Starporträt

Alek Wek

40 Jahre

Alek Weks Leben ist voller Kontraste: Aus einer großen Familie im Südsudan verschlug es sie in die glitzernde Modewelt. Dort galt sie lange als Exotin

  • Geboren , Wau, Südsudan / Afrika
  • VornameAlek
  • Name Wek
  • Grösse 1.8 m
  • Sternzeichen Widder
  • Partner Riccardo Sala

Biografie von Alek Wek

Heute ist eines der bedeutendsten Models weltweit – doch das Leben der Afrikanerin bestand nicht immer nur aus Jetset, Designerkleidung und aufregenden Modenschauen.

Keine einfache Kindheit

Denn Alek kommt nicht, wie viele ihrer Modelkolleginnen, aus Europa oder den USA, sondern wuchs im südlichen Sudan als siebtes von neun Kindern auf. Die Familie lebte in einem Haus mit nur zwei Schlafzimmern – ohne fließendes Wasser oder Elektrizität. Ein ganz schöner Kontrast zu Weks heutigem Leben! Mit 14 Jahren ging das Mädchen nach London und studierte am "London’s College of Fashion". Aufgrund ihrer Größe und der schlanken Figur dauerte es nicht lange, bis Alek von einem Modelscout entdeckt wurde. 1995 sprach sie ein Agent auf einem Flohmarkt an – und brachte Aleks Karriere ins Rollen.

Eine große Karriere

Und das mehr als rasant: Nicht nur erschien Alek schon gleich zu Anfang als erstes afrikanisches Model auf dem Cover der ELLE, sie lief auch für Designergrößen wie Marc Jacobs oder . Dabei war sie mit ihrem Look durchaus eine Besonderheit: In den 90er Jahren sah man kaum dunkelhäutige Models auf den Laufstegen – Wek wurde deshalb aufgrund ihres großen Erfolgs zu einem Vorbild für Frauen auf der ganzen Welt. Selbst viele Promis sind von der Schönheit beeindruckt: Zu ihren Fans zählen Powerfrauen wie oder Lupita Nyong’o. Und auch einen anderen Unterstützer hat sie gefunden: Ihren Lebenspartner Riccardo Sala, ein italienischer Bauunternehmer. Das Paar lebt gemeinsam in New York.

Starkes soziales Engagement

Mit großer Bekanntheit kommt natürlich auch große Verantwortung, und diese nutzt Wek für gute Zwecke: Sie ist Teil des US-amerikanischen Komitees für Flüchtlinge und reiste immer wieder in ihr Heimatland, um dort vor Ort Hilfe zu leisten. Denn auch Alek erlebte einmal, wie es ist, seine Heimat zu verlieren: Als 1985 im Südsudan der Bürgerkrieg ausbrach mussten sie und ihre Familie fliehen und weite Strecken zu Fuß zurück legen. Das war für Weks Vater so anstrengend, dass er an den Folgen einer Infektion an der Hüfte starb.

Kein Wunder also, dass Alek so eine tiefe Verbindung zu ihrem Heimatland und Flüchtlingen verspürt. Das Model ist heute eines der besten Beispiele dafür, wie man sich auch nach der aktiven Karriere positiv in den Schlagzeilen hält.