Starporträt

Chris Rock

Komiker Chris Rock hat Schützenhilfe von Eddie Murphy bekommen. Dabei hätte er, lustig und bissig wie er ist, es sicher auch ganz alleine geschafft

Chris Rock

  • Geboren , Andrews, South Carolina / USA
  • VornameChristopher Julius
  • Name Rock
  • Jahre54
  • Grösse 1.78 m
  • Partner Megalyn  Echikunwoke (aktuell); Malaak Rock (geschieden)
  • Kinder Zahra Savannah   (*2004); Lola Simone   (*2002)

Biografie von Chris Rock

Wie bei so vielen lustigen Komikern rührt auch der Humor von Christopher Julius "Chris" Rock aus unschönen Kindheitserfahrungen. Es scheint immer dasselbe Muster zu sein: Humor als Bewältigungsstrategie. Aufgewachsen ist Chris Rock im New Yorker Stadtteil Brooklyn, in dem seine Eltern, eine Sozialarbeiterin und ein LKW-Fahrer, ihn in einem weißen Viertel zur Schule schickten. "Meine Eltern nahmen an, ich würde in einer besseren Nachbarschaft eine bessere Bildung genießen. Was ich aber wirklich bekam war eine schlechtere Bildung in einer schlechteren Nachbarschaft. Und ein Haufen Schläge." Chris wurde von seinen Mitschülern gehänselt und verprügelt, weil er schwarz war – und zwar dermaßen gewalttätig, dass er gemeinsam mit seinen Eltern entschied, die Schule nach der zehnten Klasse ohne Abschluss zu verlassen.

Prominente Starthilfe

Kein Wunder also, dass damals und noch heute eines seiner großen künstlerischen Themen der Rassismus ist. So begann er seine Karriere auf kleinen Bühnen in New York, hielt sich dabei mit Jobs in Fast-Food-Restaurants über Wasser. Bis er eines Tages einen berühmten Zuschauer und –hörer hatte. Im Publikum eines Comedy-Clubs saß niemand geringeres als Eddie Murphy, der von Chris' Performance begeistert war und fortan so etwas wie sein Mentor wurde.

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Bekommt süßen Krankenbesuch

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©Gala

Der Durchbruch mit "Saturday Night Live"

Eddie Murphy war es dann auch, der Chris Rock seine erste Filmrolle bescherte und zwar in seinem Film "Beverly Hills Cop II". Drei Jahre später erfolgte der Ritterschlag für jeden aufstrebenden Komiker: Chris war drei Jahre lang Ensemblemitglied in der erfolgreichen und beliebten Comedy-Show "Saturday Night Live". Nun hatte er es geschafft: So gut wie jeder Amerikaner kannte sein Gesicht!

Der große Emmy-Erfolg

In den kommenden Jahren nach seinem Aus bei "Saturday Night Live" konzentrierte sich Chris wieder mehr auf seine Stand-Up-Programme und tourte damit durch die Lande. Sein zweites Programm "Bring the Pain" katapultierte ihn schließlich in die oberste Comedy-Liga und bescherte ihm zwei Emmys.

Chris Rock auf der großen Leinwand

Anfangs musste sich Chris, was seine Schauspielambitionen anging, mit Nebenrollen in Filmen wie "Dogma", "Lethal Weapon 4" und "Nurse Betty" zufrieden geben. Doch er schaffte rasch den Aufstieg in die Hauptrollenliga und glänzte in "Spiel ohne Regeln" und "Bad Company". Doch Chris war nicht nur vor der Kamera fleißig, auch hinter der Kamera ist er talentiert. Für die Filme "Head of State" und "Ich glaub, ich lieb meine Frau" war er nicht nur Hauptdarsteller, sondern schrieb auch das Drehbuch und führte Regie.

Chris Rock als Oscar-Host: Lustig, bissig und politisch

Dass er auch live vor einem Millionenpublikum und abendfüllend zum einen sehr unterhaltsam und zum anderen politisch und bissig sein kann, bewies Chris erstmals bei seiner Oscar-Moderation 2005 und elf Jahre später erneut. Keiner der anwesenden Megastars konnte sicher sein vor Rocks derben Witzen und bösen Pointen – er macht sich über alles und jeden lustig, der seinen Weg kreuzt. Doch vor allem 2016 schlug er auch ernste Töne an: Die Academy Awards standen unter heftigen Rassismus-Vorwürfen, da nur weiße Künstler in den wichtigen Kategorien nominiert waren. Chris Rock startete mit einer bitterbösen Eröffnungsrede in den Abend, brillierte mit seinem unvergleichlichen Humor und sorgte hoffentlich für Aufrütteln in einigen Köpfen.

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