Starporträt

50 Cent

Er rappt über Drogen und Gewalt, und auch sein eigenes Leben war kein Zuckerschlecken. Doch 50 Cent hat es von ganz unten nach ganz oben geschafft.

50 Cent

  • Geboren , Queens, New York / USA
  • VornameCurtis James
  • Name Jackson III
  • Jahre43
  • Grösse 1.83 m

Biografie von 50 Cent

Er hatte keine Chance, aber nutzte sie dennoch und stieg aus einfachsten Verhältnissen zum Rapstar und Schauspieler auf. Als 50 Cent erfand sich neu und wird dafür von vielen verehrt.

Schlechte Karten: 50 Cents schwierige Kindheit

Seinen Vater traf er nie, die mit Drogen handelnde Mutter wurde ermordet, als er erst acht Jahre alt war. Mit zwölf wurde er selbst zum Dealer und handelte mit Crack, schon bald landete er mehrfach im Gefängnis. Trotzdem hatte Curtis Träume: Zunächst wollte er Boxer werden und begann schon mit elf Jahren zu trainieren. Er nahm sogar an den Junior Olympics teil. Boxen und Hip-Hop sind sich nicht unähnlich, sagte er rückblickend: "Beim Boxen geht es um Wettbewerb und beim Hip-Hop auch... Ich glaube, Rapper sind so drauf wie Boxer, sie fühlen sich alle wie Champions."

Ein neues Leben als Gangsta-Rapper

Im Keller eines Freundes begann Curtis zu rappen, zufällig geriet sein Tape an Jay Master Jay, Rapper bei "Run DMC". Der Rapstar brachte Curtis, der sich inzwischen 50 Cent nannte, das nötige Musik- und Rap-Wissen bei und nahm ihn auf seinem eigenen Label unter Vertrag. Nach einem Wechsel zu Columbia Records nahm 50 Cent sein Album "Power of the Dollar" auf, doch noch bevor es in die Läden kam, wurde er Opfer einer Messerattacke und im April 2000 krankenhausreif geschossen. Seiner Plattenfirma wurde dieser Künstler zu heiß, während der Gangsta-Rapper sich mit kontroversen Songs wie "How to Rob" in der Szene einen Namen machte. In seiner Autobiographie blickte 50 Cent zurück: "Nachdem mich neun Kugeln aus nächster Nähe trafen und ich nicht starb, begann ich darüber nachzudenken, dass mein Leben einen tieferen Sinn haben muss." Wegen des politisch heiklen Songs "Ghetto Qu'ran" konnte 50 Cent vorübergehend nicht mehr in den USA arbeiten. Von Kanada aus vertrieb er seine Mixes und startete 2002 neu durch, nachdem seine Tapes gehört und ihn bei seinem Label "Shady Records" unter Vertrag nahm.

Licht und Schatten: "Get Rich or Die Tryin'"

2003 markierte den Durchbruch für 50 Cent: Sein Album "Get Rich or Die Tryin'" war mit 6,5 Millionen verkauften Exemplaren das Bestseller-Album des Jahres in den USA, weltweit klingelte 15 Millionen mal die Kasse und die Single "In da Club" war ein Radiosuperhit, es gab einen American Music Award und Goldene Schallplatten. Der Albumtitel "Get Rich or Die Tryin'" war Programm, denn trotz seines Erfolges war es 50 Cent noch nicht gelungen, sich aus seiner kriminellen Drogenvergangenheit zu lösen. Aggression und Wut beherrschten ihn immer noch, auch als er 2004 in Springfield bei einem Konzert ausrastete, mehrere Frauen verletzte und eine Prügelei begann. Um einer Haftstrafe zu entgehen, musste er sich einer Antiaggressionstherapie unterziehen. 2005 gelang 50 Cent mit "The Massacre" ein weiteres Erfolgsalbum, mit Songs wie "How We Do" und der Single "Candy Shop" landete er sowohl in den USA als auch in Deutschland auf Platz eins der Charts. Im selben Jahr kam ebenfalls sein autobiographischer Film "Get Rich or Die Tryin'" in die Kinos und gleichzeitig baute der neue Superstar sein eigenes Label "G-Unit Records" weiter aus. Seine Folgealben "Curtis" (2007), "Before I Self Destruct" (2009) und "Animal Ambition" (2014) waren kommerziell nicht mehr so erfolgreich wie die beiden Vorgänger, aber 50 Cent hatte sich mittlerweile schon weiteren Betätigungsfeldern zugewandt.

Business: Millionen für 50 Cent

"G-Unit" steht längst nicht mehr nur für Musik: Bekleidung, PC-Games und Unterhaltungsartikel verschiedener Art, Getränke – 50 Cent, der sich auch zur Stilikone auf Instagram mauserte, hat ein Händchen fürs Geschäft. Sein Vermögen wurde schon 2007 auf rund 100 Millionen Euro geschätzt – und das ist noch lange nicht das Ende.

Der Rapper wird Schauspieler

Mittlerweile scheffelt der Rapper nicht mehr nur mit seiner Musik und dem Label "G-Unit" Millionen, auch seine immer mehr Fahrt aufnehmende Schauspielkarriere lässt den ein oder anderen Dollar in die Kasse fließen. Angefangen hat alles 2005 mit seinem Streifen "Get Rich or Die Tryin'". Schon ein Jahr darauf folgte eine Rolle in dem starbesetzen Kriegsfilm "Home of the Brave" an der Seite von Hollywoodgrößen wie , und . Auch mit den Schauspielurgesteinen und stand 50 Cent schon in "Kurzer Prozess – Righteous Kill" vor der Kamera. Seit dem konnte sich der schauspielende Rapper Filme wie "Twelve", "Morning Glory", "13", "Set Up", "Freelancers", "Fire with Fire – Rache folgt eigenen Regeln", "Escape Plan", "Spy – Undercover" und "Southpaw" in den Steckbrief schreiben. Seit 2014 ist 50 Cent sogar Mitproduzent der TV-Serie "Power", in der er zudem in einer Nebenrolle zu sehen ist. Wenn es also mit der Musik nicht mehr so gut laufen sollte, braucht sich der New Yorker um sein Einkommen ganz sicherlich keine Sorgen zu machen.