Starporträt

Attila Hildmann

Er ist der Vegan-Star unter den Köchen: Attila Hildmann. Seine Bücher sind Bestseller, die Imbisse laufen — nur sein Temperament kocht gelegentlich über.

Attila Hildmann

  • Geboren , Berlin / Deutschland
  • VornameAttila Klaus Peter
  • Name Hildmann
  • Jahre38
  • Grösse 1.77 m
  • Partner Sarah Knappik (2014-2015)

Biografie von Attila Hildmann

Lange wurden Veganer als Öko-Freaks abgetan. Doch Attila Hildmann trug maßgeblich dazu bei, dass die Ernährung ohne tierische Produkte plötzlich in und sogar sexy wurde.

Veganer aus Überzeugung

Und was heute nach viel Spaß und einer bunten Küche aussieht, hatte für Attila einen ganz dramatischen Beginn. Der Koch wuchs bei Adoptiveltern in Berlin auf und verlor mit 14 Jahren seinen Vater durch einen Herzinfarkt. Der Grund: Ein zu hoher Cholesterinspiegel. Für Attila der ausschlaggebende Moment, sich mal näher mit dem Thema Ernährung und vor allem dem Cholesterin zu befassen. Er sagte Fleisch und Fisch auf nimmer Wiedersehen, machte viel Sport – und hatte trotzdem noch einen hohen Cholesterinspiegel. Also beschloss Hildmann auch die von Tieren erzeugten Produkte, wie Milch oder Eier, aus seinem Speiseplan zu streichen und sich ganz vegan zu ernähren. Doch es gab ein Problem…

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Großer Erfolg als Buchautor

Als Attila Hildmann nämlich Veganer wurde, war die Ernährung noch alles andere als beliebt und der Berliner fand weit und breit keine Rezepte oder passenden Kochbücher. Die Not machte er zum Geschäft: Er dachte sich die schmackhaften Kreationen einfach selbst aus, stellte Videos auf YouTube online und brachte 2009 sein erstes Rezepte-Buch "Vegan-Kochbuch" auf den Markt. Das lief so gut, dass noch einige weitere folgten, bis er 2011 mit "Vegan for Fun" und 2012 mit "Vegan for Fit" seinem Erfolg die Krone aufsetzte. Die Bücher hielten sich wochenlang auf den Bestsellerlisten und machten Attila Hildmann als veganen Koch zum Star.

Seitdem konnte Attila immer mehr Menschen von seiner Ernährung überzeugen. Er präsentierte sich in TV-Shows wie "Maischberger", "TV Total" und sogar "Let's Dance" im Jahr 2016. Beim Ironman und "Schlag den Star" zeigte er, wie fit er ist, und ließ sich auch von Kritikern nicht unterkriegen. Denn eine ganz kleine Ausnahme macht er bei seiner veganen Ernährung dann doch: Gelatine oder Aromen verspeist der Berliner noch und auch auf Leder möchte er als Gut nicht verzichten. Seine Fans stört das aber nicht weiter. Seit 2017 und 2018 betreibt er zwei Imbisse in Berlin-Charlottenburg und Kreuzberg, die "Vegan Bio Snackbars". Selbst einen Energydrink gibt es mittlerweile aus dem Hause Hildmann: "Daisho" kommt in vier Geschmackssorten daher.

Gleich und gleich gesellt sich gern

Die sind aber vielleicht auch damit beschäftigt, auf Attila Hildmanns eindrucksvolles 8-Pack zu schielen. Mit seinem guten Aussehen begeisterte er von Beginn an seine Fans und warf immer wieder die Frage auf: Hat der Vegan-Koch eigentlich eine Freundin? Nach seiner Beziehung mit Ex-Topmodel-Kandidatin und Dschungelcamperin Sarah Knappig 2014-2015 steht es ruhig um den Schönen. Dabei hätte es so gut passen können: Sarah ist selbst Veganerin, und Liebe geht doch eigentlich durch den Magen, oder nicht? Jedenfalls scheint Attila weiterhin auf der Suche nach der letzten passenden Zutat für sein veganes Lebensrezept zu sein.

Achtung, feurig!

Auch wenn er in der Küche sicherlich nichts anbrennen lässt, sieht das mit seinem Temperament manchmal anders aus. Immer wieder liest man in der Presse über größere und kleinere Ausraster. 2018 kassierte er eine Anzeige wegen Beleidigung, dabei ging es eigentlich nur um ein Knöllchen wegen Falschparken. Ein Jahr zuvor bekam er von der Journalistin Susanne Kippenberger eine schlechte Restaurantbewertung, die ihn zu einem Wutanfall auf Instagram verleitete und auf der Polizeiwache endete. Und dann? Hausverbot für die Journalistin, Wett-Angebot als Wiedergutmachung, in dem er als Verlierer ein Steak essen würde, Instagram-Posts mit Schimpfwörtern und sogar einer Waffe.

Als wäre das nicht genug, machte er auch noch Schlagzeilen mit Rassismus. Da er selbst einen türkischen Migrationshintergrund besitzt, verwundert es wenig, dass er Anfang 2019 einen rassistischen Besucher in seine Schranken wies und klarstellte: "Nicht nur Pelzträger sondern auch Rassisten treten wir raus!". Was aber verwundert, ist sein Statement zur Flüchtlingspolitik: "Integration ist in Deutschland ein heikles Thema aufgrund der deutschen Vergangenheit, was zu einer aktuellen Selbstverstümmelung deutscher Werte und Kultur führt.", so seine Aussage. Anschuldigungen zu rechtspolitischen Einstellungen blieben da selbstverständlich nicht aus.

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