Darauf folgten Rollen im Fernsehen, wo er mit Regisseuren wie Stephen Frears und Mike Newell zusammenarbeitete. 1978 debütierte Jim Broadbent in dem Film "Der Todesschrei" von Jerzy Skolimowski – der erste Schritt von vielen auf dem Weg auf die großen Kinoleinwände der Welt.

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©Gala

Die vielen Rollen des Jim Broadbent

Jim Broadbent arbeitete sich über kleine und große Nebenrollen in das Bewusstsein der Kinogänger. Man kennt ihn aus Filmen wie:

  • "Time Bandits" (1981)
  • "Superman IV – Die Welt am Abgrund" (1987)
  • "Verzauberter April" (1992)
  • "Bullets Over Broadway" (1994)
  • "Richard III." (1995)
  • "Fräulein Smillas Gespür für Schnee" (1997)
  • "Topsy-Turvy – Auf den Kopf gestellt" (1999)

Wirklich die Aufmerksamkeit der Zuschauer erregte Jim Broadbent 2001 mit "Bridget Jones – Schokolade zum Frühstück", "Moulin Rouge", und "Iris", für den er sogar den Oscar als Bester Nebendarsteller erhielt. Seitdem ist er aus den Kinos nicht mehr wegzudenken. Er dreht einen Film nach dem anderen, doch behauptet, er würde mehr Angebote ablehnen als annehmen. "Ich will nicht, dass die Leute denken 'Argh, da ist ja schon wieder dieser Jim Broadbent'. Vielleicht sind die Leute schon jetzt von mir genervt, aber sie haben keine Ahnung, wie viel schlimmer es noch sein könnte." Dies sind die Ergebnisse seiner bedacht gewählten Projekte im Kino und im TV: 

  • "Gangs of New York" (2002)
  • "Churchill – The Gathering Storm" (2002)
  • "Bridget Jones – Am Rande des Wahnsinns" (2004)
  • "Die Chroniken von Narnia: Der König von Narnia" (2005)
  • "Tintenherz" (2008)
  • "Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels" (2008)
  • "Harry Potter und der Halbblutprinz" (2009)
  • "Victoria, die junge Königin" (2009)
  • "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes – Teil 2" (2011)
  • "Die Eiserne Lady" (2011)
  • "Cloud Atlas" (2012)
  • "Le Weekend" (2013)
  • "Paddington" (2014)
  • "Brooklyn – Eine Liebe zwischen zwei Welten" (2015)
  • "Bridget Jones' Baby" (2016)
  • "Game of Thrones" (2017)
  • "Paddington 2" (2017)
  • "King Lear" (2018)

Jim Broadbent privat

Jim Broadbent erinnert sich mit einer Mischung aus Selbstverständlichkeit und Ehrfurcht an große Momente seiner Karriere. "Als Scorsese mich anrief – das war elektrisierend. In unserer Familie scherzen wir immer darüber, wenn das Telefon klingelt: 'Oh, wenn das Scorsese ist, ich bin beschäftigt. Wenn das Woody Allen ist, ich bin beschäftigt.'" Seit 1987 ist Broadbent mit der Künstlerin Anastasia Lewis verheiratet. Seine erwachsenen Stiefsöhne treten in die mentalen Fußstapfen ihrer Stiefgroßeltern: Der eine verbringt seine Zeit damit, durch das Himalaya zu wandern, der andere pflanzt Bäume für eine gemeinnützige Organisation. Jim Broadbent führte und führt ein geschichtsträchtiges Leben – und lässt die Öffentlichkeit zumindest auf der Leinwand daran teilhaben, auf der er alle Seiten seiner Persönlichkeit und Vorstellungskraft preisgibt, die sonst im Verborgenen bleiben.

Jim Broadbent und seine Holzskulpturen

Was in der Regel ebenso verborgen bleibt, ist seine große Leidenschaft für die Kunst. Wenn Jim Broadbent nicht gerade vor der Kamera steht, schnitzt er mit viel Liebe und Hingabe kleine Holzskulpturen. In seiner heimischen Werkstatt hat der Kunstliebhaber schon um die 30 der skurrilen Figuren mit merkwürdiger Kleidung und Flügeln geschaffen. Der Schauspieler liebt seine kleinen Freunde, auch wenn er zugibt, dass sie in der Masse einschüchternd wirken können. Somit ist ein weiteres Geheimnis um den unnahbar scheinenden Mimen gelüftet und mit wachsendem Ruhm wird sicherlich noch das eine oder andere Detail aus seinem Leben, das bisher im Verborgenen liegt, ans Licht der Öffentlichkeit geraten. 

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