Starporträt

Herbert Grönemeyer

Mit seiner unverwechselbaren Stimme und seinen emotionalen Texten schaffte es Herbert Grönemeyer in Deutschland zum Popstar Nummer 1.

Herbert Grönemeyer

  • Geboren , Göttingen, Niedersachsen
  • VornameHerbert Arthur Wiglev Clamor
  • Name Grönemeyer
  • Jahre63
  • Grösse 1.78 m
  • Partner Josefine Cox (verheiratet seit 2016); Anna  Henkel-Grönemeyer ( verstorben)
  • Kinder Felix  (*1987); Marie  (*1989)

Biografie von Herbert Grönemeyer

Herbert Grönemeyer war schon immer musikalisch. Als kleiner Junge lernte er Klavierspielen und hatte schon im zarten Alter von 12 Jahren seine erste Band, die ihm in seiner Heimatstadt Bochum zu einiger Bekanntheit verhalf. So wurde auch das Theater der Stadt auf ihn aufmerksam und mit 15 war er dort bereits als Pianist tätig. Dann wurde er der Sänger der hauseigenen Bo-Band und machte auch seine ersten Gehversuche als Darsteller. "Ich war nie ein großer Schauspieler. Ich war in den Shakespeare-Rollen immer der doofe Liebhaber und immer der Blödeste, der da herumrannte", sagt der Popstar über seine ersten Rollen. Doch mit der Zeit durfte er auch anspruchsvollere Rollen spielen. Nebenbei wurde er 1976 zum musikalischen Leiter des Theaters befördert – mit gerade einmal 20 Jahren.

Grönemeyers Filmkarriere kommt ins Rollen

Ohne Schauspielausbildung schaffte es Herbert Grönemeyer trotzdem, sich als Darsteller einen Namen zu machen und spielte in mehreren Fernsehfilmen mit. 1981 konnte er mit seiner Rolle als "Leutnant Werner" im Katastrophenfilm "Das Boot" sogar internationale Erfolge feiern.

Isabell Horn

"Ich werde nie eine natürliche Geburt erleben"

Isabell Horn
Isabell Horn hatte nach der Geburt ihres zweiten Kindes mit einigen emotionalen Aufs und Abs zu kämpfen.
©Gala

Erste Flops als Sänger

Doch im Herzen war Herbert Grönemeyer ein absoluter Vollblutmusiker, weshalb er seine musikalische Karriere stets vorantreiben wollte. Aber so recht wollte das irgendwie nicht klappen. Seine ersten Alben waren regelrechte Flops, sogar seine Konzerte mussten teilweise abgesagt werden, da zu wenige Tickets verkauft wurden. So kündigte seine erste Plattenfirma nach dem Album "Gemischte Gefühle" seinen Vertrag.

Der Durchbruch

Aber Grönemeyer gab nicht auf und konnte mit EMI eine neue Plattenfirma finden. Mit seinem Album "4630 Bochum" schaffte es der Sänger 1984 endlich auch in die deutschen Charts. Die Single-Auskopplungen "Flugzeuge im Bauch", "Männer" und "Alkohol" gehören mittlerweile zu Klassikern der deutschen Popmusik.

Herbert Grönemeyer schreibt deutsche Musikgeschichte

Seither brachte der Musiker kein Album auf den Markt, das es nicht auf Platz 1 der deutschen Albumcharts schaffte – inklusive mehrfacher Gold und/oder Platin-Auszeichnungen. Seine bisher erfolgreichste Langspielplatte "Mensch" aus dem Jahr 2002 verkaufte sich knapp vier Millionen Mal und ist damit das bislang meist verkaufte deutsche Album. Dank über 17 Millionen in Deutschland verkauften Alben ist Herbert Grönemeyer einer der erfolgreichsten und beliebtesten Musiker im deutschsprachigen Raum.

