Starporträt

Harrison Ford

75 Jahre

Vom Tischler zu einem der kommerziell erfolgreichsten Hollywood-Stars der Filmgeschichte. Klingt nach modernem Märchen, ist aber das Leben von Harrison Ford

  • Geboren , Chicago, Illinois / USA
  • VornameHarrison
  • Name Ford
  • Grösse 1.85 m
  • Sternzeichen Krebs
  • Partner Calista Flockhart (verheiratet); Melissa  Mathison (geschieden); Mary  Marquardt  (geschieden); Minnie  Driver  (2001); Carrie Fisher (1976)
  • Kinder Benjamin   (*1967); Willard   (*1969); Malcolm Carswell   (*1987); Georgia   (*1990); Liam   (*2001)

Biografie von Harrison Ford

Aus heutiger Sicht ist das kaum zu glauben: , so sagt er selbst, war ein Spätzünder und fing im College mit dem Theaterspielen an, um seine Schüchternheit zu überwinden. Doch mehr und mehr wuchs seine Faszination für die Schauspielerei und so ging er nach Los Angeles, um professioneller Mime zu werden. Mit nur mäßigem Erfolg schlug er sich durch, unterzeichnete einen Vertrag mit „Columbia Pictures“, die neue Talente förderten, für 150 Dollar pro Woche und ergatterte dank dieses Programms mehrere kleine Rollen in Film und Fernsehen. Das Geld reichte hinten und vorne nicht, um sich und seine Familie, die aus seiner Frau Mary und mittlerweile zwei kleinen Söhnen bestand, ernähren zu können. Irgendwie musste er an Geld kommen und nahm deshalb mehrere Nebenjobs an, unter anderem war er Roadie auf Tour mit „The Doors“.

Selfmade-Tischler

Schon immer handwerklich begabt, kam Harrison auf die Idee, Tischler zu werden, um Geld zu verdienen. Eine Ausbildung machte er jedoch nicht. Stattdessen ging er in die örtliche Bibliothek, lieh sich Tischlerei-Bücher aus, studierte sie und übte so lange in einem leerstehenden Haus bis er sich zutraute, Aufträge anzunehmen. Und er machte seine Sache gut – schnell erarbeitete er sich einen hervorragenden Ruf und konnte sich vor Aufträgen kaum retten. Er verdiente genug, um sich den Luxus erlauben zu können, kleinere Rollen oder Rollenangebote, die ihm nicht zusagten, einfach abzulehnen.

Meilenstein „Krieg der Sterne“

Sein Agent war es, der Harrison 1973 mit zusammenbrachte. Harrison sprach für eine Nebenrolle für den Film „American Graffiti“ vor und bekam die Rolle. Der Film sollte ein großer Erfolg werden, doch Harrison konnte immer noch nicht von seiner Schauspielerei leben und hielt sich weiterhin mit der Tischlerei über Wasser. George Lucas hingegen konnte dank des kommerziellen Erfolges seine Vision von etwas Großem verwirklichen: der Science-Fiction-Film „Krieg der Sterne“. Obwohl Harrison einer von hunderten Schauspielern war, der für die Rolle des in „Krieg der Sterne“ vorsprach, konnte er überzeugen. George Lucas besetzte ihn für die Figur des draufgängerischen Weltraumpiloten und niemand ahnte zu dem Zeitpunkt, welche Ausmaße der Erfolg annehmen würde. „Krieg der Sterne“ brach alle Rekorde und gilt heute als einer der ersten Blockbuster überhaupt. Harrison hatte es geschafft! Auch in den beiden Fortsetzungsfilmen „Das Imperium schlägt zurück“ (1980) und „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ (1983) war Harrison mit an Bord. Endlich keine Nebenrollen mehr, sein Traum wurde wahr – und er endete nicht. 2014 wurde bekannt, dass Harrison nach mehr als 30 Jahren im siebten Film der „Star Wars“-Saga wieder die Rolle des übernimmt. „Star Wars: Episode VII - Das Erwachen der Macht“ unter der Regie von J.J. Abrams kommt Ende 2015 in die deutschen Kinos.

Harrisons Paraderolle „Indiana Jones“

Nach einigen weniger erfolgreichen Filmen in den 1970er Jahren übernahm Harrison 1981 die zweite große Rolle seines Lebens: „ “. Regisseur und Produzent George Lucas verpflichteten Harrison für die Rolle des abenteuerlustigen Archäologieprofessors „Indiana Jones“ in „Jäger des verlorenen Schatzes“ sowie in den beiden Fortsetzungen „Indiana Jones und der Tempel des Todes“ (1984) und „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“ (1989). 2008 wurde die Filmreihe wieder aufgelebt, der vierte und letzte Teil „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“ kam in die Kinos und war wieder ein großer Kinoerfolg.

Was dem Schauspieler nach jahrzehntelanger erfolgreicher Karriere und einem glücklichem Privatleben mit Frau und Kindern noch fehlt? Nichts, könnte man meinen. Aber, lieber Harrison, wie wäre es mit einem Oscar? Wir drücken jedenfalls die Daumen!