Xavier Naidoo: Stars empören sich über ESC-Entscheidung

Atze Schröder und Michael Mittermeier sind enttäuscht: Im Netz äußern die Promis ihren Unmut über den Rückzieher des NDR

Dass die Nominierung von Xavier Naidoo (44, "Dieser Weg") für den Eurovision Song Contest 2016 in Stockholm die Meinung in Deutschland derart spalten würde, war wohl nicht beabsichtigt gewesen. Während sich viele Menschen im Internet positiv zum Rückzug des NDR äußerten, hagelte es von Seiten der mit Naidoo befreundeten Promis harsche Kritik.

"Schade! Fast hätten wir einen unserer besten Sänger geschickt. Mal schauen, welche Pfeife jetzt ausgegraben wird. Der Mob hat gewonnen. Wirklich traurig", äußerte sich Komiker und Naidoo-Befürworter Atze Schröder am Sonntag sichtlich enttäuscht auf seinem Facebook-Profil.

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©Gala

Schade! