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Zlatan Ibrahimović Sein Bruder ist vor seinen Augen gestorben

Zlatan Ibrahimović
Zlatan Ibrahimović
© Mateo Villalba / Getty Images
Fußballer Zlatan Ibrahimović zeigt sich in einem Interview von seiner emotionalen Seite. Darin spricht er über seine schwierige Kindheit und den tragischen Verlust seines Bruders.

Zlatan Ibrahimović, 40, ist einer der erfolgreichsten Fußballspieler überhaupt. Besonders bekannt ist er für seine polarisierende Persönlichkeit: Seine außerordentliche Selbstsicherheit genießt inzwischen bereits Kultstatus. Auch in seinem neuen Interview mit der italienischen Zeitung "Corriere della sera" gibt er eine Kostprobe seines gewohnten Selbstbewusstseins. Auf die Frage, ob er abergläubisch sei entgegnet er nüchtern, dass er kein Glück brauche, denn: "Ich entscheide, wie es laufen soll."

Doch im Laufe des Interviews lässt der AC-Mailand-Stürmer auch hinter seine Fassade, die häufig als Arroganz wahrgenommen wird, blicken. Mit emotionalen Worten spricht er über traumatische Ereignisse in seiner Kindheit und das Schlimmste, das ihm je widerfahren ist – seinen Bruder sterben zu sehen.

Zlatan Ibrahimović: "Er hat vor mir aufgehört zu atmen"

Als sich Zlatan Ibrahimović als Sohn einer Kroatin und eines Bosniers im Rahmen des Interviews an den Krieg in Jugoslawien erinnert, spricht er zunächst über das Verhalten seines Vaters. "Er hat so sehr gelitten. Jeden Tag gab es Nachrichten über den Tod von jemandem, den er kannte", sagt er. Sein Vater habe immer versucht, ihn vor solch schrecklichen Dingen zu beschützen. Doch einen tragischen Verlust musste der Fußballspieler hautnah miterleben – den Tod seines Bruders Sapko im Jahr 2014.

"Als mein Bruder Sapko an Leukämie starb, war ich dabei. Er hat auf mich gewartet, er hat vor mir aufgehört zu atmen", offenbart Zlatan Ibrahimović. Bei der Beerdigung habe "Papa keine Träne vergossen. Am nächsten Tag ging er auf den Friedhof und weinte von morgens bis abends. Alleine."

"Ich wurde immer gehasst"

Zlatan, der in Schweden aufgewachsen ist, spricht auch über die schwierige Zeit, die er in der Schule hatte. Sein Leben habe bereits traumatisierend begonnen: "Gleich nach meiner Geburt ließ mich die Krankenschwester aus einem Meter Höhe fallen. Ich habe mein ganzes Leben lang gelitten." In der Schule sei er "anders" gewesen, da er weder blonde Haare, helle Augen noch "eine dünne Nase" hatte. Er habe auch anders gesprochen als seine Mitschüler:innen, wodurch diese ihm das Leben schwer gemacht hätten. "Ich wurde immer gehasst", sagt er. 

Anfangs habe er sich durch die Ausgrenzung isoliert, bis er gelernt habe "Leiden und sogar Hass in Stärke zu verwandeln". Eine Fähigkeit, die dem selbst ernannten "Fußballgott" noch heute zu Gute zu kommen scheint: "In einem Stadion, das mich liebt, bekomme ich Energie. Aber von einem Stadion, das mich hasst, bekomme ich viel mehr."

Verwendete Quelle: corriere.it

sti Gala

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