Starporträt

Greta Gerwig

Von der Nuschelkönigin zur "Golden Globe"-Gewinnerin – für die "New York Times" ist klar: Greta Gerwig ist die "maßgebliche Leinwandheldin ihrer Generation"

Greta Gerwig

  • Geboren , Sacramento, Kalifornien USA
  • VornameGreta Celeste
  • Jahre34
  • Name Gerwig
  • Grösse 1.73 m
  • Sternzeichen Löwe
  • Partner Noah Baumbach (aktuell)

Biografie von Greta Gerwig

Manchmal findet kleine Zettel in ihrem Briefkasten, auf denen zum Beispiel steht: "Du bist in der New York Times. Sie mochten deinen Film nicht, aber das Foto ist schön." Diese Nachrichten stammen von ihrer Vermieterin Blanche in New York City und Greta Gerwig erzählte die Geschichte lachend in Late-Night-Show. "Sie bringt mich auf den Boden der Tatsachen zurück", fügte sie hinzu.

"Golden Globe"-Nominierung dank "Frances Ha"

Als ob das nötig wäre: Bezaubernde Natürlichkeit und ein sonniges Gemüt scheinen der gebürtigen Kalifornierin in die Wiege gelegt worden zu sein. Und spätestens, nachdem man ihre viel beachtete Independent-Komödie "Frances Ha" aus dem Jahr 2013 gesehen hat, kommt sie einem vor wie eine langjährige Freundin. "Frances Ha" war ein bemerkenswerter Einschnitt im Leben Gerwigs. Fast einhellig von den Kritikern gelobt, brachte ihr die Darstellung der verträumten, ambitionierten, aber leider erfolglosen Tänzerin, die sich durch ihr Leben im viel zu teuren New York City zu schlagen versucht, unter anderem eine "Golden Globe"-Nominierung ein.

Dreamteam Gerwig und Baumbach

Für Greta ein Erfolg in doppelter Hinsicht, denn sie verkörperte nicht nur die Titelfigur, sondern schrieb auch gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten das Drehbuch. Dabei hatte die erste Zusammenarbeit mit ihrem späteren Freund für den Film "Greenberg" im Jahr 2010 bei Greta noch Panikattacken ausgelöst. "In der Nacht, bevor die Dreharbeiten begannen, dachte ich immer wieder: 'Oh mein Gott, ich kann das nicht versauen. Ich werde es mir niemals verzeihen, wenn ich einen Noah-Baumbach-Film versaue'", erklärte Greta seinerzeit im Gespräch mit dem "Interview Magazine". Es ging besser, als gedacht: Die Zusammenarbeit lief sogar so gut, dass aus dem Regisseur und der Schauspielerin ein Paar wurde, das fortan gemeinsam an Projekten schrieb. Unter anderem entstammt auch der Film "Mistress America" über eine New Yorker Lebenskünstlerin der gemeinsamen Feder.

Greta ist die "Queen of Mumblecore"

"Queen of Mumblecore" ist ein Beiname, den die US-Medien Greta im Laufe ihrer bisherigen Karriere immer wieder gern gegeben haben, also die Königin über jenes filmische Genre, das nach Meinung vieler Kritiker gar nicht richtig existiert. Per grober Definition handelt es sich dabei um Filme mit sehr geringem Budget, in deren Zentrum zumeist junge Leute stehen, die sich mit sich selbst und der Welt in sehr langen, nur lose gescripteten Dialogen auseinandersetzen. Da es den Filmen oft an der akustischen Ausgefeiltheit mangelt, entstand der Begriff "Mumblecore", vom englischen Wort "to mumble", nuscheln.

Kritikerliebling "Lady Bird"

Nach ihrem Regiedebüt mit "Nights and Weekends" an der Seite von Joe Swanberg im Jahr 2008 eroberte Gerwig im Herbst 2017 mit der Tragikomödie "Lady Bird" die amerikanischen Kinos. Erstmals hatte sie vom Drehbuch bis zur Regie komplett alleine die Zügel in der Hand. Und Alleingänge scheinen ihr zu liegen: Kritiker und Rezensenten sangen Loblieder in den höchsten Tönen und neben allerlei Awards und zahllosen Nominierungen konnte Greta im darauffolgenden Januar den "Golden Globe" für die beste Komödie mit nach Hause nehmen. Sollte ihr der Erfolg dann doch allmählich zu Kopf steigen, kann man ja getrost darauf hoffen, dass ihre Vermieterin ihr das schnell wieder austreiben wird.