Starporträt

Harvey Keitel

Harvey Keitel ist kein Megastar, hat nie einen Oscar bekommen. Dennoch ist er einer der größten Schauspieler am Rande Hollywoods

Harvey Keitel

  • Geboren , New York City, New York / USA
  • VornameHarvey
  • Name Keitel
  • Jahre80
  • Grösse 1.71 m
  • Partner Daphna Kastner (verheiratet seit 2001)
  • Kinder Stella  (*1985); Hudson  (*2001); Roman  (*2004)

Biografie von Harvey Keitel

Über Geldsorgen klagt der US-Schauspieler Harvey Keitel heute sicherlich nicht mehr. Früher hingegen sah das ganz anders aus. Als Kind jüdischer Emigranten wuchs er mit seiner Schwester Renee und seinem Bruder Jerry in ärmlichen Verhältnissen in Brooklyn, New York auf. Nach der Highschool ging er sofort zu den Marines – eine gute Möglichkeit für den jungen Mann schnell viel Geld zu verdienen. Nachdem er unter anderem im Libanon gedient hatte und der Vietnamkrieg kurz bevorstand, wurde er allerdings aus der Army entlassen. Nach allem, was Harvey Keitel in seiner Zeit bei den Marines erlebt haben muss, bezeichnet er sich heute als Pazifist.

Erste Erfolge am Broadway

Zurück in New York, nun hatte er immerhin etwas Geld in den Taschen, nahm Keitel Schauspielunterricht, unter anderem beim großen Lee Strasberg, und erlernte das Method Acting, wie einst Marlon Brando oder Robert de Niro. Seinen Job machte er gut, rasch ergatterte er erste Engagements auf New Yorker Bühnen, ehe er am Broadway in einem Stück von Arthur Miller debütierte.

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Harvey Keitel auf der großen Leinwand

Erfolgreich auf den Brettern, die die Welt bedeuten, war es für Harvey Keitel in den 60er Jahren dann kein allzu großer Sprung mehr, auch vor der Kamera sein Können zum Besten zu geben. Nachdem er bereits in einigen TV-Serien zu sehen war, gab er 1967 mit der Hauptrolle in "Wer klopft denn da an meine Tür?", der Abschlussarbeit des damaligen Regie-Studenten Martin Scorsese, sein Spielfilmdebüt. Dieses Projekt sollte nicht seine letzte Beteiligung an Debütwerken von später äußerst erfolgreichen Regisseuren bleiben, doch zunächst konzentrierte sich Keitel ganz auf die Zusammenarbeit mit Scorsese. 1973 spielt Keitel in seinem Gangsterfilm "Hexenkessel", drei Jahre später folgt eine Rolle im Kultklassiker "Taxi Driver".

Harte Arbeit und wenig Glück

Die Scorsese-Filme der 70er Jahre sorgen jedoch vor allem für den Durchbruch seines Kollegen Robert De Niro. Doch das stört Keitel nicht. Zum großen Erfolg brauche es harte Arbeit und Glück. Von letzterem habe er halt einfach nicht viel, sagte er einmal. Aber hart arbeiten, das tut er seit je her.

Harvey Keitel übernimmt 1976 eine der Hauptrollen in Ridley Scotts Spielfilmdebüt "Die Duellisten". Mit Warren Beattys Gangsterfilm "Bugsy" gelingt dem talentierten Schauspieler einen seiner bis dato größte Erfolge und erntet 1992 sogar eine Oscar-Nominierung als bester Nebendarsteller. Doch da schlug wieder das vermeintlich fehlende Glück zu, die Auszeichnung ging an Jack Palance.

Erfolgreiche Zusammenarbeiten mit Meisterregisseuren

Das größte Glück für Harvey Keitel scheint sowieso einfach nur sein Talent und sein Ansehen bei ebenso talentierten Regisseuren zu sein. Er spielte in Kultklassikern wie "Thelma & Louise" und "Sister Act – Eine himmlische Karriere", bevor er eine weitere fruchtbare Zusammenarbeit mit einem aufstrebenden Regisseur beginnt. In Quentin Tarantinos Regiedebüt "Reservoir Dogs - Wilde Hunde" glänzt Keitel als Mr. White und spielt anschließend sowohl in "Pulp Fiction", als auch in "From Dusk Till Dawn" entscheidende Rollen.

Im neuen Jahrtausend erobert ein neuer Regisseur Keitels Herz. Wes Anderson besetzt Keitel in seinen Streifen "Moonrise Kingdom". Und wie Anderson nun einmal so ist, hält er an seinem Kader fest und setzte Harvey Keitel zwei Jahre später in "Grand Budapest Hotel" ein und ließ ihn 2018 in "Isle of Dogs – Ataris Reise" einen der Hunde sprechen.

Harvey Keitel privat

Privat ist nach einigem Hin und Her dieser Tage wieder Ruhe in seine Leben eingekehrt. Nach einer gescheiterten Ehe mit der Schauspielerin Lorraine Bracco, aus der Tochter Stella (* 1985) stammt, bekam Keitel 2001 Sohn Hudson aus einer Beziehung mit der Künstlerin Lisa Karmazin. Seit 2001 aber scheint er angekommen zu sein. Keitel heiratete die Schauspielerin Daphna Kastner und bekam mit ihr 2004 ein weiteres Kind, Sohn Roman.

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