Starporträt

David Lynch

Was darf es sein? Ein Film, ein Gemälde, ein Foto oder vielleicht ein Song? Für den Ausnahmekünstler David Lynch nicht das geringste Problem.

David Lynch

  • Geboren , Missoula, Montana
  • VornameDavid Keith
  • Name Lynch
  • Jahre74
  • Grösse 1.8 m
  • Partner Peggy Lynch (verheiratet von 1967 - 1974); Mary Fisk (verheiratet von 1977 - 1987); Harry Sweeney (verheiratet von 2006 - 2007); Emily Stofle (verheiratet seit 2009)
  • Kinder Jennifer  (*1968); Austin  (*1982); Riley  (*1992); Lula Boginia  (*2012)

Biografie von David Lynch


David Lynchs Phase der künstlerischen Selbstfindung

Recht früh, mit circa 14 Jahren, entwickelte David Lynch ein Faible für die Malerei, obwohl er darin keine wirklichen Zukunftsperspektiven für sich sah. Schließlich mietete er sich zusammen mit dem heutigen Szenenbildner und Regisseur Jack Fisk ein Studio, in dem sie ihrer Kreativität freien Lauf lassen konnten. Als richtungsgebend für sein künstlerisches Schaffen nennt Lynch das Buch "The Art Spirit" von Robert Henri.

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©Gala

Doch auch während seines Studiums an der Pennsylvania Academy of Fine Arts fehlten ihm zwei bestimmte Komponenten neben der Malerei, und zwar die Bewegung und der Ton.

Die Beginne seines Filmschaffens mit ersten Erfolgen

Zwischen 1967 und 1968 wagte sich David Lynch erstmals an die Kamera und drehte mit finanzieller Unterstützung eines Kommilitonen den Kurzfilm "Alphabet". Diesen Film, zusammen mit einem Drehbuch, reichte David Lynch beim American Film Institute (AFI) für ein Stipendium ein, um damit ein weiteres Filmprojekt umsetzen zu können. Sein Vorhaben gelang und mit der frischen Geldspritze finanzierte er einen Film mit dem Namen "The Grandmother". Dieser wurde auf unterschiedlichen Festivals gezeigt und bescherte ihm neben dem "Critics’ Choice Movie Award" zudem die Möglichkeit, an der AFI ("Center for Advanced Film Studies") in Los Angeles, unter anderen an der Seite von Terrence Malick, zu studieren.

"Eraserhead" und der große Durchbruch

An der AFI startete David Lynch mit seinem ersten Langspielfilm mit dem Namen "Eraserhead". Ursprünglich anberaumt waren circa 40 Minuten Spielzeit, doch schließlich wurde der Film mehr als doppelt so lange und dauerte in seiner Produktion ungefähr vier Jahre. Leider riss in dieser Zeit der Geduldsfaden von der AFI und er wurde vor die Tür gesetzt. Dies hielt David Lynch aber nicht auf: er stellte den Film in einer Garage fertig. Die vielen durchzechten Nächte und Hürden auf dem Weg zur Fertigstellung erwiesen sich als lohnenswert: Ende der Siebziger wurde ein bekannter Filmverleiher auf das backfrische Werk aufmerksam und mit seiner Hilfe avancierte "Eraserhead" zu einem wahren Klassiker. David Lynch hatte es geschafft und sich mit dem Film einen Namen gemacht. 

Erfolg und Misserfolg reichten sich die Klinke in die Hand

David Lynch hatte mit seinem surrealistischen Film "Eraserhead" Aufmerksamkeit erregt. In den Siebzigern bekam er von einem Lynch-Begeisterten Produzenten das Angebot einen Film namens "Der Elefantenmensch" zu drehen. David ergriff diese Chance und mit einem Budget von stolzen fünf Millionen US-Dollar wurde der Film realisiert. Die Resonanz war national und auch international überwältigend und die Ausgaben wurden um das Vielfache wieder eingespielt. Zudem wurde der Film für ganze acht Oscars nominiert. Der sich daran anschließende Medienrummel machte David Lynch zu einem gefragten Filmemacher und bekam eine Vielzahl an Anfragen. Unter anderem wollte George Lucas ihn für seinen neuen Star-Wars-Film gewinnen. Letzten Endes entschied sich David Lynch für die Verfilmung von "Dune". Leider stellte sich der Film als ein absoluter Flopp heraus und die vorherige Hoffnung in Lynch wurde getrübt. So schnell kann es gehen! Trotz des herben Misserfolgs konnte sich Lynch wieder aufrappeln und schuf mit seinem neuen Projekt wieder einmal einen Film mit Kult-Charakter: "Blue Velvet". Nach unzähligen Ideen und Drehbüchern landete Lynch Ende der Achtziger schließlich erneut einen Volltreffer mit seiner Geschichte für "Twin Peaks" und begeisterte mit der Serie zumindest für die Dauer von zwei Staffeln ein Millionen-Publikum. Einen weiteren Erfolg konnte Lynch mit dem 2001 produzierten Film "Mullholland Drive" verzeichnen.

So viel mehr als ein bloßer Filmemacher

Obwohl Lynchs Hauptaugenmerk auf dem Film liegt, beschränkt sich sein künstlerischer Schaffensdrang nicht allein auf diese Kunstform. So hat er in der Vergangenheit Gemälde, Zeichnungen, Fotografien oder auch Grafiken angefertigt. Selbst als Autor von Songtexten und als Sänger hat er sich beispielsweise auf einem Album des Weltstars und Freunds von David Lynch, Moby, versucht.

David Lynch: eine Liste seiner Auszeichnungen (Auswahl)

  • Oscar: Nominierung als best Director - "The Elephant Man" (1980)
  • Oscar: Nominierung als best Director - "Blue Velvet" (1986)
  • Oscar: Nominierung als best Director - "Mullholland Drive" (2001)
  • Oscar: Ehren-Award für sein Lebenswerk (2019)
  • Golden Globes: Nominierung als bester Regisseur - "The Elephant Man" (1980)
  • Golden Globes: Nominierung als bestes Drehbuch - „Blue Velvet“ (1987)
  • Cannes: Goldene Palme - "Wild at Heart" (1990)
  • Cannes: Award für besten Regisseur - Mullholland Drive (2001)