Starporträt

Grace Jones

Model, Sängerin, Schauspielerin, Ikone - Grace Jones ist eine Legende! Doch leicht hatte es die Jamaikanerin beim Aufstieg nach ganz oben nicht.

Grace Jones

  • Geboren , Kingston / Jamaika
  • VornameGrace
  • Name Jones
  • Jahre71
  • Grösse 1.75 m
  • Partner Dolph Lundgren; Atila Altaunbay (geschieden, 1996-2004); Sven-Ole Thorsen; Chris Stanley (geschieden, 1989-1991); Jean-Paul Goude
  • Kinder Paulo  (*1979)

Biografie von Grace Jones

Grace Jones, die unverwechselbare Grace Jones! Seit fast einem halben Jahrhundert begeistert das provokante und visionäre Multitalent seine Fans auf der ganzen Welt. Der Style, das androgyne und unterkühlte Auftreten der jamaikanischen Sängerin, Schauspielerin und Model und das Spiel mit den Geschlechterrollen machten sie nicht nur zu einem Idol der Transgender- und Schwulenbewegung, sondern auch zur Stilikone. Bis heute hat sie kein Stück ihrer Strahlkraft verloren.

Grace Jones hatte keine unbeschwerte Kindheit

Geboren und aufgewachsen ist Grace Jones in Jamaika, wo sie nach der Auswanderung ihrer Eltern in die USA von bei ihrer Großmutter und deren zweitem Ehemann lebte. Sie erlebte eine Kindheit, die alles andere als behütet war. Grace und ihre fünf Geschwister mussten nicht nur die streng religiöse Erziehung ihres Stief-Opas ertragen. Nein, auch vor körperlichen Misshandlungen und Schlägen machte der Mann nicht Halt. Doch auch als ihre Eltern die Kinder zu sich in die USA holten, Grace war inzwischen ein Teenager, wurde es nicht leichter. In der Schule war Grace die einzige schwarze Schülerin, litt unter den Anfeindungen ihrer Mitschüler und begann zu rebellieren.

Große Erfolge als Model

Die Schauspielerei war es, die Grace Jones in dieser Zeit Trost spendete. In der Schule nahm sie an der Theaterklasse teil und erkannte langsam aber sicher, dass sie ihr Leben auf der Bühne verbringen will. Nach dem Ende ihrer Schulzeit landete Jones in Philadelphia, wo sie zunächst unter falschem Namen als Tänzerin in Nachtclubs ihre Brötchen verdiente. Versuche als Sängerin durchzustarten scheiterten zunächst, also bemühte sich die Jamaikanerin um Modeljobs – mit deutlich mehr Erfolg. Sie ergatterte einen Vertrag mit der renommieren Agentur Wilhelmina Models, wurde zum gefragten Mannequin und arbeitete in Paris unter anderem für "Vogue" und "Elle".

Endlich klappt es mit der Musikkarriere

Zu dieser Zeit ging es dann so langsam auch mit der Musikkarriere voran. Grace Jones lieferte fulminante Auftritte im legendären "Studio 54" in New York ab und machte sich schnell einen Namen in der hiesigen Musikszene. Ende der 70er Jahre veröffentlichte sie ihr erstes Album "Portfolio". Während sich ihre Musik anfänglich noch der Disco-Ära zuordnen ließ, erfand sich die Künstlerin mit den Jahren immer wieder neu. Von New-Wave, über Reggae, Dance und Hip Hop entwickelte Grace Jones ihren ganz eigenen Stil.

Alben von Grace Jones

  • 1977: Portfolio 
  • 1978: Fame      
  • 1979: Muse      
  • 1980: Warm Leatherette           
  • 1981: Nightclubbing      
  • 1982: Living My Life      
  • 1985: Slave to the Rhythm        
  • 1986: Inside Story         
  • 1989: Bulletproof Heart
  • 2008: Hurricane
  • 2011: Hurricane – Dub

Grace Jones auf der großen Leinwand

Doch nicht nur musikalisch kann Grace Jones Erfolge feiern, auch auf der Leinwand macht die skurrile Erscheinung eine gute Figur. So spielte sie unter anderem im James-Bond-Film "Im Angesicht des Todes", in "Conan der Zerstörer", "Vamp" sowie im Horrorstreifen "Wolfgirl".

Grace Jones bleibt Grace Jones

Noch heute, nach all den Jahren und mit zunehmendem Alter, hat Grace Jones immer noch Gefallen daran, sich in Szene zu setzen, zu provozieren und mit Konventionen zu spielen. Davon konnten sich im Sommer 2017 die Besucher des Montreux Jazz Festivals in der Schweiz live überzeugen. Lediglich mit einem Mieder bekleidet, barbusig und mit Bodypainting geschminkt gab die Musiklegende ihr Können zum Besten. 

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