Starporträt

Bill Gates

Microsoft-Gründer Bill Gates hat mit seiner Erfindung unser tägliches Leben so sehr geprägt wie kaum ein anderer.

Bill Gates

  • Geboren , Seattle, Washington / USA
  • VornameWilliam Henry
  • Name Gates III
  • Jahre63
  • Grösse 1.77 m
  • Partner Melinda French
  • Kinder Rory John  (*1999); Jennifer Katharine  (*1996); Phoebe Adele  (*2002)

Biografie von Bill Gates

Mit einem Vermögen von 79,2 Milliarden Dollar war Bill Gates auch 2015 wieder der reichste Mann der Welt: Seit 1994 führte er 16 Mal die 'Forbes'-Liste an. Dabei arbeitet er inzwischen gar nicht mehr bei Microsoft, fungiert für die Firma nur noch als Berater. Heute konzentriert er sich auf die Arbeit seiner Stiftung und setzt sich für wohltätige Zwecke ein.

Bill, der Microsoft-Gründer

Schon in der Grundschule brillierte Bill in Mathe und Naturwissenschaften. Mit 13 wechselte er auf eine Privatschule. Die Familie konnte es sich leisten - Vater William war ein wohlhabender Rechtsanwalt, Mutter Mary Lehrerin. Auf der Lakeside School lernte er seinen langjährigen Weggefährten Paul Allen kennen und fing mit dem Programmieren an. Mit 14 entwickelten Bill und Paul ein System zur Messung von Verkehrsströmen, gründeten ihre erste Firma Traf-O-Data und waren schnell um 20.000 Dollar reicher. Nach der Highschool ging Bill Gates zunächst nach Harvard. Auch dort verbrachte er die meiste Zeit im Computerraum. Mit Paul Allen entwickelte er 1974 die Programmiersprache Altair BASIC. Schnell wurde Bill klar, dass er seine Zeit nicht weiter in Harvard verschwenden wollte. Er brach sein Studium ab und gründete im April 1975 zusammen mit Paul Microsoft, damals noch Micro-Soft. Sechs Jahre später stand dank einer Zusammenarbeit mit IBM dem kometenhaften Aufstieg der Firma nichts mehr im Weg: Das Betriebssystem MS-DOS kam auf den Markt. 1985 brachte Microsoft die erste Version des Betriebssystems Windows heraus, das sich mit einem Anteil von 90 Prozent schnell zum Marktführer entwickelte.

Daniela Büchner

Für dieses Liebesfoto mit Jens Büchner erntet sie Kritik

Daniela Büchner
Daniela Büchner teilt regelmäßig Fotos auf Instagram, die sie mit Jens Büchner zeigen und schreibt liebevolle und trauernde Worte darunter - doch nicht immer zur Freude ihrer Follower.
©Gala

Bill, der Privatmensch

Das Technik-Genie hat sich inzwischen aus dem aktiven Geschäft zurückgezogen. 2000 gab er seine Position als CEO ab, 2007 verkündete er seinen endgültigen Abschied bei Microsoft. Heute fungiert er nur noch als Berater, sitzt im Aufsichtsrat und ist mit einem Besitz von etwa 500 Millionen Aktien der größte Teilhaber des Unternehmens. Privat ist Bill, der einen IQ von 160 haben soll, seit 1994 mit der Programmiererin Melinda verheiratet und zieht die Töchter Jennifer (* 1996) und Phoebe (* 2002) sowie Sohn Rory (* 1999) groß.

Und anders, als man vermuten könnte, werden die Kinder nicht zu Technik-Freaks erzogen, im Gegenteil: Bis sie 14 sind, gibt´s kein Smartphone, auch wenn die Schulfreunde schon fleißig tippen und swipen. Und wie Bill Gates gegenüber dem "Mirror" verrät, darf der Fernseher oder Laptop auch nur bis zu einer bestimmten Uhrzeit benutzt werden, damit die Kinder nicht zu lange wach bleiben. Gerade wer so eng vertraut ist mit der Technik wie der Microsoft-Gründer, scheint verstanden zu haben, dass man sie mit Augenmaß verwenden sollte.

Auf seinen Ex-Microsoft-Partner Paul Allen dürfte der Multimilliardär inzwischen nicht so gut zu sprechen sein: In dessen 2011 veröffentlichter Autobiografie behauptete Paul nämlich, dass eigentlich er der Visionär gewesen sei und beschuldigte Gates, ihn 1983 aufgrund einer Krebserkrankung aus dem Unternehmen geekelt zu haben. Öffentlich wollte sich Bill nie zu den Vorwürfen äußern, machte lediglich eine Presseerklärung: "Während sich meine Erinnerung an viele dieser Ereignisse von Pauls Erinnerung unterscheidet, so schätze ich seine Freundschaft und die vielen Beiträge, die er in der Welt der Technologie und bei Microsoft geleistet hat." 

Geld verwendet Bill privat nicht unbedingt mit Augenmaß: Sein Anwesen "Xanadu 2.0" kostete $63 Millionen Dollar und erstreckt sich über 6,131 Quadratmeter. Allein 100 Elektriker waren mit der Konstruktion beschäftigt – schließlich muss auch eine ordentliche Internetverbindung her! Ein bisschen was von den Kabeln schluckte sicherlich auch das Unterwasser-Sound-System für den Pool des Computer-Cracks. Der gibt sein Geld aber nicht nur für sich aus...

Bill, der Samariter

Heute möchte Bill sein Vermögen mit anderen teilen, gründete 1999 mit seiner Frau die Bill & Melinda Gates Foundation, die bisher über 32 Milliarden Dollar für wohltätige Zwecke spendete. Mit der Stiftung kämpfen Bill und Melinda beispielsweise gegen Malaria oder Kinderlähmung, engagieren sich für landwirtschaftliche Entwicklung und für Bildung. Besonders ein Projekt der Stiftung sorgte in letzter Zeit für Aufmerksamkeit: Die Entwicklung eines Omniprocessors, der aus Kot Trinkwasser und Strom herstellt. "Das Wasser schmeckte so gut wie jedes, das ich bisher aus Flaschen getrunken habe", so der Unternehmer auf seinem Blog. Mithilfe seiner Stiftung fördert er die Entwicklung der Maschine, bis zur Serienreife dauert es wahrscheinlich aber noch mehrere Jahre. Nur eines ist sicher: Bill Gates möchte mit seiner Stiftung etwas erreichen, die Welt verändern. Nach eigenen Aussagen will er den Großteil seines Vermögens spenden - nur ein kleiner Teil geht an seine Familie. So erklärte er der 'FAZ': "Wir wollen unsere Kinder nicht in eine Position bringen, in der sie keinerlei Ehrgeiz haben und nichts aus ihrem Leben machen müssen, und das ist sicher gesund für sie."

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