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Yvonne Catterfeld Zurück am Mikrofon

Yvonne Catterfeld (l.) ließ sich nur von Cello und Gitarre begleiten.
Yvonne Catterfeld (l.) ließ sich nur von Cello und Gitarre begleiten.
© Picture Alliance
Fast drei Jahre hat das neue Album von Sängerin und Schauspielerin Yvonne Catterfeld auf sich warten lassen. Kein Wunder, dass die 33-Jährige bei dessen Vorstellung total nervös war

Kurz nach 19 Uhr öffnet am Montagabend (7. Oktober) das "Bel Etage" in Hamburg seine Türen. Die Plattenfirma Universal hat zum Mediendinner geladen. Der Anlass: Das neue Album von Yvonne Catterfeld. "Lieber so" heißt es und wird am 22. November erscheinen. Die 33-Jährige begrüßt die Journalisten persönlich, gibt jedem die Hand und macht Smalltalk.

Ihr Outfit ist sehr zurückhaltend, zu einer schwarzen Hose trägt sie eine schwarze Jacke mit weißen und lilafarbenen Karos. Die braunen Haare sind offen, Catterfeld fährt sich beim Sprechen immer wieder durch die Mähne. "Ich bin ganz schön nervös", gibt sie zu. Immerhin drei Jahre lang haben wir nichts von ihr gehört. Ihr letztes Album "Blau im Blau" – damals noch von Sony produziert – war eher mäßig erfolgreich.

Das soll sich jetzt ändern: neue Plattenfirma, neuer Produzent, neuer Sound. Und sogar ein Facebook-Profil . "Das pflege ich selbst, das ist mir wichtig", sagt der ehemalige GZSZ-Star.

Kurz vor 20 Uhr richten sich dann etwa 50 Augenpaare zur Bühne. Catterfeld tritt hinters Mikro: "Das ist eine Premiere. Zum ersten Mal hören fremde Menschen mein neues Album." Sie habe lange überlegt, wie das passieren sollte. "Am liebsten trete ich ja mit einem Orchester auf", erzählt die gebürtige Erfurterin. "Aber ich wollte mich lieber langsam rantasten." Mit der Wahl der Location hat sie schon mal alles richtig gemacht. Das "Bel Etage" in der Rathausstraße erinnert an einen Salon um 1900. Braunes Holz und roter Samt verbreiten eine gemütliche Atmosphäre. Dann schallt auch schon Musik aus den Boxen. Vom Band.

Nach der ersten Verwirrung nickende Köpfe, tippende Finger, wippende Füße. Der neue Sound zieht mit, die erste Single "Pendel" (erscheint am 8. November) hat echtes Hitpotenzial. Applaus. Eine strahlende Yvonne Catterfeld tritt wieder auf die Bühne. "Puuh, ich bin richtig erleichtert." Und dann singt sie selbst, endlich. Begleitet wird sie von Cello und Gitarre. Ihre Stimme ist erst leise, wird schnell aber lauter, mutiger. Ungewohnt rau klingt sie, ganz anders als erwartet. Die Zeiten des Popsternchen-Daseins sind wohl endgültig vorbei.

Beim anschließenden Dinner – Kürbissuppe, Trüffelgnocchi und Quarkmousse – macht die Wahl-Berlinerin die Runde und beantwortet bereitwillig Fragen. Zum Beispiel, warum sie ihr Album nicht zuallererst in Berlin vorstellt. "Wir waren hier im Studio", sagt Catterfeld. "Außerdem ist das Publikum in Berlin weniger gnädig", gibt sie lachend zu. Dass ihr Exfreund Wayne Carpendale jetzt geheiratet hat, habe sie "sehr gefreut. Ich habe ihm auch gratuliert." Eifersüchtig sei sie überhaupt nicht, erzählt sie uns. "Ich bin seit sechs Jahren in einer glücklichen Beziehung." 2007 hatte sie "Stromberg"-Star Oliver Wnuk, 37, bei Dreharbeiten kennengelernt.

Gegen Mitternacht bricht Catterfeld auf, für die nächsten Tage sind ähnliche Events geplant. Dazu kommen TV-Auftritte und Interviews: "Ich hab ziemlich viel zu tun."

dlö


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