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Starporträt Bastian Schweinsteiger

Bastian Schweinsteiger hat im Fußball alle großen Titel geholt und führte die Nationalmannschaft mit viel Leidenschaft. Heldenhaft findet er das aber nicht. 

Biografie von Bastian Schweinsteiger

Es ist ein kleines Dorf kurz vor der österreichischen Grenze im Landkreis Rosenheim, in dem Bastian Schweinsteiger aufwuchs und zum ersten Mal einen Fußball schoss: Mit drei Jahren spielte er schon beim FV Oberaudorf. Sein Vater war früher selber Kicker in Österreich und führte ein Sportgeschäft in der Nähe des Fußballplatzes - die besten Voraussetzungen für Bastian.

Von Sebastian über Schweini zu Herr Kapitän

Interessant wurden die Dinge allerdings erst, als der Blondschopf 1998 zum FC Bayern München wechselte und sich durch die Jugendabteilungen zum Profi hochspielte: Am 13. November 2002 lief er das erste Mal in der Bundesliga auf. Zu Beginn seiner Karriere sprachen die Journalisten ihn noch mit Sebastian an - immer wieder musste Bastian korrigieren! Mit dem Erfolg kam auch der richtige Name: Mit dem FC Bayern München wurde der Star mehrfach deutscher Meister und deutscher Rekord-Pokalsieger und holte 2013 das Triple - den Sieg in der Bundesliga, dem DFB-Pokal und der UEFA Champions League. Schon kam der neue Spitzname: "Schweini". Zusammen mit seinem Mitstreiter Lukas Podolski bildete er das Dreamteam "Schweini und Poldi", auf das bei der Weltmeisterschaft 2010 ganz Deutschland setzte. 

Gefeierte Erfolge mit der Nationalelf

Nachdem es aber nur zum dritten Platz reichte, war es Zeit für Schweinsteiger, seinem Spitznamen zu entwachsen. Und das gelang ihm mit einem phänomenalen Karrieresprung. 2014 wurde das Sommermärchen endlich wahr und die deutsche Elf holte den Weltmeisterschaftstitel in Brasilien. Bastian Schweinsteiger legte im Finale am 13. Juli gegen Argentinien das Spiel seines Lebens hin, hielt 120 Minuten durch, obwohl er mehrfach heftig gefoult wurde - nicht einmal eine Platzwunde unter dem Auge konnte ihn stoppen. Am 2. September verdiente er sich seinen neuen Spitznamen: Bastian Schweinsteiger wurde nach dem Rücktritt von Philipp Lahm zum Kapitän der deutschen Fußballnationalmannschaft ernannt.

Privates bleibt privat - oder?!

Der junge Bayer begeistert nicht nur auf dem Spielfeld, seine Fans interessieren sich auch für sein Privatleben, durchstöbern seine Profile bei Facebook, Twitter und Instagram. 2007 präsentierte sich der Frauenschwarm das erste Mal mit seiner Freundin Sarah Brandner. Das Model ist vier Jahre jünger als der Fußballer und die perfekte Spielerfrau: So oft sie konnte, saß Sarah Brandner auf der Tribüne, meistens im Fußballtrikot. Auch beim WM-Sieg der Deutschen war sie da und nahm ihren Bastian nach dem gewonnen Finale glücklich in die Arme. Doch das junge Glück zerbrach bald nach der WM und Bastian verliebte sich neu.

Liebesglück mit seiner Ana

Die Frau an seiner Seite heißt nun Ana Ivanovic, ist ein Jahr älter als Sarah Brandner und eine serbische Tennisspielerin. Monatelang spekulierte die Klatschpresse um eine Beziehung der beiden, im Februar 2015 gab es dann endlich ein Statement des Fußball-Stars: Über seine Rechtsanwältin ließ er bekanntgeben, dass er und Ana eine "gefestigte Paarbeziehung" führen. Komischer Ausdruck, erfolgreiche Verbindung: Am 12. Juli 2016 heirateten Schweinsteiger und Ana Ivanovic in einer romantischen Mehrtages-Sause in Venedig, ganz im Clooney-Style. Die Fans waren hin und weg, das Brautpaar wunderbar fotogen, die Social-Media-Kanäle glühten.

Die Liebe zu den Fans: Möglich dank Facebook, Twitter & Co.

Bastian Schweinsteiger ist als Kumpeltyp bekannt und gibt nicht nur auf dem Rasen alles: Für seine Fans ist der Fußball-Star immer präsent. Nicht zuletzt natürlich online, wo er auf Facebook, Twitter, Instagram, YouTube und www.bastian-schweinsteiger.de zu finden ist. Auf Facebook hat er im Jahr 2020 stattliche 8,9 Millionen Likes, auf Twitter folgen ihm über 4,9 Millionen Menschen, auf Instagram kann er 10 Millionen Abonnenten vorweisen und  und sein "YouTube"-Kanal wurde über 2.800 Mal abonniert.

