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Starporträt Emma Corrin

Man nimmt dieser Mittzwanzigerin mit dem makellosen Gesicht das landadlige Fräulein ebenso ab wie das Glamourgirl, die Großstadtlady oder die patzige kleine Indie-Göre. Emma Corrin, die Diana-Darstellerin aus "The Crown",  hat damit das Potential, mehr zu werden als nur eine der heißesten Newcomerinnen des Jahres 2020.

Steckbrief

  • Vorname Emma-Louise
  • Name Corrin
  • geboren 01.12.1995, Tunbridge-Wells, Kent, England/ UK
  • Sternzeichen Schütze
  • Jahre 25
  • Grösse 1.73 m

Biografie von Emma Corrin

Doch was katapultierte die Britin in diese komfortable Startposition? Es gelang Emma Corrin, sich die aufmerksamkeitsstärkste Rolle in der aktuellen Staffel der Netflix-Erfolgsserie "The Crown" zu sichern: Prinzessin Diana. Nun sind die Blätter voller Achs und Ohs darüber, wie sehr sie in den Szenen doch der tragisch lebenden Princess of Wales ähnele und ab und zu darf sie auch noch dazu Stellung nehmen, ob sie Parallelen zwischen Lady Di und Meghan Markle ausmachen kann.

Kindheit in Kent

Aufgewachsen ist Emma-Louise in einer wohlhabenden Familie in einer Kleinstadt in Kent. Der Vater ein Geschäftsmann, die Mutter eine Logopädin aus Südafrika, zwei jüngere Brüder. Ihre Schulzeit verbracht sie auf einem katholischen Mädcheninternat, das Jahr nach dem Schulabschluss teils als Hilfslehrerin in Südafrika - und bei einem Shakespeare-Kurs an der "London Academy of Music and Drama". Das Theaterfieber hatte sie schon in der Schule gepackt. Auch ihr Studium in Bristol und Cambridge drehte sich um Theater, auch wenn sie die Aufnahme in eine echte Drama-School zunächst nicht schaffte und sich über den Umweg der "Lehre von Englischer Literatur und Theater" an das Studiensubjekt ranrobben musste.

Erster TV-Erfolg - und "The Crown"

Nach einem Kurzfilm und einem Ein-Episoden-Auftritt in einer TV-Serie gabs den ersten Achtungserfolg für die junge Schauspielerin mit den stahlgrauen Augen und dem braven Mittelscheitel: Als Nachtclubtänzerin Esme Winikus fand die in der ersten Staffel von "Pennyworth" erste Fans. Und die ersten Lorbeeren halfen sicherlich auch, als es ans Casting für Netflixes Royal-Drama mit Wirklichkeitsbezügen zum britischen Königshaus ging.

Für "The Crown" wurde eine passende "English Rose" gesucht, ein möglichst unverbrauchtes Gesicht, eine Schauspielerin, die in die Rolle der Ikone aller Schluchz-Royalisten schlüpfen könnte: die unglückliche Prinzessin Diana. Die in der anstehenden vierten Staffel der Serie auf Prinz Charles treffen, diesen heiraten und am Jobprofil sowie den schwierigen und eher preußischen Familienzügen verzweifeln sollte.

Was im Casting auch noch geholfen haben soll: die sofortige Chemie zwischen Corrin und dem designierten Charles-Darsteller Josh O'Connor. "The Crown"-Produzentin Suzanne Mackie verriet dem Branchenblatt "Variety", es sei "eine der herausragendsten, intuitivsten Entscheidungen in meiner Berufslaufbahn" gewesen.
Im April 2019 wurde die Neuigkeit verkündet, die Dreharbeiten für die vierte Staffel begannen und Emma konnte an der Seite von Olivia Colman und Josh O'Connor in die Rolle der Prinzessin Diana schlüpfen. Voller Ehrfurcht und Freude schrieb Corrin auf Instagram: "Prinzessin Diana war eine Ikone und ihr Einfluss auf die Welt war tiefgreifend und inspirierend. Die Chance zu haben, sie durch Peter Morgans Schreiben zu erkunden, ist eine bemerkenswerte Möglichkeit. Ich werde mein Bestes geben, um ihr gerecht zu werden".

Auch das Kino findet die junge Mimin jetzt interessant: In dem Spielfilm "Misbehaviour" flimmert sie neben Keeley Hawes, Keira Knightley und Gugu Mbatha-Raw in einer Nebenrolle über die Leinwand.

Und was macht Emma Corrin sonst?

Ihr Instagram-Account @emmalouisecorrin zeigt ebenfalls die schon erwähnten vielen Facetten der Emma Corrin. Sie taugt als Werbegesicht, sie strahlt in Schwarz-Weiß-Fotos, und dann wieder das ganz natürliche Mädchen, in dem mehr Kent als London steckt, das mit Freunden herumalbert und auf Festivals oder im Park spazieren geht. 

Doch man sieht auch, das Emma kein Püppchen ist, dass sie sich stark macht für Themen, die ihr am Herzen liegen - Bildung, Feminismus, Black lives Matter, Aids-Aufklärung, Krebshilfe. Sie verrenkt sich für die Kamera, sitzt gern im Schneidersitz (das schildern auch Interviewer) und findet offenbar auch nichts dabei, mit ihrem Hund Karten zu spielen.

Was kann aus Emma Corrin noch werden? Eine, die am Prestige dieser ersten großen Rolle zerbricht und auf ewig daran gemessen wird? Dafür sind die Reaktionen der Zuschauer und Kritiker vielleicht nicht schwelgerisch und euphorisch genug. Das muss Emma nicht traurig machen. Für sie könnte es die Chance bedeuten, auch weiterhin die mit den vielen Facetten zu sein - und uns noch in vielen weiteren Rollen zu überraschen.