Starporträt

Hape Kerkeling

53 Jahre

Er ist Schauspieler, Regisseur, Kabarettist, Autor, Synchronsprecher, Sänger und noch vieles mehr in einer Person. Hape Kerkeling ist eine Legende

  • Geboren , Recklinghausen/Nordrhein-Westfalen/Deutschland
  • VornameHans-Peter Wilhelm
  • Name Kerkeling
  • Grösse 1.83 m
  • Sternzeichen Schütze

Biografie von Hape Kerkeling

Hans-Peter Wilhelm Kerkeling ist nahezu der berühmteste Mann Deutschlands. 20 Jahre lang stand er erfolgreich mit beiden Beinen fest im Show-Geschäft. Doch dieser grandiose Erfolg begann mit einem Misserfolg für den gebürtigen Westfalen.

Kerkelings Anfänge

Als kleiner moppeliger Junge im Alter von 12 Jahren bewarb sich 1977 bei für die Rolle des "Dicki", doch eine Zusage erhielt er nicht. Unbeeindruckt von dieser Absage machte er weiter, und trat bei zahlreichen Talentwettbewerben auf. 1983 erhielt er dann den Passauer Kabarettpreis Scharfrichterbeil, was nicht bei seinem letzten Preis bleiben sollte.

Nach diesem kleinen Schritt in Richtung Erfolg arbeitete er beim öffentlich-rechtlichen Fernsehen, beim WDR und BR, bis er im Jahr 1984 seinen Durchbruch mit seiner Sendung "Känguru" schaffte. Im selben Jahr trat er auch zum ersten Mal als das Vorschulkind Hannilein auf, bis heute eine Kult-Figur aus Kerkelings Repertoire.

Zusammen mit dem Pianisten Achim Hagemann gestaltete Kerkeling dann das Format "Total Normal". Eine Sendung voller Humor und Medienkritik. Dafür wurde er mit dem Grimme-Preis, der Goldenen Kamera und dem Bayerischen Fernsehpreis ausgezeichnet.

Gemeinsam mit Hagemann sorgte Hape Kerkeling auch für einen unvergessenen Moment der Fernsehgeschichte: Als polnischer Opernsänger möchte Kerkeling seinem intellektuellen ein "expressives" Stück der "Neuen Musik" vortragen. Es folgte das Lied "Hurz!", das vollkommene Gegenteil von expressiver Musik, sondern einfach nur eine Parodie. Das Publikum nahm es sehr ernst und versuchte in dem Stück, in dem es um ein Wolf, ein Lamm und einen Habicht auf der grünen Wiese geht, einen tieferen Sinn zu erkennen.

Spätestens nach seinem Auftritt als 1991 kannte ganz Deutschland ihn. Verkleidet als Königin Beatrix schaffte er es, mit dem Wagen vor dem Schloss Bellevue vorzufahren, bevor es die echte Königin tat. Sein einziger Wunsch als Beatrix: mit den Angestellten "lecker Mittagessen gehen". 

Eine wichtige Auszeit

Pausenlos arbeitete Kerkeling an Shows, Sendungen, Auftritten und Kinofilmen. Er trat vermehrt als Moderator auf und gewann selbst dafür Preise.

Doch dass das nicht für immer so weiter gehen konnte war klar. Durch schwere Krankheit nahm sich Hape Kerkeling dann eine Auszeit und pilgerte 2001 nach den überstandenen Strapazen den berühmten Jakobsweg. Auf den 630 Kilometern in Richtung Santiago de Compestela traf er auf viele Menschen, Gott und vor allem sich selbst, was ihm wieder die Kraft gab, weiter zu machen. Seine Erlebnisse auf dem Pilgerpfad hielt er schriftlich fest und veröffentlichte 2006 das Buch "Ich bin dann mal weg". Mehr als zwei Millionen Exemplare verkauften sich und es wurde zum meistverkauftesten Buch Deutschlands im Jahre 2006. Neun Jahre später wurde es sogar mit als Hape Kerkeling verfilmt.

2004 wollte Kerkeling dann nach seinem längst vergangenen Kinodebüt im Jahre 1993 ("Kein Pardon") nachliefern und war Regisseur und Schauspieler im Film "Samba in Mettmann". Was als Kinofilm floppte, wurde im Privatfernsehen umso erfolgreicher.

Darauf folgten mehr Auftritte im Privatfernsehen, beispielsweise moderierte er an der Seite von zweimal die Tanz-Show "Let's Dance".

Sein Privatleben hält er gut versteckt

Über den Menschen Hans-Peter Wilhelm Kerkeling weiß man nicht besonders viel, mit seinem Privatleben hielt er sich stets zurück. In seiner Autobiografie "Der Junge muss an die frische Luft", die er 2014 veröffentlichte, gewährt er jedoch Einblicke, die man so nicht erwartet hätte. Für besonders viel Trubel um seine Person sorgte die Stelle an der er den Suizid seiner Mutter erwähnte, als er noch sehr jung war.

1991 wurde Kerkeling eher unfreiwillig geoutet, als der Filmemacher Rosa von Praunheim in einer Talkshow über die Homosexualität des Komikers sprach.

Kerkeling gab anlässlich seines 50. Geburtstags am 9. Dezember 2014 sein Karriere-Ende bekannt, mittlerweile lebt der gebürtige Recklinghausener in Berlin.