Starporträt

Asia Argento

Viele kennen Asia Argento als eine der Hauptakteurinnen der #MeToo-Bewegung. Doch sie kann schon jetzt auf eine große künstlerische Karriere zurückblicken.

Asia Argento

  • Geboren , Rom/Italien
  • VornameAsia Aria Maria Vittoria Rossa
  • Name Argento
  • Jahre43
  • Grösse 1.68 m
  • Partner Anthony Bourdain (liiert, 2017 – 2018); Michele Civetta (verheiratet, 2008 – 2013); Marco Castoldi (liiert, 2000 – 2006)
  • Kinder Anna Lou  (*2001); Nicola Giovanni  (*2008)

Biografie von Asia Argento

Als eine der Hauptakteurinnen der #MeToo-Bewegung ist Asia Argento wahrscheinlich den meisten im Gedächtnis geblieben. Doch dieses Bild bröckelte schnell, als ihr wiederum sexuelle Nötigung vorgeworfen wurde und zum Skandal wurde. Die wenigsten kennen Asia Argento als Ikone des Underground. Vom schüchternen Kind zum Extrem. Die in Rom geborene Argento ist die Tochter des legendären Horrorproduzenten Dario Argento. Grundsätzlich ist die Familie zu großen Teilen musisch geprägt: Die Mutter Schauspielerin, der Großvater Filmproduzent, der Urgroßvater Komponist und Musikkritiker. So war es fast schon vorherzusehen, dass Asia auch einmal mit diesen Künsten zu tun haben würde. Mit neun Jahren stand sie dann zum ersten Mal vor der Kamera. Dabei war sie nicht das Kind mit schillernden Schauspielträumen. Argento sagt über sich selbst, sie sei ein schüchternes Kind gewesen, hätte nie viele Freunde gehabt. Doch Argento geht in ihrer Selbstreflexion noch weiter, so sagte sie in einem Interview "früher war ich ein böses, egomanisches Kind". Aufgrund ihrer Schüchternheit hing sie immer an extremen Rollen.

Asia Argento das Multitalent

Asia Argento wollte eigentlich nie Schauspielerin werden, eigentlich wollte sie Schriftstellerin werden. Sie veröffentlichte viele Kurzgeschichten, 1999 sogar den Roman "I Love You, Kirk", der in mehrere Sprachen übersetzt wurde.

Die Schauspielerei half ihr zunächst dabei, ihre Schüchternheit zu überwinden. Sie spielte extreme Rollen, kurz vor ihrem 18. Lebensjahr sogar in Produktionen ihres Vaters, und am Set war sie der Star. So hat sie mittlerweile in über 60 Filmen mitgespielt, meist in Filmen, die von Brutalität geprägt sind. Doch diese Abgründe scheinen ihr Ding zu sein. Eher, als das schillernde Hollywood, wohin sie sich doch in und wieder wagte. 2004 führte sie Regie in "The Heart is Deceitful Above All Things" und ließ ihr italienisches Temperament vollkommen freien Lauf.

Neben dem Schreiben, Schauspielern und der Regie war Argento auch in der Musikszene unterwegs, vornehmlich in der elektronischen Musik. 2008 sang sie gemeinsam mit "Placebo"-Frontsänger Brian Molko den Klassiker "Je t'aime … moi non plus".

Eine bröckelnde Fassade

Im Zuge der #MeToo-Bewegung, die 2017 startete, wurde Argento zu einer der Hauptakteurinnen. So berichteten mehrere Schauspielerinnen durch männliche Kollegen aus der Branche sexuell belästigt worden zu sein. Die meisten dieser Vorwürfe trafen den Regisseur Harvey Weinstein. Auch Argento sagt, eines seiner Opfer gewesen zu sein. Bei den Internationalen Filmfestspielen in Cannes 1997, soll er die damals 21-Jährige in einem Hotelzimmer sexuell genötigt zu haben.

Ein Jahr später geriet Asia Argento selbst in Verdacht, einen Kollegen belästigt zu haben. Die New York Times berichtete, sie habe den damals noch minderjährigen Jimmy Bennett sexuell genötigt zu haben. Die Zeitung beruft sich dabei auf Quellen, die dem Blatt zugespielt wurden und von mehreren Gutachtern als authentisch befunden worden. Argento selbst wehrte sich gegen die Missbrauchsvorwürfe, räumte aber ein, sexuellen Kontakt mit ihm gehabt zu haben.

Filmografie von Asia Argento (Auswahl)

  • 1985: Dämonen (Demoni 2 – L’incubo ritorna)
  • 1988: Sehnsucht nach Freiheit (Zoo)
  • 1989: The Church (La chiesa)
  • 1989: Wasserball und Kommunismus (Palombella rossa)
  • 1992: Endstation Mord (Le amiche del cuore)
  • 1993: Aura (Trauma)
  • 1994: Die Bartholomäusnacht (La reine Margot)
  • 1994: Perdiamoci di vista!
  • 1996: Die Reisegefährtin (Compagna di viaggio)
  • 1996: The Stendhal Syndrome (La sindrome di Stendhal)
  • 1998: B. Monkey (B. Monkey)
  • 1998: New Rose Hotel
  • 1998: Das Phantom der Oper (Il fantasma dell’opera)
  • 1998: Abel/Asia
  • 2000: Scarlet Diva (Scarlet diva) (auch Drehbuch und Regie)
  • 2000: Les Misérables – Gefangene des Schicksals (Les misérables)
  • 2000: Love Bites (Les morsures de l’aube)
  • 2002: Ginostra
  • 2002: Red Siren (La sirène rouge)
  • 2002: xXx – Triple X (xXx)
  • 2004: The Heart Is Deceitful Above All Things (auch Regie und Drehbuch)
  • 2004: The Keeper (The Keeper)
  • 2005: Land of the Dead (George A Romero’s Land of the Dead)
  • 2005: Last Days (Last Days)
  • 2006: Marie Antoinette (Marie Antoinette)
  • 2006: Transylvania
  • 2006: Friendly Fire
  • 2007: Die letzte Mätresse (Une vieille maîtresse)
  • 2007: Boarding Gate
  • 2007: Go GO Tales
  • 2007: The Mother of Tears (La terza madre)
  • 2009: Diamond 13 (Diamant 13)
  • 2012: High School DxD (als Asia Argento)
  • 2012: Dracula 3D
  • 2012: Do Not Disturb
  • 2013: Cadences obstinées
  • 2014: Shongram
  • 2014: Missverstanden (Incompresa, Regie und Drehbuch)
  • 2017: The Executrix