Starporträt George Lucas






Offiziell ist die Temperatur am 20. Januar um null Grad. Aber es weht ein eisiger Wind, der jedem zu schaffen macht. Auch Stars wie George Lucas (Mitte, weißes Haar) sind bereits ab 9 Uhr morgens vor dem Capitol und frieren! Seine Freundin Mellody Hobson (mit schwarzem Hut) hat sich an ihn gekuschelt in der Hoffnung, dass es ein bischen wärmer wird.
Steckbrief
- Vorname George Walton
- Name Lucas Jr.
- geboren 14.05.1944, Modesto, Kalifornien/ USA
- Sternzeichen Stier
- Jahre 79
- Grösse 168 cm
- Partner Mellody Hobson (verheiratet) Marcia Lucas (geschieden) Amy Allen
- Kinder Amanda (*1981) Katie (*1988) Jett (*1993) Everest (*2013)
Das weiß nicht jeder
Obwohl George Lucas als einer der großen Visionäre im Bereich Filmtechnologie gilt, verlässt er sich beim Schreiben ganz auf analoge Hilfsmittel: Drehbücher verfasst er am liebsten per Hand.
Die Figur des weltraumreisenden Draufgängers Han Solo, einer der beliebtesten "Star Wars"-Charaktäre, entwarf George Lucas nach dem Vorbild seines langjährigen Freunds Francis Ford Coppola.
Darth Vader hingegen, der große Bösewicht der "Star Wars"-Filme, ist inspiriert von Doctor Doom, einem Comicschurken aus dem Hause Marvel und Erzfeind der Fantastischen Vier.
Obgleich er in allen möglichen Bereichen der Filmproduktion gearbeitet hat, bleibt seine Lieblingsphase das Schneiden der endgültigen Version.
George Lucas ist ein bekennender Philanthrop. Die Hälfte seines beachtlichen Vermögens hat er an wohltätige Projekte gespendet. Er unterhält außerdem eine Stiftung zur Förderung innovativer Schulprojekte.
2003 war der zweite Teil der "Star Wars"-Saga für sieben "Goldene Himbeeren" nominiert, eine davon nahm Lucas für das schlechteste Drehbuch mit nach Hause.
Durch eine Spende für das im Bau befindliche Oscar-Museum in LA ermöglichte er, dass Jugendliche unter 18 Jahren immer freien Eintritt haben.
Biografie von George Lucas
Ohne Frage gehört George Lucas zu den Giganten Hollywoods. Mit seiner "Star Wars"-Saga hat er sich nicht nur in die Herzen seiner Fans, sondern auch in das popkulturelle Bewusstsein der westlichen Welt eingeschrieben. Dabei wollte er ursprünglich gar nicht ins Filmgeschäft.
Jugendtraum: Rennfahrer
Aufgewachsen ist der spätere Milliardär in Modesto (Kalifornien), wo seine Eltern einen Schreibwarenladen führten. Während der High-School war es seine große Ambition, Profi-Rennfahrer zu werden. Deshalb trieb sich der junge George auch vor allem auf Untergrund-Rennen und in Garagen herum, um so viel wie möglich zu lernen. Doch dann setzte ein schlimmer Unfall seinem Traum ein Ende: Er wurde von einem anderen Fahrer gerammt, sodass sein Wagen sich überschlug und den gerade 18-jährigen Autobegeisterten fast tötete. Diese Erfahrung veränderte ihn und auch seine Sicht auf das Leben. In den zwei Wochen, die er anschließend auf der Intensivstation verbringen musste, fasste er schließlich den Entschluss, die Motorsport-Karriere aufzugeben und sich stattdessen anderem zu widmen.
Das Imperium des George Lucas
Für sein Filmstudium schrieb Lucas sich an der Universität von Südkalifornien ein, wo er seinen späteren Freund und Kollegen Steven Spielberg traf. Zu dieser Zeit schon stellte er fest, dass er sich selbst eher als Filmemacher verstand, der selbstständig arbeitete und eigene Visionen verwirklichen wollte. Der teilweise eigensinnige Rhythmus, den er sich dabei angewöhnte, passte nicht recht zur rigorosen Arbeit der großen Hollywoodstudios. Trotzdem ließ er sich darauf ein, seinen ersten großen Spielfilm, ein Projekt mit dem Titel "Star Wars", zusammen mit 20th Century Fox zu produzieren. Beim Studio erwartete man sich keinen großen Erfolg von dem Projekt, weshalb man sich auch darauf einließ, dem jungen Querdenker die Fortsetzungs- sowie Merchandising-Rechte zu überlassen. Das Insistieren hierauf sollte sich über die nächsten Jahrzehnte als Geniestreich herausstellen: Nicht nur hatte die innovative Space Opera unerwarteten Erfolg an den Kinokassen und spielte insgesamt 775 Millionen Dollar ein - der Film wurde sogar für zehn Oscars nominiert und war ein bahnbrechender Erfolg beim Publikum. George Lucas hatte den Grundstein für ein über die Dekaden hinweg wachsendes Imperium gelegt.
Erfolg auf Erfolg
1980 und 1983 folgten die beiden Fortsetzungen zum ursprünglichen "Star Wars"-Film, die einen ähnlichen Erfolg verzeichneten. So auch die Kult-Filmreihe "Indiana Jones", bei der sein Freund Steven Spielberg die Regie übernahm. Für Produktion und Special Effects sorgte der ambitionierte Filmemacher stets selbst mit seinen 1971 und 1975 gegründeten Firmen "Lucasfilm" und "Industrial Lights and Magic".
2012 verkaufte er Lucasfilm samt aller Rechte an der "Star Wars"- Reihe für unglaubliche 4 Milliarden Dollar an Disney. Die Trennung von seinen "Kindern", wie er die Filme nennt, fiel ihm schwer: "Ich liebe sie, ich habe sie erschaffen, ich bin sehr eng mit ihnen verbunden." Aber der erfolgreiche Filmemacher lehnte sich nicht einfach zurück, sondern widmete sich seinem Projekt als begeisterter Kunstsammler. Das "Lucas Museum of Narrative Art" soll 2021 eröffnet werden.
Hinter den Kulissen
Mit Informationen über sein Privatleben hielt sich der Philanthrop stets zurück. Die große Glamourfabrik Hollywoods mied er, wo es ging. 1969 heiratete er die Cutterin Marcia Lou Griffin, von der er sich aber zwei Jahre später wieder scheiden ließ. Mit der Adoption 1981 bekam Lucas sein erstes Kind: Tochter Amanda. Als alleinerziehender Vater sollte der erfolgreiche Filmunternehmer noch zwei weitere Kinder adoptieren, Tochter Katie und Sohn Jett. 2006 schließlich begann er, Mellody Hobson zu daten, Vorstandsvorsitzende von DreamWorks Animations. Mit ihr scheint er endlich sein privates Glück gefunden zu haben - 2013 heirateten die beiden und noch im selben Jahr kam Tochter Everett zur Welt, die sie von einer Leihmutter hatten austragen lassen. Gemeinsam lebt die kleine Familie auf einer Ranch in Kalifornien.