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Starporträt Gina Lückenkemper

Nach der Leichtathletik-WM 2022 ist klar: Gina Lückenkemper ist die schnellste Frau Europas. Doch hinter ihrer sportlichen Karriere steckt noch viel mehr.

Steckbrief

  • Vorname Gina
  • Name Lückenkemper
  • geboren 21.11.1996, Hamm, Nordrhein-Westfalen / Deutschland
  • Sternzeichen Skorpion
  • Jahre 26
  • Grösse 1.68 m
  • Partner Stefan Vogel (aktuell)

Biografie von Gina Lückenkemper

Spätestens seit den Olympischen Spielen 2016, bei denen Gina Lückenkemper mit der deutschen 4-mal-100-Meter-Staffel den vierten Platz einholte, ist klar: Gina Lückenkemper ist ein Ausnahmetalent. Sie ist nicht nur schnell, sie ist verdammt schnell. 2022 zeigte sie bei den Europameisterschaften in München dann, was wirklich in ihr steckt: Beim 100-Meter-Lauf ließ sie knapp vor der Ziellinie auch ihre letzten beiden Konkurrentinnen hinter sich. Plötzlich ist Gina die neue Europameisterin und sie wird als schnellste Frau Europas gefeiert. Doch woher stammen die Wurzeln der Athletin, wie kam sie zu dem Sport und war Gina schon immer so schnell?

Zarte Anfänge in Soest

Woher rührt das sportliche Talent? Gina Lückenkemper hat es wohl einfach im Blut. Ihre Eltern haben Gina in Soest, einer Stadt in Nordrhein-Westfalen, aufgezogen und immer gefördert – als Sportler haben sie sich aber nie einen Namen gemacht. Als Baby soll Gina tatsächlich sogar etwas langsamer gewesen sein: Das Krabbeln fiel ihr schwer und mit dem Schlafen hat es dann auch erst wieder so richtig geklappt, nachdem ein Osteopath sie wieder eingerenkt hat. Doch im Kindergarten legte sie dann nicht nur einen Zahn zu, sie ließ alle hinter sich. "Bereits als kleines Kind merkte ich, dass ich schneller als andere bin. Ich spreche schneller, esse schneller und ich laufe schneller. Läuferisch sind damals schon die Jungs beim Fangen-Spiel verzweifelt. Das, was ich mache, mache ich gern und mit Freude. Manche sagen: Das merkt man auch!"

Wie ihre sportliche Karriere begann

Schon im Kindergarten war klar: Gina Lückenkemper ist schnell. Doch was für ein großes Talent wirklich in ihr steckt, realisierten ihre Eltern und Erzieher damals noch nicht. Erst im Alter von sieben Jahren begann sie mit dem Laufen. Damit ist Gina eher eine Spätzünderin – und dass sie heute trotzdem so schnell rennen kann, dass sie bei einem Blitzer in der 30er-Zone vorsichtshalber einen Gang zurückfahren sollte, begeistert die Fans und motiviert die Kleinen.

Ihre ersten Erfahrungen auf der Mittelstrecke machte sie beim hiesigen Sportverein, dem TuS Ampen. Mit zwölf Jahren kam dann der erste Erfolg: Beim Silvesterlauf in Soest belegte sie in der Frauenklasse den zweiten Platz. Ein Jahr später wechselte sie schließlich zu einem anderen Verein, dem LAZ Soest, und sie probierte sich in verschiedenen Disziplinen aus – unter anderem Hochsprung sowie Sprints in verschiedenen Längen. Dann, als sie zum 100-Meter-Sprint wechselte, folgte endlich der große Durchbruch.

Gina Lückenkemper auf der Überholspur

2012 wollte Gina Lückenkemper ihr Talent erstmals auch auf internationalem Boden beweisen. Mit 15 Jahren war sie bei den Juniorenweltmeisterschaften (U20) in Barcelona die jüngste Teilnehmerin – trotzdem schaffte sie es bis ins Halbfinale. Seitdem ließ Gina kein Rennen aus und es ging konstant nach oben: 2013 erreichte sie bei den Jugendweltmeisterschaften (U18) beim 200-Meter-Lauf in Donezk den fünften Platz, ein Jahr später holte sie mit der deutschen 4-mal-100-Meter-Staffel die Bronzemedaille – und 2015 wurde sie bei den U20-Europameisterschaften zur Europameisterin auf der 200-Meter-Strecke gekürt.

Seitdem klettert die Sprinterin Gina Lückenkemper die Karriereleiter immer weiter nach oben: Es ging zu den deutschen Meisterschaften, den europäischen Meisterschaften und sogar zu den Weltmeisterschaften, ebenso zu den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro (2016) und Tokio (2019). Und sie räumte schon so einige Titel und Preise ab. Das ist nur ein Auszug ihrer Erfolge:

  • EM-Vierte mit der 4-mal-100-Meter-Staffel (2017)
  • Olympia-Halbfinalistin auf 200 Meter und Olympia-Vierte über 4-mal-100-Meter (2016)
  • Vize-Europameisterin über 100 Meter (2018)
  • EM-Bronze über 4-mal-100-Meter (2018)
  • EM-Bronze über 200 Meter und 4-mal-100-Meter (2016)
  • Deutsche Meisterin über 100 Meter (2018)
  • Deutsche Meisterin über 100 und 60 Meter (2017)
  • Deutsche Meisterin über 200 Meter (2016)
  • Europameisterin über 100 Meter (2022)
  • Europameisterin in der 4-mal-100-Meter-Staffel (2022)

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