Starporträt Denzel Washington
Robert McCall (Oscar-Preisträger Denzel Washington) ist ein ehemaliges Mitglied eines verdeckt operierenden Spezialkommandos. Offiziell wird er für tot gehalten, um ein ruhiges Leben in Boston zu führen. Doch eines Tages muss er seinen selbst gewählten Ruhestand aufgeben, um die junge Teri (Chloë Grace Moretz, „Kick Ass“) zu retten. Plötzlich sieht er sich ultragewalttätigen russischen Gangstern gegenüber...
Das "Hit-Girl" aus dem Kinofilm "Kick-Ass" hat es als Hollywoodschauspielerin weit gebracht. Die Ex-Freundin von Brooklyn Beckham dreht heute neben Stars wie Zack Efron und Denzel Washington.
Steckbrief
- Vorname Denzel Hayes
- Name Washington
- geboren 28.12.1954, Mount Vernon, New York / USA
- Sternzeichen Steinbock
- Jahre 69
- Grösse 185 cm
- Partner Pauletta Washington (verheiratet)
- Kinder John David (*1984) Katia (*1986) Olivia (*1991) Malcolm (*1991)
Das weiß nicht jeder
1995 wurde Denzel Washington vom Empire Magazin zu einem der 100 sexiesten Stars der Filmgeschichte gewählt. Ein Jahr später wurde er sogar vom People Magazin zum Sexiest Man Alive gekürt.
Eine skurrile Begegnung im Kosmetiksalon: Denzel spielte im Salon seiner Mutter, als eine Kundin ihn erblickte und auf einem Zettel unter der Überschrift „Prophezeiung“ schrieb, dass Denzel eines Tages zu Millionen Menschen sprechen würde. Denzel behielt diesen Zettel jahrelang in seinem Portemonnaie – wohl in der Hoffnung, dass die Prophezeiung wahr werden würde.
Als Kind brach Denzel sich den kleinen Finger so unglücklich, dass er nie wieder richtig zusammenwuchs. Jahrzehnte lang war er krumm und schief, bei manchen Bewegungen ploppte der Finger sogar aus dem Gelenk. Keine schöne Vorstellung! Mittlerweile bleiben solche Zwischenfälle zum Glück aus, Denzel hat den Finger operieren lassen.
Denzels Sohn Malcolm erhielt seinen Namen zu Ehren von Malcolm X.
Denzel Washington hat Ausdauer! Für seinen Film „Hurricane“ (1999) trainierte er ein ganzes Jahr lang mit einem Boxtrainer.
Denzel wurde nach seinem Vater benannt, welcher wiederum nach dem Arzt benannt wurde, der ihn zur Welt brachte. Denzel betont jedoch, dass die beiden Namen zwar gleich geschrieben, jedoch unterschiedlich ausgesprochen werden: Der Name seines Vaters wird auf der ersten Silbe betont (DENzel), während bei seinem Namen die Betonung auf der zweiten Silbe liegt (denZEL).
La dolce vita! Denzel verbringt so gut wie jeden Sommer mit seiner Familie in Italien.
Was für ein Lob! Nach den gemeinsamen Dreharbeiten zu „Philadelphia“ (1993) sagte Tom Hanks, dass die Arbeit mit Denzel für ihn wie Schauspielunterricht war. Er habe von Denzel mehr über Schauspielerei gelernt als von irgendwem sonst.
1995 lehnte Denzel zu Gunsten eines anderen Films die Rolle des David Mills in „Sieben“, die stattdessen an Brad Pitt ging, ab. Rückblickend gefragt, welche nicht gespielte Rolle er am meisten bereue, antwortete er: Brad Pitts Rolle in „Sieben“.
Biografie von Denzel Washington
Was gibt es über Denzel Washington zu sagen? Die wichtigen Dinge sind schnell erzählt: gefragter und skandalfreier Hollywood-Schauspieler, seit Jahrzehnten glücklich mit derselben Frau verheiratet, vier Kinder und zweiter schwarzer Schauspieler, der zwei Oscars gewann. Doch fangen wir von vorne an.
Wie alles begann
Denzel wurde 1954 in einer Stadt im Bundesstaat New York als zweites von drei Kindern geboren. Seine Mutter besaß und leitete einen Schönheitssalon, sein Vater war Prediger. Als Denzel 14 Jahre alt war, trennten sich seine Eltern. Seine Mutter entschied, Denzel auf eine Privatschule zu schicken, wofür Denzel ihr bis heute dankbar ist: "Diese Entscheidung veränderte mein Leben. Ich hätte nicht überlebt, wenn ich weitergemacht hätte wie bisher. Die Jungs, mit denen ich abhing, haben zusammen inzwischen bestimmt 40 Jahre im Gefängnis abgesessen. Sie waren nette Jungs, aber die Straße hat sie gekriegt." Nach seinem Abschluss begann er zu studieren, probierte sich aus. Zunächst entschied er sich für Biologie in der Hoffnung Arzt zu werden. Die Idee hat er schnell aufgegeben und wechselte zu Politikwissenschaften. Aber auch das schien nicht das richtige für Denzel gewesen zu sein. Letztendlich, aller guten Dinge sind drei, begann er ein Journalismus-Studium und brachte dieses mit einem Bachelorabschluss zu Ende.
