Starporträt

Isabelle Adjani

Isabelle Adjani, bis heute eine der größten Schauspielerinnen Frankreichs. Ihre Filme machten sie zur femme fatale — und zur mehrfachen Preisträgerin.

Isabelle Adjani

  • Geboren , Frankreich / Paris
  • VornameIsabelle Yasmine
  • Name Adjani
  • Jahre65
  • Grösse 1.63 m
  • Partner Stéphane Delajoux (2010); Jean-Michel Jarre (2002-2004); Daniel Day-Lewis (1989-1995); Bruno Nuytten (getrennt seit 1983)
  • Kinder Gabriel-Kane  (*1995); Barnabé  (*1979)

Biografie von Isabelle Adjani

Isabelle Adjani ist eine der erfolgreichsten Schauspielerinnen Frankreichs. Dabei ist sie gar nicht so französisch, wie viele glauben: Ihre Mutter Emma war Deutsche, ihr Vater Mohammed Chérif aus Algerien. Sie zogen nach Paris, wo Isabelle aufwuchs und zur Schule ging. Schon als Kind interessierte sie sich für Theater und Gedichte.

Vom Kino ins Theater

Schauspiel-Karrieren haben ihre Anfänge häufig im Theater, ehe es auf die großen und noch größeren Leinwände geht. Nicht so bei Isabelle. Ihre erste Schauspiel-Rolle erhielt sie 1970 im Film „Le Petit Bougnat“. Zwei Jahre später folgte eine Rolle in „Faustine et le Bel Été“. Mit zarten 17 Jahren unterschrieb sie einen 20-Jahres-Vertrag am Comédie Française in Paris, einem der sechs Nationaltheatern Frankreichs.

Look-o-Mat

Sophie Marceau: Früher und heute

Look-o-Mat: Sophie Marceau: Früher und heute
©Gala

Sehnsucht nach der Filmkamera

Klingt durchaus vielversprechend, doch Isabelle wollte doch lieber Filme machen. Sie kündigte den Vertrag am Theater und stürzte sich ins Filmgeschäft. Der Mut zahlte sich aus: 1974 erhielt sie eine Auszeichnung für „La Gifle“, im Jahr darauf folgten mit „Die Geschichte der Adèle H.“ César- und Oscar-Nominierungen. Damit war ihr der Zugang zu weltweitem Erfolg gewährt.

Sie spielte in den Folgejahren an der Seite von Roman Polanski, Ryan O’Neals, Klaus Kinski, Gérard Depardieu und weiteren internationalen Künstlern. In den 70ern und 80ern verkörperte sie immer wieder Frauen, die mit Schicksalsschlägen und psychischen Belastungen zu kämpfen haben, so in „Der Mieter“ (1976), „Ein mörderischer Sommer“ (1982), „Camille Claudel“ (1988) und „Die Geschichte der Adèle H.“.

Die Heldin der Tragödie

Gerade diese tragischen Frauen, die Isabelle in ihren Filmen darstellt, sind ihre Stärke: Für „Ein mörderischer Sommer“ und „Camille Claudel“ erhielt sie jeweils den César, das französische Pendant zum Oscar; drei weitere gewann sie für „Possession“, „Die Bartholomäusnacht“ und „Heute trage ich Rock!“. Bis heute ist sie die einzige Schauspielerin, die auf fünf César-Verleihungen zurückblicken kann.

Schattenseiten des Ruhms

Ein Leben in der Öffentlichkeit zu führen, ist nicht immer leicht. Isabelle hatte schon mit gewissen Dingen zu kämpfen. Ende der 80er Jahre machte das Gerücht Schlagzeilen, die Schauspielerin leide an AIDS, sei sogar daran gestorben. In einem Fernsehauftritt musste sie sich dann dafür verantworten, die Lügen aus der Welt zu schaffen.

Bis heute fällt es ihr schwer, mit der Presse umzugehen. Sie könne sich kaum vorstellen, wie junge Schauspielerinnen heutzutage mit all dem Druck umgehen, den soziale Medien verursachen. Damit sie nicht in die "Spirale", wie sie es nennt, von Instagram und co. reinrutsche, habe sie eine Mitarbeiterin, die diese Aufgaben für sie übernimmt.

Als Französin mit algerischen Wurzeln musste sie sich außerdem immer wieder mit Rassismus auseinandersetzen und ist seit Jahrzehnten politisch gegen Rechts aktiv.