Starporträt

Franziska Hildebrand

Franziska Hildebrand ist eine deutsche Biathletin. Weit weg vom Schnee begann ihre Karriere

Franziska Hildebrand

  • Geboren , Halle (Saale) / Deutschland
  • VornameFranziska
  • Name Hildebrand
  • Jahre33
  • Grösse 1.62 m

Biografie von Franziska Hildebrand

Südlich von Magdeburg ist Franziska Hildebrand in Halle an der Saale geboren und lebte viele Jahre mit ihren Eltern und Zwillingschwester Stefanie in Köthen (Anhalt). Zusammen mit ihrer Schwester sauste sie schon früh auf Rollerskiern die asphaltierten Straßen runter. Da sie nicht in den Bergen wohnte, kam Franziska über das sommerliche Pendant, dem Sommerbiathlon, zum Wintersport. Erst später wechselte sie in den Schnee.

In den ersten Jahren ihrer Biathlon-Laufbahn wurde Franziska Hildebrand von ihrem Vater Wolfgang trainiert. Der Erfolg stellte sich jedoch erst ein, als sie Richtung Berge zog, nach Ruhpoding. Sie hatte zu dieser Zeit das Gefühl, sportlich zu stagnieren. Ihre Karriere stand auf der Kippe. "Ich wollte aber nicht aufgeben, fand in Ricco Groß einen Trainer, der an mich glaubte." Von da an ging es bergauf. Dennoch blieb sie der Heimat treu und startet noch heute im Sommer als Sommerbiathletin für die Privilegierte Schützengilde zu Cöthen von 1443. Im Winter kämpft sie für den WSV Clausthal-Zellerfeld.

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Franziska traut sich in den Schnee

Durch erste Erfolge als Sommer-Biathletin schaffte es Franziska in den Schnee. So errang sie beispielsweise 2004 bei der Junioren-EM in Clausthal-Zellerfeld den Titel sowie im Verfolgungsrennen die Silbermedaille. Erstes Großereignis bei den Frauen wurden die Sommerbiathlon-Europameisterschaften 2009 in Nové Město, bei der sie in der Disziplin Sprint den achten Rang, im Massenstart den elften Rang und in der Mixed-Staffel den fünften Rang erreichte. Im Winter 2005/2006 debütierte Franziska international zu Beginn der Junioren-Europacup-Saison im Winterbiathlon. Beste Resultate erzielte sie mit einem Sieg im Sprint von Altenberg im Jahr 2006 und durch den Gewinn des Einzels in Obertilliach 2007.

2008 ging Franziska Hildebrand zum ersten Mal beim Biathlon-Europacup an den Start. Ihre erste Medaille im Erwachsenenbereich ergatterte sie bei den Biathlon-Europameisterschaften 2010 in Otepää als sie im Einzel den dritten Platz belegte. Am darauffolgenden Tag konnte sie zusammen mit ihrer Schwester Stefanie und den Teamkolleginnen Kathrin Hitzer und Juliane Döll in der Staffel Gold gewinnen.

Durch Leidenschaft und Hingabe an die Weltspitze

In der Saison 2012/2013 konnte Franziska beim Rennen in Oberhof vor heimischen Publikum mit der deutschen Staffel den dritten Platz und somit ihren ersten Podestplatz im Weltcup verzeichnen. Einige Tage später gewann sie in Antholz den Staffelwettkampf im Weltcup. Bei den Biathlon-Weltmeisterschaften 2013 in Nové Město na Moravě wurde Franziska als Rookie of the Year (deutsch: Neuling des Jahres) für ihre vergangene Saison ausgezeichnet. "Grundlage für ihre guten Ergebnisse ist ihre über dem Durchschnitt liegende Schießleistung", so der Bundestrainer Gerald Hönig. Mit durchschnittlich 88 % Trefferquote liegt Franziska Hildebrand beständig auf einem hohen Niveau. Die Staffel liegt ihr, denn bei der WM 2015 errang sie mit dieser die Goldmedaille. Das Jahr 2016 startete Franziska mit ihrem zweiten Weltcup-Sieg im Sprint in Ruhpolding. Im Vorfeld der WM 2017 in Hochfilzen feilte sie intensiv an ihrem Laufstil, um bei den Rennen noch bessere Ergebnisse zu erzielen – leider mit mäßigem Erfolg bei den Einzelrennen, in denen sie es diesmal nicht unter die ersten 15 schaffte. Dafür bescherte sie ihrem Team bei der Staffel die Führungsposition, was erneut mit Gold belohnt wurde. Als dienstälteste im Team der Frauen hält sie ihre Truppe zusammen, ist als echte Teamplayerin geschätzt.

Franziska geht ihren eigenen Weg

Franziska ist aber auch eine ehrgeizige und selbstbestimmte Einzelkämpferin. "Natürlich sind wir eine prima Mannschaft, in der das Klima so gut ist wie lange nicht. Doch gleichzeitig sind wir auch alle Konkurrentinnen. Jede kämpft für sich." Sie selbst geht ihren eigenen Weg. Auch beim Training lässt sie sich ungern reinreden. Beim Biathlon gehört es zwar dazu, sich selbst zu schinden, Franziska hört dabei allerdings auf die Signale ihres Körpers. Wenn sie sich fit fühlt, sprintet sie auch zehn Mal hintereinander die 400 Meter. Doch wenn sie sich nicht so gut fühlt, pausiert sie auch mal. Richtig so, Franziska!