Starporträt

Ina Menzer

37 Jahre

“Boxen und Frau sein schließt sich absolut nicht aus, hat es noch nie gemacht.” Ina Menzer war eine Vorreiterin im Frauenboxen – und dabei sehr erfolgreich

  • Geboren , Atbasar, Kasachstan
  • VornameIna
  • Name Moos-Menzer
  • Grösse 1.68 m
  • Sternzeichen Skorpion
  • Partner Denis Moos (aktuell)

Biografie von Ina Menzer

Frauen haben es in der vermeintlichen Männer-Sportart Boxen auf professioneller Ebene immer noch schwer. Aber die schöne Ina Menzer ließ sich davon nicht abhalten! Die mehrfache Box-Weltmeisterin im Federgewicht, die ihre Karriere im Ring im August 2013 mit einem weiteren Weltmeistertitel beendete, stellt ein Vorbild für viele Mädchen dar.

Durchgeboxt

Als Ina zehn war, siedelte ihre Familie nach Deutschland um. Die Anfänge in einer Notwohnung in Neuss mit zwei jüngeren Zwillingsbrüdern waren schwer, auch weil Ina deutsch erst lernen musste. Aber von den Eltern angespornt, boxten die Kinder sich durch. Für den Kampfsport konnte Ina sich schon mit zehn begeistern, ihre Helden waren und . Mit 14 begann sie mit Kung Fu. Als ihr Vater ihre molligen Zwillingsbrüder zum Boxen schickte, kam sie mit - und blieb dabei!

Studium oder Profikarriere?

Daran, boxen zum Beruf zu machen, dachte Ina überhaupt nicht. Sie beendete ihre Ausbildung zur kaufmännischen Fremdsprachenassistentin und nahm dann ein BWL-Studium auf. Als sie 2003 die deutsche Meisterschaft gewann, stand auf einmal der Boxstall “Universum” vor der Tür, um sie unter Vertrag zu nehmen. Ina wollte zuerst nicht, doch ihr damaliger Freund und seit 2006 Ehemann Denis Moos überredete sie schließlich doch dazu. Das große Pendeln zwischen Mönchengladbach und Hamburg begann. Schließlich wurde das einfach zu viel. Ausgerechnet der Professor, den sie immer am wenigsten gemocht hatte, gab den Ausschlag: “Ein Diplom haben viele, Weltmeisterin werden nur wenige”. Nach ihrem Karriereende schloss sie ihr Studium dann doch noch ab.

“Fechten mit den Fäusten”

Zehn Jahre währte Ina Menzers erfolgreiche Boxkarriere, sie wurde Europameisterin und mehrfache Weltmeisterin. Von ihren 25 Kämpfen hat Ina Menzer nur einen verloren, aber der hatte es in sich. Als sie 2010 gegen die Kanadierin Jeannine Garside nach Punkten verlor, musste sie ihre drei Weltmeistertitel abgeben. Obwohl das ihre einzige Niederlage blieb, läutete 2010 auf eine ganz andere Art und Weise den Anfang vom Ende ein: Das ZDF zog sich aus dem Frauenboxen zurück, auch die ARD übertrug nur noch die Männervariante des Sports. Dann ging “Universum” pleite und hatte durch Hinhaltetaktik Ina Menzer dazu gebracht, kurz vor Ende noch eine Vertragsverlängerung zu unterschreiben, statt ein gutes Angebot eines anderen Promoters anzunehmen. Glücklicherweise stand am Ende ihrer Karriere doch noch ein Triumph: Ina gewann gegen die bis dahin ungeschlagene Weltmeisterin Goda Dailydaite und stieg somit als Weltmeisterin aus ihrem letzten Ring.

Das “Ina Menzer Box-Camp”

Schon während ihrer Zeit als Profi-Boxerin veranstaltete Ina Menzer ein Box-Camp für Jugendliche. Nach ihrem Karriere-Ende engagierte sie sich dabei noch stärker und möchte vor allem Jugendliche aus sozial schwachen Verhältnissen ins Boxen einführen. “Wenn man wirklich mal Wut im Bauch hat – Handschuhe anziehen, an den Sandsack stellen und abreagieren. Etwas Besseres gibt es gar nicht. Danach fühlt man sich besser, der Kopf ist frei und man reagiert sich nicht an anderen Leuten ab”. Durch Boxen möchte sie Werte wie Respekt, Anstand und Disziplin vermitteln.