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Starporträt Cro

Der Mann mit der Maske: Rapper Cro sorgt mit einem cleveren Mix aus Rap und Pop für Furore. Seine Pandabär-Maske hilft dem Rapper anonym zu bleiben.

Steckbrief

  • Vorname Carlo
  • Name Waibel
  • geboren 31.01.1990, Mutlangen / Baden-Württemberg / Deutschland
  • Sternzeichen Wassermann
  • Jahre 30
  • Grösse 1.83 m

Biografie von Cro

Die Panda-Maske ist sein Markenzeichen: Ohne sie verlässt Rapper Cro bei öffentlichen Auftritten nicht das Haus. Diese Anonymität schätzt der Musiker sehr, denn sie eröffnet ihm viele Freiräume. Schließlich kann er immer noch unerkannt auf die Straße treten. Bilder ohne die Panda-Maske existieren kaum. Doch wer verbirgt sich hinter der Maske? Und wieso überhaupt ein Panda?

Schon als Kind kreativ

Cro wurde als Carlo Waibel in Mutlangen in der Nähe von Stuttgart geboren. Die Liebe zur Musik entdeckte er schon früh. Er lernte Gitarre und Klavier spielen und nahm bereits im Alter von zehn Jahren Songs auf. Erste Erfolge mit seiner Musik feierte Cro 2011, als nach Veröffentlichung seines Mixtapes "Meine Musik" der Hip-Hop-Künstler Kaas auf ihn aufmerksam wurde und ihn Chimperator Productions vorstellte. Das Stuttgarter Independent-Label nahm ihn sofort unter Vertrag und der Schwabe blieb der Plattenfirma lange treu.

"Easy" – sein großer Durchbruch

Im November 2011 veröffentlichte Cro das Video zu seiner ersten Single "Easy". Darin trug er auch die berühmt berüchtigte Panda-Maske. Von Anfang an wollte sein Label ein Geheimnis um den jungen Künstler machen. Bevor sich Cro allerdings auf den Panda festlegte, probierte er bei seinen Auftritten verschiedene Masken und Verkleidungen aus. Spätestens mit dem Video zu "Easy" hatte sich der Panda allerdings etabliert. Dabei hätte Cro genauso gut zum Eisbär-Rapper werden können. Diese Maske stand nämlich auch zur Auswahl. Der Panda sah laut Cro aber einfach cooler aus. Mit "Easy" startete der Rapper so richtig durch. Der Song erreichte Platz zwei der deutschen Charts, sein Debütalbum "Raop" erschien im Sommer 2012 und platzierte sich direkt an der Spitze der Charts. Seitdem sind Cro und seine Maske aus der deutschen Musikwelt nicht mehr wegzudenken.

Die Geburt des Raops

So wirklich einordnen lässt sich der Musiker eigentlich nicht. Gekonnt mischt Cro poppige Melodien mit Rap-Versen. Aber wieso sollte er sich auch anpassen, wenn er stattdessen sein eigenes Genre kreieren kann? Der selbst ernannte "King of Raop" mischt also einfach ganz frech beide Musikrichtungen und scheint den Geschmack der Leute damit perfekt zu treffen.

Auszeichnungen häufen sich

Denn auch sein Nachfolgealbum "Melodie", das im Jahr 2014 auf den Markt kam, erreichte wieder die Pole Position und bekam zunächst eine Goldene Schallplatte und kurz darauf sogar Platin. Die Singleauskopplung "Traum" erlangte ebenfalls Platinstatus. Die Preise und Auszeichnungen für den deutschen Rapper häufen sich. So kann er unter anderem einen Bambi und zwei Echos sein Eigen nennen. Ein Ende seines Erfolgs ist nicht in Sicht. Gut, dass er sich als Panda sicher fühlt und nicht abhebt.

Die Maske als Schutzschild

Seine Maske sieht der Rapper nämlich als Schutzschild, das ihm dabei hilft, auf dem Boden zu bleiben. So erklärte Cro einst gegenüber dem "Spiegel": "Das ist gut für meinen Charakter. Hätte ich die Maske nicht, wäre ich glaube ich anders zu fremden Menschen. Dann hätte ich wahrscheinlich Starallüren. Wenn ich den Schutzschild Maske nicht hätte, bräuchte ich den Schutzschild des Arschlochseins. So bin ich aber nicht, ich bin nett."

Cro's versteckte Talente

Spätestens mit seinem Album "tru" dürfte den meisten seiner Fans klar sein, dass Cro mehr auf dem Kasten hat, als eine melodisch klingende Stimme. Als sein Album 2017 erschien, mit dem er mal wieder auf Platz eins der deutschen Charts landete, öffnete er für Fans und Freunde die Türen der Circle Culture Gallery, wo der gebürtige Mutlanger mit ausgestellten Bildern tiefere Einblicke in sein künstlerisches Schaffen gab.

Er nahm Abschied von Chimperator

Nach über vier Millionen verkauften Tonträgern trennte sich Cro 2018 von seinem Plattenlabel, mit dem er seinen großen Durchbruch feiern konnte. Cro wollte etwas eigenes auf die Beine stellen und ließ seinen Worten noch im Jahr der Trennung mit Chimperator Taten folgen. Mittlerweile ist er Chef eines eigenen Labels, das sich "truworks Records" nennt und hat bereits einen vielversprechenden Künstler unter Vertrag, den Rapper Badchieff.

Musik von Cro (Auswahl an Alben)

  • 2012: "Raop"
  • 2014: "Melodie"
  • 2017: "tru."