Schweini bleibt bescheiden

Was Bastian Schweinsteiger aber für die meisten so sympathisch macht: Während er auf dem Feld immer mehr erreichen will und sogar sagte, dass er nach der gewonnen WM noch süchtiger nach großen Titeln sei, gibt er sich privat bescheiden. Im Interview mit dem Magazin "Focus" sagte er nach der Weltmeisterschaft in Brasilien: "Helden sind für mich andere. Menschen, die anderen Menschen helfen: Ärzte, Polizisten, Krankenschwestern. Ich versuche hingegen nur alles aus mir und dem Team herauszuholen. Mit Heldentum hat das wenig zu tun."

Bei Manchester auf der Reservebank und Wechsel nach Chicago

Ohnehin scheint es dieser Tage so, als gehörten die großen Heldengeschichten der Vergangenheit an. Nachdem Bastian Schweinsteiger 17 lange Jahre beim FC Bayern München gekickt hatte, wechselte er 2015 zum Verein Manchester United. Er wollte vor dem Ende seiner aktiven Fußballkarriere noch mal etwas Neues ausprobieren, doch leider ging der Schuss nach hinten los. Statt seinem englischen Verein Tore zu bescheren, parkte ihn der Trainer José Mourinho auf der Bank, ehe er schließlich 2016 in die Reserve-Mannschaft versetzt wurde. So hatte sich Bastian Schweinsteiger die letzten Jahre seiner Karriere nicht vorgestellt und so verließ er Manchester in Richtung USA. Im März 2017 heuerte er in der nordamerikanischen Major League Soccer beim Club Chicago Fire an. Die Rückkehr Schweinis in die heimische Bundesliga blieb lange offen. "Man sollte niemals nie sagen", kommentierte er die Spekulationen noch im Herbst 2017.

Bastian Schweinsteiger im Familienglück

Während sein Marktwert im Profifußball von geschätzten 40 Millionen Euro in den vergangenen Jahren auf rund 4,5 Millionen Euro gesunken war, konnte sich Bastian Schweinsteiger über sein privates Glück freuen. Da wäre nicht nur die Heirat mit seiner Liebsten Ana Ivanovic: Alle Welt freute sich mit dem frisch Vermählten, als sie ihre süßen Babynews verkündeten. Im Frühjahr 2018 brachte Ana ihr erstes gemeinsames Kind zur Welt, das den Namen Luka trägt. Und 2019 klopfte auch schon Kind Nummer zwei an die Tür, erneut ein Junge mit dem Namen Leon. Ana konnte bereits bemerken, dass ihre beiden Söhne verschiedene kaum sein könnten: "Der Ältere liebt Autos und Bücher, der Jüngere ist sportlicher. Seitdem er sitzen konnte, wollte er immer einen Ball haben und ist ständig in Bewegung." Bahnt sich da im kleinen Leon ein neuer Fußballstar an? Um Antwort auf diese Frage zu erhalten, müssen sich alle Fußballbegeisterten wohl noch ein paar Jahre gedulden.  

Das Ende einer langen und ruhmreichen Fußballkarriere

Anfang Oktober 2019 war es schließlich soweit: Nach insgesamt 121 Spielen für die Nationalmannschaft und allein 500 Pflichtspielen beim FC Bayern, hängte Bastian Schweinsteiger seine Fußballschuhe endgültig an den Nagel. "Er war sicherlich einer der größten Spieler, die Deutschland hatte, (…) er hat gekämpft bis zum Umfallen. In jeder Aktion spürte man seinen Siegeswillen." So lobpreiste ihn Joachim Löw, sein ehemaliger Trainer in der Nationalelf. Ehrgeiz und natürlich viel Talent haben den gebürtigen Bayer weit gebracht, und mit dem Meisterschaftstitel konnte er sich ein glanzvolles Denkmal setzen, das ohne Zweifel tief im kollektiven Gedächtnis der Fußballwelt verankert wurde. 

"Schweinsteiger Memories: Von Anfang bis Legende" 

Um sicherzugehen, dass auch nachfolgende Generationen sich über die Fußballerlegende Schweinsteiger informieren können, oder einfach um Zeitzeugen die Möglichkeit zu geben in Erinnerungen zu schwelgen, verfilmte Til Schweiger 2020 die Geschichte des Nationalspielers. Mit dabei sind alte Kollegen wie Manuel Neuer oder Oliver Kahn und auch Jupp Heynckes, die alle Zuschauenden auf eine emotionale Reise mitnehmen durch das bewegende Leben des Fußballprofis. Eine gelungene Dokumentation, die Lust macht auf die nächste Weltmeisterschaft!  


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