Starporträt Harvey Keitel
Steckbrief
- Vorname Harvey
- Name Keitel
- geboren 13.05.1939, New York City, New York / USA
- Sternzeichen Stier
- Jahre 85
- Grösse 171 cm
- Partner Daphna Kastner (verheiratet seit 2001)
- Kinder Stella (*1985) Hudson (*2001) Roman (*2004)
Das weiß nicht jeder
Da hatte es aber jemand eilig! Seine Frau Daphna Kastner traf Keitel bei den Filmfestspielen in Toronto am 11. September 2002. Drei Wochen später, am 7. Oktober, gaben sich die beiden in einer geheimen Zeremonie in Jerusalem das Ja-Wort.
Keitel ist Patenonkel von Max, dem Sohn seines guten Freundes Michael Madsen.
Der jüngste ist Harvey Keitel zugegeben nicht mehr, doch wie hält er sich fit? Ganz einfach: Schauspielen und Skripte auswendig lernen. "Das ist wohl der Schlüssel im Alter. Versuche, weiter hungrig zu bleiben. Nur so landest du nicht allzu schnell im Altersheim", so Keitel.
2009 hatte Harvey Keitel zunächst einen Auftritt in Jay-Zs Musikvideo "D.O.A. (Death of Auto-Tune)", 2013 war er in Beyoncés "Pretty Hurts" zu sehen.
Harvey Keitel wird immer mal wieder mit seinem Kollegen und Kumpel Robert de Niro verwechselt. Als Keitel in einem Restaurant einer Frau, die zu ersticken drohte, das Leben rettete, titelte eine Zeitung am nächsten Tag "De Niro rettet Frau in Restaurant".
Biografie von Harvey Keitel
Über Geldsorgen klagt der US-Schauspieler Harvey Keitel heute sicherlich nicht mehr. Früher hingegen sah das ganz anders aus. Als Kind jüdischer Emigranten wuchs er mit seiner Schwester Renee und seinem Bruder Jerry in ärmlichen Verhältnissen in Brooklyn, New York auf. Nach der Highschool ging er sofort zu den Marines – eine gute Möglichkeit für den jungen Mann schnell viel Geld zu verdienen. Nachdem er unter anderem im Libanon gedient hatte und der Vietnamkrieg kurz bevorstand, wurde er allerdings aus der Army entlassen. Nach allem, was Harvey Keitel in seiner Zeit bei den Marines erlebt haben muss, bezeichnet er sich heute als Pazifist.
Erste Erfolge am Broadway
Zurück in New York, nun hatte er immerhin etwas Geld in den Taschen, nahm Keitel Schauspielunterricht, unter anderem beim großen Lee Strasberg, und erlernte das Method Acting, wie einst Marlon Brando oder Robert de Niro. Seinen Job machte er gut, rasch ergatterte er erste Engagements auf New Yorker Bühnen, ehe er am Broadway in einem Stück von Arthur Miller debütierte.
Harvey Keitel auf der großen Leinwand
Erfolgreich auf den Brettern, die die Welt bedeuten, war es für Harvey Keitel in den 60er Jahren dann kein allzu großer Sprung mehr, auch vor der Kamera sein Können zum Besten zu geben. Nachdem er bereits in einigen TV-Serien zu sehen war, gab er 1967 mit der Hauptrolle in "Wer klopft denn da an meine Tür?", der Abschlussarbeit des damaligen Regie-Studenten Martin Scorsese, sein Spielfilmdebüt. Dieses Projekt sollte nicht seine letzte Beteiligung an Debütwerken von später äußerst erfolgreichen Regisseuren bleiben, doch zunächst konzentrierte sich Keitel ganz auf die Zusammenarbeit mit Scorsese. 1973 spielt Keitel in seinem Gangsterfilm "Hexenkessel", drei Jahre später folgt eine Rolle im Kultklassiker "Taxi Driver".
Harte Arbeit und wenig Glück
Die Scorsese-Filme der 70er Jahre sorgen jedoch vor allem für den Durchbruch seines Kollegen Robert De Niro. Doch das stört Keitel nicht. Zum großen Erfolg brauche es harte Arbeit und Glück. Von letzterem habe er halt einfach nicht viel, sagte er einmal. Aber hart arbeiten, das tut er seit je her.
Harvey Keitel übernimmt 1976 eine der Hauptrollen in Ridley Scotts Spielfilmdebüt "Die Duellisten". Mit Warren BeattysGangsterfilm "Bugsy" gelingt dem talentierten Schauspieler einen seiner bis dato größte Erfolge und erntet 1992 sogar eine Oscar-Nominierung als bester Nebendarsteller. Doch da schlug wieder das vermeintlich fehlende Glück zu, die Auszeichnung ging an Jack Palance.
Erfolgreiche Zusammenarbeiten mit Meisterregisseuren
Das größte Glück für Harvey Keitel scheint sowieso einfach nur sein Talent und sein Ansehen bei ebenso talentierten Regisseuren zu sein. Er spielte in Kultklassikern wie "Thelma & Louise" und "Sister Act – Eine himmlische Karriere", bevor er eine weitere fruchtbare Zusammenarbeit mit einem aufstrebenden Regisseur beginnt. In Quentin Tarantinos Regiedebüt "Reservoir Dogs - Wilde Hunde" glänzt Keitel als Mr. White und spielt anschließend sowohl in "Pulp Fiction", als auch in "From Dusk Till Dawn" entscheidende Rollen.
Im neuen Jahrtausend erobert ein neuer Regisseur Keitels Herz. Wes Anderson besetzt Keitel in seinen Streifen "Moonrise Kingdom". Und wie Anderson nun einmal so ist, hält er an seinem Kader fest und setzte Harvey Keitel zwei Jahre später in "Grand Budapest Hotel" ein und ließ ihn 2018 in "Isle of Dogs – Ataris Reise" einen der Hunde sprechen.