Seine Songs

Herbert Grönemeyer betont, dass seine Songs nicht alle eins zu eins sein Privatleben widerspiegeln, was oft behauptet wird: "Das stimmt so nicht. Exakt da ziehe ich eine Grenze. Ich erzähle nur das von meinen Gefühlen, was sich künstlerisch verarbeiten lässt. Ich erzähle nicht von meinem Leben." So soll "Der Weg", bei dem er den Tod seiner 1998 verstorbenen Frau Anna thematisiert, nicht ausschließlich der Verarbeitung seiner Gefühle dienen, sondern ein generelles Lied über Trauer sein. Grönemeyers Ziel: "Die Leute sollen nicht mein Leben hören, sondern sie sollen eher meine Lieder auch für ihr Leben nehmen können." Das hat der Vollblutmusiker, der schon mit einem Echo für sein Lebenswerk ausgezeichnet wurde, auf jeden Fall geschafft.

Herbert Grönemeyer wieder im Liebesglück

Und auch privat ist Herbie, wie ihn seine Fans liebevoll nennen, wieder glücklich. 2016 heiratete er seine Josefine und blickt positiv in die Zukunft: "Wir sind guter Dinge und passen gut zusammen. Wenn es geht, werden wir die ganzen Jahre durchhalten. Der Wunsch ist, gemeinsam alt zu werden und das sieht gut aus. Ja, ich bin in einem sehr verliebten Zustand."

Eigentlich hält sich Herbert Grönemeyer mit privaten Äußerungen sehr bedeckt, doch in einem Interview von 2018 plauderte er zwei Jahre nach der Hochzeit erneut aus dem Nähkästchen. Ob er nach dem Tod seiner Frau ein schlechtes Gewissen gehabt habe, ein zweites Mal zu heiraten? "Wenn ich zuerst gegangen wäre, hätte ich gewollt, dass meine Frau wieder glücklich wird." Jeder müsse sich "das Glück zurechtzubasteln". Und mit seiner zweiten Ehefrau scheint der Musiker mehr als glücklich. "Allein schon, dass der andere existiert, ist die Schönheit. Und dann sagt der andere auch, dass er sich darüber freut, und man ist völlig verblüfft." Besonders an den ganz normalen Alltagssituationen erfreut sich der Musiker: "Es gibt etwas im Raum, man sitzt am Küchentisch und der andere macht die Kaffeemaschine an oder macht den Kühlschrank auf, das sind Bewegungen, eine Aura, ein Lachen – das ist eine Gewürzmischung, die ich nicht durchschaue, das ist die Faszination". Doch das war es dann auch schon mit privaten Einblicken in sein Leben, denn was privat ist, soll auch privat bleiben. "Wir sind froh, dass wir auch ein Privatleben haben. Das ist mit meiner Frau so und auch mit meinen Kindern. Wir machen die Tür für Boulevardmedien nicht auf."

Diskografie (Auswahl an Alben)

  • 1979: "Grönemeyer"
  • 1980: "Zwo"
  • 1983: "Gemischte Gefühle"
  • 1988: "What's All This?" (englisch)
  • 1990: "Luxus", 1992 in Englisch
  • 1993: "Chaos", 1995 in Englisch
  • 1998: "Bleibt alles anders"
  • 2002: "Mensch"
  • 2007: "12"
  • 2011: "Schiffsverkehr"
  • 2012: "I Walk" (englisch)
  • 2014: "Dauernd Jetzt"
  • 2018: Tumult

Filmografie (Auswahl)

  • 1977: "Die Geisel" – Regie: Peter Zadek
  • 1978: "Von Tag zu Tag"– Regie: Ulrich Stein
  • 1978: "Uns reicht das nicht"– Regie: Jürgen Flimm
  • 1979: "Daheim unter Fremden" – Regie: Peter Keglevic
  • 1981: "Das Boot"– Regie: Wolfgang Petersen
  • 1982: "Doktor Faustus" – Regie: Franz Seitz
  • 1982: "Frühlingssinfonie"– Regie: Peter Schamoni
  • 1984: "Die ewigen Gefühle" – Regie: Peter Beauvais
  • 1985: "Väter und Söhne" – Regie: Bernhard Sinkel
  • 1986: "WAAhnsinn – Der Wackersdorf-Film"- Regie: Helge Cramer, Uwe Heitkamp, Michael Herl und Christian Wagner
  • 2007: "Control"– Regie: Anton Corbijn
  • 2014: "A Most Wanted Man" – Regie: Anton Corbijn

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