Starporträt

Iggy Pop

Exzentrische Bühnenshows, Drogen, Skandale – niemand verkörpert den Punk so gut wie Musiklegende Iggy Pop

Iggy Pop

  • Geboren , Muskegon, Michigan / USA
  • VornameJames Newell
  • Name Osterberg
  • Jahre72
  • Grösse 1.71 m
  • Partner Nina  Alu (verheiratet seit 2008); Suchi  Asano (1984-1999); Paulette Benson (1970-1970); Wendy  Weissberg (1968-1968)
  • Kinder Eric  Benson (*1970)

Biografie von Iggy Pop

Der Sänger, Musiker und Schauspieler Iggy Pop ist eine Legende. Nicht umsonst wird er als "Godfather of Punk" bezeichnet, was nicht zuletzt an seinen schrägen, extravaganten und exzessiven Bühnenshows, häufig mit freiem Oberkörper, liegt. Anders sein als die anderen, schocken, provozieren, gegen den Strom – Iggy Pop hat den Punk verinnerlicht und trägt ihn in die Welt

Erster Plattendeal mit "The Stooges"

Wahrscheinlich genau aus dem Grund blieb der große musikalische Erfolg zunächst aus, denn Iggy Pop war einfach nicht Mainstream genug. Der Sohn eines Lehrers und einer Sekretärin, aufgewachsen in einer Wohnwagensiedlung in Michigan, versuchte sein Glück Anfang der 60er Jahre als Schlagzeuger der Band "Iguanas", was ihm den Spitznamen "Iggy" erbrachte. Die zweite Band von Iggy Pop, "The Stooges", gründete der Musiker Ende der 60er Jahre. Nach einem spektakulären Auftritt zu Halloween an der Uni Michigan konnte sich die Band einen Plattendeal sichern. Doch nach drei veröffentlichten Alben – "Stooges", "Fun House" und "Raw Power" -, mit denen die Band die Erwartungen ihrer Plattenfirma nicht erfüllen konnte, löste sich die Punk-Combo Mitte der 70er Jahre auf.

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©Gala

Drogenabsturz und Comeback

Was folgte, war ein Absturz mit exzessivem Drogen- und Alkoholkonsum. Erst Iggy Pops Mentor und Freund David Bowie holte ihn aus der Misere und ging mit ihm für zwei Jahre nach Berlin. In Schöneberg genossen die beiden Musiker das Berliner Nachtleben, waren aber auch äußerst produktiv und schrieben viele neue Songs und legten so den Grundstein für Iggy Pops Comeback. Mit Songs wie "Candy", "Lust for Life" und "The Passenger" meldete sich der exzentrische Künstler zurück. 2016 veröffentlichte er nach über zehn Jahren Schaffenspause das lang erwartet Album "Post Pop Depression", mit dem er 2017 auf große Tour ging.

Soloalben von Iggy Pop

  • The Idiot (1977)
  • Lust for Life (1977)
  • New Values (1979)
  • Soldier (1980)
  • Party (1981)
  • Zombie Birdhouse (1982)
  • Blah-Blah-Blah (1986)
  • Instinct (1988)
  • Brick by Brick (1990)
  • American Caesar (1993)
  • Naughty Little Doggie (1996)
  • Avenue B (1999)
  • Beat 'Em Up (2001)
  • Skull Ring (2003)
  • Préliminaires (2009)
  • Après (2012)
  • Post Pop Depression (2016)

Iggy Pop, der Krawallmacher

Zwar ist Iggy Pop inzwischen drogenfrei, geläutert und froh, nach all den Exzessen noch am Leben zu sein, doch es gibt die eine oder andere Spätfolge seiner zerstörerischen Eskapaden. Im Interview mit dem ZEITmagazin erklärte Herr Pop: "Haiti ist ein Ort, wo ich in keinem Hotel mehr willkommen bin. Da habe ich mich damals auch wirklich sehr schlimm aufgeführt. Und die Menschen in Haiti haben offenbar ein gutes Gedächtnis. Überall sonst wurden meine Entschuldigungen und Reparaturzahlungen für meine Ausschweifungen akzeptiert. Ich bemühe mich, alles wieder in Ordnung zu bringen. Dabei geht es nicht nur um Geld, ich versuche auch, mich bei all den Menschen, die ich verletzt habe, zu entschuldigen. In meinem Alter ist es mir ein Anliegen, für einige meiner Sünden geradezustehen." Zum Glück hat er die wilden Zeiten hinter sich und weiß nun, worauf es im Leben wirklich ankommt.

Iggy Pop vor der Kamera

So beeindruckend sein Wandel vom ignoranten Krawallmacher zum geläuterten Wiedergutmacher ist, so vielseitig ist Iggy Pop auch in seiner Kunst. Er glänzt nicht nur hinter dem Mikro und auf der Bühne, auch als Schauspieler tritt er hin und wieder in Erscheinung. So stand er für den Film "Cry-Baby" neben Johnny Depp vor der Kamera, hatte einen Gastauftritt in der Serie "Star Trek: Deep Space Nine" und spielte in den Filmen seines Freundes Jim Jarmusch "Coffee and Cigarettes", "Dead Man" und "The Dead Don't Die" mit.

Zwei gescheiterte Ehen und ein unehelicher Sohn

Trotz seiner Musiker- und Schauspielkarriere schaffte es Iggy Pop gleich drei mal zu heiraten. Ende der 60er Jahre gab er Wendy Weissberg das Ja-Wort, doch die beiden zerstritten sich nach nur wenigen Wochen und die Ehe wurde annulliert. Ganze 15 Jahre war er anschließend mit Suchi Asano verheiratet und fand schließlich mit Nina Alu, mit der er seit 2008 verheiratet ist, sein Glück. Die Ehen von Iggy Pop blieben kinderlos, aber er hat einen Sohn, Eric Benson (* 1970), aus einer Liaison mit Paulette Benson

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