Starporträt

Fatih Akin

Das Ringen mit verschiedenen Kulturen – schon immer wollte Fatih Akin Filme machen, um genau diese Geschichten zu erzählen

Fatih Akin

  • Geboren , Hamburg / Deutschland
  • VornameFatih
  • Jahre44
  • Name Akin
  • Grösse 1.8 m
  • Sternzeichen Jungfrau
  • Partner Monique  Akin (verheiratet)
  • Kinder Emin  (*2005)

Biografie von Fatih Akin

Bereits in seiner Jugend schrieb Kurzgeschichten und Drehbücher, schon immer war er von Worten und Geschichten fasziniert. Erste Filmversuche mit einer Super-8-Kamera und Zeit am Theater bestimmten seine Jugend. Anfang der 1990er, immer noch zu Schulzeiten, war er als Aushilfe in einer Filmproduktionsfirma tätig. Doch dabei blieb es nicht, sein Talent wurde erkannt und Fatih arbeitete zunehmend als Schauspieler, Regisseur und Schreiber. Während seines Studiums der Visuellen Kommunikation entstanden seine ersten beiden Kurzfilme "Sensin" und "Getürkt".

"Gegen die Wand" – gelobt und ausgezeichnet

1998 dann der nächste große Schritt für Fatih als Regisseur: Sein Spielfilmdebüt "Kurz und Schmerzlos", eine Geschichte über die Freundschaft einer türkisch-griechisch-serbischen Gang in Hamburg. Mit "Im Juli" und "Solino" folgten weitere Regiearbeiten. International von sich reden machte Fatih 2004 mit "Gegen die Wand" mit Birol Ünel und in den Hauptrollen. Das Drama um traditionelle Moralvorstellungen und dem Entkommen dieser wurde mit dem Goldenen Bären, dem Deutschen Filmpreis und dem Europäischen Filmpreis ausgezeichnet.

Trilogie "Liebe, Tod und Teufel"

"Gegen die Wand" war der erste Teil einer geplanten Trilogie über Liebe, Tod und Teufel. 2007 folgte der zweite Teil "Auf der anderen Seite" über das miteinander verflochtene Schicksal von sechs Menschen aus drei Familien und zwei Generationen deutscher und türkischer Herkunft. Den Abschluss der Trilogie bildet Fatihs bisher teuerster und aufwendigster Film "The Cut", der vor dem Hintergrund des Völkermords an den Armeniern spielt. Im Gegensatz zu den beiden Vorgängerfilmen floppte "The Cut" jedoch aufgrund schlechter Kritiken an den Kinokassen.

Megaerfolg "Soul Kitchen"

Wie gut, dass "Soul Kitchen" in der Zwischenzeit in den Kinos lief. Die Komödie über Menschen im Umfeld eines von Schließung bedrohten Restaurants und Fatihs Liebeserklärung an seine Heimatstadt Hamburg kam sowohl bei den Kritikern als auch beim Kinopublikum äußerst gut an.

Er dreht auch Dokumentarfilme

Mit "Crossing The Bridge – The Sound of Istanbul" hat Fatih bewiesen, dass er nicht nur Spielfilme drehen, sondern auch mit Dokumentationen glänzen kann. Auf der musikalischen Entdeckungsreise durch Istanbul werden von Straßenmusikern bis zum türkischen Superstar die vielfältigen Klänge der türkischen Metropole eingefangen. 2012 legte er die Doku "Müll im Garten Eden" nach, ein Film, der die Geschichte rund um ein kleines türkisches Dorf erzählt, neben dem eine riesige Mülldeponie erbaut wird.

Fatih Akin hat es einfach drauf

Doch am meisten Anklang finden nach wie vor seine Spielfilme. Nach dem riesigen Erfolg von "Soul Kitchen" begeisterte der Filmemacher im Jahr 2016 mit der Romanverfilmung "Tschick" nach dem gleichnamigen Buch von . Der Streifen wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter auch der Bayerische Filmpreis in der Kategorie "Bester Jugendfilm" sowie der Europäische Filmpreis in der Sparte "Publikumspreis – Bester Kinderfilm".

Die deutsche Oscarhoffnung "Aus dem Nichts"

Bei all den Erfolgen, die Fatih Akin in der Vergangenheit feiern konnte, legte er 2017 noch einen drauf. Sein Thriller "Aus dem Nichts" mit in der Hauptrolle über einen Terroranschlag zweier Neonazis in Hamburg wurde von Kritikern mit Lob überschüttet. Kein Wunder, dass der Film im August 2017 als deutscher Kandidat für die Oscarverleihung 2018 vorgeschlagen wurde. Und im Januar 2018 jedenfalls schon mal den fast ebenso glorreichen Golden Globe gewann. Was für ein Meisterstück vom Mann aus Hamburg.