Starporträt

Campino

Düsseldorfer, Punker, Musikliebhaber, Mann mit Verantwortung – Der "Toten Hosen"-Frontmann Campino hat viele Gesichter. 

Campino

  • Geboren , Düsseldorf
  • VornameAndreas
  • Jahre56
  • Name Frege
  • Grösse 1.87 m
  • Sternzeichen Krebs
  • Partner Melanie Winiger (getrennt); Karina Krawcyk (getrennt)
  • Kinder Lenn Julian  (*2004)

Biografie von Campino

, Frontmann der legendären Band "Die Toten Hosen", legte den Grundstein für seine Karriere schon im Kindesalter – auch wenn er die eine oder andere glückliche Fügung einem Zufall zu verdanken hat. Der Sohn einer englischen Mutter entdeckte die Punkmusik der 1970er Jahre durch seinen zwölf Jahre älteren Bruder John und verlor sofort sein Herz an die schrabbeligen, lauten Klänge. Etwa zur selben Zeit entstand auch sein heutiger Künstlername Campino. Der Legende nach sollen ihn seine Mitschüler nach einer Bonbonschlacht nach dem berühmten Fruchtbonbon benannt haben. Ein paar Jahre später traf Andreas Frege, so der bürgerliche Name von Campino, auf seinen späteren Bandkumpanen Michael Breitkopf. Dass die beiden in derselben Klasse landeten, lag allerdings nur daran, dass Campino auf dem Gymnasium zwei Mal sitzen blieb. Was damals seinen Eltern sicherlich die eine oder andere schlaflose Nacht bescherte, stellte sich also im Nachhinein als Glücksgriff heraus. 

"Die Toten Hosen" auf Siegeszug

Der Rest ist Geschichte. Zusammen mit seinen Schulfreunden Andreas von Holst, Michael Breitkopf, Andreas Meurer, Trini Trimpop und Walter November gründete Campino Anfang der 80er Jahre die Punktruppe "Die Toten Hosen". Bis heute sind die Hosen eine der erfolgreichsten deutschen Bands aller Zeiten und scharen noch immer eine große Fangemeinde um sich. 

Campinos erfolgreichste Alben mit "Die Toten Hosen"

  • 1988: Ein kleines bisschen Horrorschau
  • 1990: Auf dem Kreuzzug ins Glück
  • 1993: Kauf mich!
  • 1993: Reich & sexy
  • 1996: Opium fürs Volk
  • 1996: Im Auftrag des Herrn
  • 1998: Wir warten auf's Christkind
  • 1999: Unsterblich
  • 2002: Auswärtsspiel
  • 2002: Reich & sexy II
  • 2004: Zurück zum Glück
  • 2008: In aller Stille
  • 2012: Ballast der Republik
  • 2017: Laune der Natur

Gesellschaftliches Engagement

Campino macht nicht nur mit seiner Musik auf sich aufmerksam, er nutzt seine Bekanntheit auch, um sich sozial zu engagieren und traut sich, Missstände anzusprechen. So beispielsweise auf der umstrittenen Echo-Verleihung im Jahr 2018. Dort nutze er seinen Auftritt, um die in die Kritik geratenen Rapper und zu verurteilen und sich generell gegen antisemitische, homophobe oder frauenfeindliche Aussagen auszusprechen. Zudem ist Campino Pate einer Schule im brandenburgischen Birkenwerder, wo er das Projekt "Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage" betreut. Und auch Themen der Gesundheit liegen dem Musiker am Herzen. Seit dem Tod seiner Eltern, die beide an Darmkrebs starben, beteiligt sich Campino an Aufklärungsaktionen und ermuntert öffentlich zur Teilnahme an Vorsorgeuntersuchungen. Man mag von Campino, seiner Musik und seinen öffentlichen Auftritten halten, was man mag, aber das Düsseldorfer Urgestein ist zweifelsohne ein Mann, der Verantwortung übernimmt.