Der Beginn der Schauspielerei
Bereits während seiner Unizeit spielte er Theater und dass die Schauspielerei genau sein Ding war, kristallisierte sich immer mehr heraus. Doch die Entscheidung, sich voll und ganz der Kunst hinzugeben, fiel dem angehenden Schauspieler nicht leicht. Sein eigentlicher Traum war es, Priester zu werden. Als gläubiger Christ liest er jeden Tag die Bibel und spielt sogar noch heute mit dem Gedanken, das Showbiz gegen den Priesteraltar einzutauschen. Doch damals fiel die Entscheidung: Nach Ende seines Studiums ging er nach San Francisco, dort ergatterte er ein Engagement am Theater. Zurück in New York sollte es erst richtig losgehen. Im Alter von 27 Jahren drehte er seinen ersten Kinofilm. In den kommenden Jahren hatte Denzel einige kleine Rollen, unter anderem in einer Fernsehserie.
Der große Durchbruch und der erste Oscar
Dann 1989 der große Durchbruch, samt Oscar- und Golden Globe-Gewinn: Im Bürgerkriegsdrama "Glory" verkörperte er den Soldaten Private Trip und alle Welt klatschte. 1992 folgte "Malcolm X" – spätestens nun hatte Denzel sich in Hollywood endgültig einen Namen gemacht. In den kommenden Jahren war er Teil vieler großer Produktionen. So spielte er beispielsweise an der Seite von Julia Roberts in "Die Akte", neben Tom Hanks in dem AIDS-Drama "Philadelphia" und mit Angelina Jolie in "Der Knochenjäger". 2002 konnte Denzel seinen zweiten Oscar für die Darstellung des korrupten Polizisten in "Training Day" einheimsen. Jüngst machte der talentierte Schauspieler mit Filmen wie "Flight", "The Equalizer" ("The Equalizer 2" 2018 & "The Equalizer 3" September 2023), "Roman J. Israel, Esq. – Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit" und ''The Tragedy of Macbeth'' von sich reden.
Denzel als Regisseur
Nach all den großen Erfolgen in der Schauspielerei hatte Denzel vielleicht das Gefühl, er brauche eine neue Herausforderung. Diese fand der im Regie führen – und das macht er ausgesprochen gut! 2002 drehte er den Film "Antwone Fisher", in dem er selbst die Rolle eines Militärpsychologen übernahm. Fünf Jahre später folgte das Drama "The Great Debaters", in dem sich Denzel ebenso eine Hauptrolle sicherte. Als Rhetorikprofessor organisiert er den Debattierclub eines Colleges in Texas, in dem er afroamerikanischen Studenten Redekunst beibringt. 2016 dann erschien sein drittes Regiewerk "Fences", im dem er sich neben "How to Get Away with Murder"-Star Viola Davis die männliche Hauptrolle sicherte.
Denzels privates Familienglück
Die große Liebesgeschichte des Vorzeige-Hollywoodpaares begann 1977 während der Dreharbeiten zu einem Film. Dort lernte Denzel seine Schauspiel-Kollegin Pauletta Pearson kennen. Von da an waren die beiden unzertrennlich. Sechs Jahre später heirateten sie, 1995 erneuerten sie ihr Ehegelübde. Vier Kinder, John David (* 1984), Katia (* 1986) und die Zwillinge Olivia und Malcolm (* 1991), krönten das Liebesglück des skandalfreien Hollywoodpaares.
Denzel ist "der Beste" …
… Schauspieler des 21. Jahrhunderts. Diese Auszeichnung gab ihm die New York Times 2020. Und 2022 kam eine noch ehrenvollere Auszeichnung hinzu, von ganz oben. In den USA verleiht das aktuelle Staatsoberhaupt jedes Jahr die Presidential Medal of Freedom. Eine Auszeichnung für Menschen, die einen herausragenden Beitrag für die amerikanische Gesellschaft geleistet haben. (vergleichbar mit dem Bundesverdienstkreuz). So wurde auch Denzel Washington 2022 ins Weiße Haus eingeladen, um diese Auszeichnung von Präsident Joe Biden feierlich überreicht zu bekommen.
Die bekanntesten und erfolgreichsten Filme von und mit Denzel Washington
- 1989: Glory
- 1992: Malcolm X
- 1993: Die Akte
- 1993: Philadelphia
- 1995: Crimson Tide – In tiefster Gefahr
- 1996: Rendezvous mit einem Engel
- 1996: Mut zur Wahrheit
- 1998: Spike Lee's Spiel des Lebens
- 1999: Der Knochenjäger
- 2000: Gegen jede Regel
- 2001: Training Day
- 2002: Antwone Fisher (auch Regie)
- 2002: John Q – Verzweifelte Wut
- 2003: Out of Time – Sein Gegner ist die Zeit
- 2004: Der Manchurian Kandidat
- 2006: Inside Man
- 2006: Déjà Vu – Wettlauf gegen die Zeit
- 2007: American Gangster
- 2007: The Great Debaters (auch Regie)
- 2009: Die Entführung der U-Bahn Pelham 123
- 2010: The Book of Eli
- 2012: Safe House
- 2012: Flight
- 2014: The Equalizer
- 2016: Die glorreichen Sieben
- 2016: Fences (auch Regie)
- 2017: Roman J. Israel, Esq. – Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit
- 2018: The Equalizer 2
- 2021: The Tragedy of Macbeth
- 2023: ''The Equalizer 3''