Starporträt

Heike Makatsch

Einst Vorzeige-Girlie der Nation, heute preisgekrönte Schauspielerin - Heike Makatsch steigt auf in den Schauspielolymp.

Heike Makatsch

  • Geboren , Düsseldorf, Nordrhein-Westfalen / Deutschland
  • VornameHeike
  • Name Makatsch
  • Jahre47
  • Grösse 1.73 m
  • Partner Trystan Pütter (aktuell); Max Schröder (getrennt); Daniel Craig
  • Kinder Tochter  (*2007); Tochter  (*2009); Tochter  (*2015)

Biografie von Heike Makatsch

"Emanzipiert, aber doch Frau, sexuell unverklemmt, aber doch Vamp, abgebrüht und ein bisschen rotzig, aber auch verletzlich." So charakterisierte Roger Willemsen Heike Makatsch 1995. Zwei Jahre war die quirlige Heike zu dem Zeitpunkt beim Musiksender VIVA und gerade zu Bravo TV gewechselt. Eigentlich hatte sie Journalistin werden wollen, doch ihr Soziologie- und Politikstudium brach die Düsseldorferin nach vier Semestern ab. Auch eine Lehre als Schneiderin hielt Heike nicht durch - das Fernsehen lockte. Neben Stefan Raab und Nils Bokelberg wurde die überdrehte Heike zum Vorbild für Millionen Jugendliche, die Presse feierte die junge Frau.

Der Kinodurchbruch mit "Männerpension"

Doch dass Erfolg nicht unendlich ist, musste Heike 1997 am eigenen Leib erfahren, als die "Heike-Makatsch-Show" nach nur zwei Monaten wegen schlechter Quoten eingestellt werden musste. Doch noch heute ist Heike vom Konzept der Sendung überzeugt: "Es ist im Prinzip das, was ich beim Fernsehen gerne machen würde." Auch wenn die Zuschauer sie nicht sehen wollten - einen gab es, der von dem Talent der Makatsch überzeugt war. Detlev Buck besetzte eine Rolle im Film "Männerpension" mit Heike. Und siehe da, die Zuschauer und Kritiker waren begeistert, Heike gewann prompt den Bayerischen Filmpreis als "Beste Nachwuchsschauspielerin".

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Heike goes Hollywood

Auch wenn es beruflich langsam bergauf ging, zog Heike erst einmal zu ihrer neuen Liebe, dem späteren Bond-Darsteller Daniel Craig, nach London. Die deutsche Presse wertete dies als Flucht vor der Häme nach ihrem Show-Debakel, doch für Heike war der Umzug "eine bewusste Entscheidung für die Liebe". "Es war ein ruhiges Leben. Ich hatte viel Zeit für Ausstellungen, Kochen, Freunde, Joggen und Kino". Auch von England aus gelang es Heike, unbeirrt ihre Karriere voranzutreiben. Sie drehte Filme wie "Die Affäre Semmeling" (für die sie eine Goldene Kamera gewann), "Liebe deine Nächste!", "Aimée + Jaguar" und Doris Dörries "Nackt". Und es kam noch besser: Nach einer Rückkehr ins TV ("Das Wunder von Lengede"), fragte Hollywood bei Heike an. Nach einem Auftritt in "Resident Evil" spielte die Deutsche in "Tatsächlich… Liebe" neben Hugh Grant und Alan Rickman eine verführerische Sekretärin. Für ihre Darstellung der Margarete Steiff wurde sie im Jahr 2004 sogar für einen Emmy, den amerikanischen TV-Oscar, nominiert. Auch zwei Bayerische Filmpreise, drei Bambis, die Goldene Kamera und sogar den Grimme-Preis durfte sich Heike ins Regal stellen.

Heike im Familienglück

Als die Beziehung mit Daniel Craig nach sechs Jahren Liebe zerbrach, kehrte Heike nach Deutschland zurück. Zwischenzeitlich war neu verliebt und zur Minifamilie mit Ex-Partner Max Schröder (Musiker bei der deutschen Band "Tomte") kamen im Januar 2007 und Oktober 2009 ihre beiden Töchter hinzu. Als Teenager war sich Heike sicher, mit 30 schon dreifache Mutter zu sein. "Dann erst habe ich gemerkt, dass es sich eben nicht einfach so entwickelt, sondern dass man ein Leben auswählen und die Entscheidungen alle selbst treffen muss. Und weil man so viele Überlegungen anstellt, war ich bis zum Schluss, also bis ich mein Kind hatte, unsicher, ob ich es dann auch wirklich wollen würde." Doch nun hat Heike keine Zweifel mehr: "Kurz gesagt: Es ist ganz, ganz schön." Doch das Familienleben allein ist nicht Heikes Ding: Schon wenige Monate nach der Geburt ihres ersten Kindes stand sie wieder vor der Kamera, das Drehbuch für den Film "Schwesterherz" hat sie mit einer Freundin geschrieben. Das Vorzeige-Girlie der Nation ist einfach erwachsen geworden.

Heike Makatsch im "Tatort"

Seit 2014 sind Heike Makatsch und Max Schröder getrennt. Die Schauspielerin hat mit ihrem Kollegen Trystan Pütter ein neues Liebesglück gefunden und wurde 2015 zum dritten Mal Mutter einer Tochter. Nach wie vor bekommt sie ihr Familienleben und die Arbeit gut unter einen Hut. "Ich bin sehr zufrieden, wenn ich pro Jahr zwei schöne Projekte drehen kann. Regisseur, Drehbuch, Besetzung" müssen stimmen. So wie in Deutschlands beliebtester Krimireihe "Tatort". Für die Ausstrahlung an Ostern 2016 entstand ein "Tatort"-Special unter dem Titel "Fünf Minuten Himmel" mit Makatsch als Kommissarin Ellen Berlinger in Freiburg im Breisgau. Diese Rolle nahm sie 2018 in "Tatort: Zeit der Frösche" erneut auf. Ob es weitere "Tatort"-Filme mit Heike Makatsch geben wird, ist noch offen, aber die vielseitige Schauspielerin schwärmt: "Dort findet kriminologische und filmische Vielfalt statt. Auf diesem Sendeplatz können sich junge, wagemutige Regisseure genauso ausprobieren wie alte Hasen, manche Kriminalbeamte stehen für schwarzen Humor, andere für dunkles Drama und wieder andere für gesellschaftlich und politisch akute Themen. So bleibt es immer spannend, auch nach fast 50 Jahren."