Starporträt

Jeremy Irons

69 Jahre

Jeremy Irons pendelt gekonnt zwischen Independent-Streifen und großen Blockbustern, besticht dabei aber immer mit seinem herausragenden Schauspieltalent

  • Geboren , Cowes, England / Vereinigtes Königreich
  • VornameJeremy John
  • Name Irons
  • Grösse 1.87 m
  • Sternzeichen Jungfrau
  • Partner Sinéad Cusack (verheiratet); Julie Hallam (geschieden)
  • Kinder Samuel James  (*1978); Maximilian Paul  (*1985)

Biografie von Jeremy Irons

Der Brite gehört zu den wenigen Schauspielern, die die "Triple Crown of Acting" gewonnen haben: Emmy, Oscar und Tony Award. Dabei war die Schauspielerei gar nicht von Kindesbeinen an sein großer Traum. Dass er zum Theater kam, war eigentlich eher ein Zufall.

Jeremy Irons wollte ausbrechen

Jeremy Irons wollte als junger Mann nach der Schule "aus den lähmenden und geisttötenden Konventionen des britischen Alltagslebens auszubrechen", wie er heute sagt. Seine erste Idee, ein unkonventionelles Leben zu führen, war Zirkusartist zu werden. Doch als im bewusst wurde, was ein Zirkusleben tatsächlich bedeutete, nämlich auf engstem Raum im Wohnwagen zu leben und ständig unterwegs zu sein, verwarf er dieses Vorhaben schnell wieder. Stattdessen versuchte er sich als Folk-Sänger, tingelte mit Liedern von und durch die Kneipen und zog mit Schlafsack und Gitarre durch die Lande. Als könne er sich an die Geschehnisse kaum noch erinnern, beschreibt er seinen Zugang zum Schauspiel heute fast belanglos: "Irgendwie bin ich dann beim Theater gelandet." Jeremy Irons liebte die Atmosphäre, das nächtelange Proben, bis mittags schlafen – er fühlte sich einfach wohl in dieser Welt. Und er lernte seine Frau Sinéad Cusack kennen, mit der er bis heute verheiratet ist und die ihm seine beiden Söhne Sam und Max geschenkt hat.

Erste Erfolge auf der Kinoleinwand

Nach Erfolgen am Theater standen schnell auch erste TV- und Kinorollen an. Sein Leinwanddebüt gab Jeremy Irons 1980 mit dem biographischen Drama "Nijinski". Mit Filmen wie "Die Geliebte des französischen Leutnants" an der Seite von , "Eine Liebe von Swann" und dem 1986 mit der goldenen Palme ausgezeichneten "The Mission" mit spielte sich der talentierte Schauspieler in den 80er Jahren in die Herzen der Kritiker und sorgte für große Aufmerksamkeit.

Der große Durchbruch samt Oscar

Den großen Durchbruch allerdings bescherte ihm 1990 der Thriller "Die Affäre der Sunny von B.", für den er im kommenden Jahr bei den Academy Awards mit dem Oscar als bester männlicher Hauptdarsteller ausgezeichnet wurde. Vier Jahre später drehte Jeremy Irons seinen bisher kommerziell erfolgreichsten Film. Im Actionstreifen "Stirb langsam – Jetzt erst recht" mimte er den Bösewicht und nahm es mit und auf.

Gute Mischung aus Independent-Filmen und Blockbustern

Als hätte sich Irons danach erst mal wieder erden müssen, tauchte er in den kommenden Jahren eher in kleineren Produktionen auf. Immer wieder betont er, wie sehr er Independent-Filme schätzt, da diese häufig mit mehr Leidenschaft produziert werden und nicht allein das Geld die Entscheidungen trifft. Aber auch zu Ausflügen ins TV sagt er nicht nein. Von 2011 bis 2013 verkörperte er in der Showtime-Erfolgsserie "Die Borgias" den Papst Rodrigo Borgia. Doch ab und an mal einen großen Blockbuster zu drehen, macht Jeremy Irons nichtsdestotrotz große Freude. So wieder geschehen 2016, als er in der Comicverfilmung " v Superman: Dawn of Justice" als Batmans Butler und Vertrauter Alfred Pennyworth zu sehen war. Bei so viel Abwechslung wird Jeremy Irons sicherlich nicht langweilig und er hat es geschafft: Er führt ein Künstlerleben fernab der "lähmenden und geisttötenden Konventionen des britischen Alltagslebens".