Starporträt

Gillian Anderson

Gillian Anderson hatte als Jugendliche nicht viel anderes im Kopf als Unsinn anzustellen. Doch eine ernsthafte Leidenschaft gab es: die Schauspielerei.

Gillian Anderson

  • Geboren , Chicago, Illinois / USA
  • VornameGillian Leigh
  • Name Anderson
  • Jahre51
  • Grösse 1.6 m
  • Partner Peter  Morgan (aktuell); David Duchovny (2012); Mark  Griffiths  (2006 - 2012); Julian  Ozanne  (geschieden); Rodney  Rowland  (1997 - 1998); Adrian G. Griffiths  (1996 - 1997); Clyde  Klotz  (geschieden)
  • Kinder Piper Maru   (*1994); Oscar Anderson   (*2006); Felix   (*2008)

Biografie von Gillian Anderson

Der in "Akte X" so trocken und rational wirkenden Gillian Anderson hätte man ihre wilde Schul- und Jugendzeit gar nicht zugetraut. Geboren ist Gillian in Chicago, Illinois. Ihre Mutter Rosemary war Computeranalystin und ihr Vater Homer Edward "Ed" besaß eine Filmproduktionsfirma. Bald nach ihrer Geburt wanderte die Familie zunächst für 15 Monate nach Puerto Rico aus, danach fassten sie in London Fuß, wo Gillians Vater an der Filmschule tätig war. Als Gillian elf Jahre alt war, stand der nächste Umzug an, es ging zurück in die USA nach Michigan. Zwar hatte die Familie noch eine Wohnung in London, in der Gillian die Sommer verbringen konnte, dennoch vermisste sie die britische Hauptstadt. Dies war der Beginn einer schweren Teenagerzeit.

Gillian Andersons rebellische Jugend

Gillian probierte sich aus, rebellierte, experimentierte mit Drogen, traf sich mit deutlich älteren Jungs und wurde zum Punk mit bunt gefärbten Haaren, Piercings und allem, was dazu gehört. In dem kleinen republikanisch geprägten Dorf im Mittleren Westen fiel Gillian mit ihrer Erscheinung auf, wurde als merkwürdig wahrgenommen und vielleicht war dies genau das, was sie wollte: provozieren. Ihre Mitschüler auf der Highschool würdigten Gillians Verhalten gleich mit mehreren fragwürdigen Auszeichnungen, darunter "Klassenclown", "Bizarrstes Mädchen" und "Schülerin, die am wahrscheinlichsten verhaftet wird". Und tatsächlich wurde sie verhaftet, als sie in der Nacht ihres Highschool-Abschlusses in das Schulgebäude einbrach und versuchte, die Türschlösser mit Kleber zuzukleben.

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©RTL / Gala

Die Liebe zum Schauspiel

Doch zum Glück, und sicher auch zur Freude ihrer Eltern, gab es wenigstens eine Sache, für die sich Gillian neben dem jugendlichen Unsinn tatsächlich begeistern konnte: die Schauspielerei. Schon während ihrer Schulzeit stand sie auf Bühnen und liebte das Spiel. Nach ihrem Highschoolabschluss  studierte sie Schauspiel an der "Theatre School at DePaul University" in Chicago. Um sich finanziell über Wasser halten zu können und ihr Studium zu finanzieren, arbeitete sie als Kellnerin in einer Bar.

Megaerfolg mit "Akte X"

Um ihre Schauspielkarriere voranzutreiben, zog Gillian nach dem Studium nach New York um. Keine schlechte Wahl, wenn man Theater spielen will. Aber wer ins Fernsehen oder in die Kinosäle will, sollte besser nach Los Angeles ziehen, was Gillian kurze Zeit später auch tat. Nach einigen kleinen Auftritten in TV-Serien, wurde Gillian im Alter von 24 Jahren das Drehbuch zu einer neuen Serie namens "Akte X" geschickt. Sie war sofort begeistert und wollte unbedingt vorsprechen, weil dies seit langem mal wieder ein Skript mit einer starken, unabhängigen und intelligenten Frau als Hauptfigur war. Und umgekehrt war auch der Produzent Chris Carter augenblicklich von Gillian begeistert. 

Der Sender "Fox" war allerdings gar nicht angetan – sie wollten eine Schauspielerin mit mehr TV-Erfahrungen und mehr Sex-Appeal. Doch Carter konnte sich durchsetzen, überzeugte den Sender und so erhielt Gillian schließlich die Rolle des Special Agent Dana Scully. Zunächst angenommen, die Serie würde für eine Staffel produziert, ging Gillian für ganze neun Staffeln von 1993 bis 2002 zusammen mit ihrem Kollegen Fox Mulder, gespielt von David Duchovny, den unheimlichen Fällen des FBI nach. Die Serie, samt der beiden Filme "Akte X – Der Film" (1998) und "Akte X – Jenseits der Wahrheit" (2008), wurde ein riesiger Erfolg und Gillian heimste mit zahlreichen Nominierungen und einem Emmy Award, einem Golden Globe und zwei Screen Actors Guild Awards so ziemlich alles ab, was man im Fernsehbusiness gewinnen kann.

Die Zeit nach "Akte X"

Nach dem Ende von "Akte X" zog es Gillian zurück nach London, wo sie sich am heimischsten fühlt. Dort spielte sie wie in früheren Zeiten viel Theater und wirkte in britischen Filmproduktionen mit. Viel Lob erntete sie für ihre Darstellung der Lady Dedlock in der BBC-Verfilmung des Charles Dickens-Romans "Bleak House" (2005), die ihr eine Emmy- und  eine Golden-Globe-Nominierung einbrachte. Seit 2013 spielt sie die Hauptrolle der Stella Gibson in der Krimiserie "The Fall – Tod in Belfast".

"Akte X" lässt sie nicht los

Lange wurde spekuliert, ob es ein dritter Film der "Akte X"-Reihe in die Kinos schaffen würde oder ob es eine Neuauflage der Serie geben würde. Und tatsächlich: Am 8. Juni 2015 begannen die Dreharbeiten für sechs neue Folgen der Erfolgsserie, in der Anderson neben David Duchovny wieder in die Rolle der Dana Scully schlüpft - 2016 ging die Serie auf Sendung. Im April 2017 wurde die Produktion einer zehn Folgen umfassenden elften Staffel angekündigt, die seit dem 3. Januar 2018 beim US-Sender Fox läuft.

Neuer Serienerfolg "American Gods"

Gute Zeiten für alle "Akte X"-Fans! Aber Gillian Anderson beweist immer wieder, dass sie auch abseits ihrer Paraderolle Dana Scully zu glänzen weiß. Seit 2017 spielt sie in der Fantasyserie "American Gods" von Bryan Fuller und Michael Green die Rolle der Media und überzeugt auf ganzer Linie. 

Gillian Anderson tut Gutes

Doch nicht nur vor der Kamera macht die Schauspielerin eine gute Figur, Gillian Anderson engagiert sich zudem für eine Vielzahl wohltätiger Zwecke. 2008 wurde sie zur Mitbegründerin der Organisation "South African Youth Education for Sustainability" (SA-YES), die Kinder und Jugendliche in Südafrika unterstützt. Außerdem macht sie sich für die Menschenrechtsorganisation "Survival International" stark. "Mum, Actress, Activist, Writer, Producer, Director, Dark Chocolate Lover" – so beschreibt sich Gillian auf Twitter und besser hätten wir es auch nicht zusammenfassen können. 

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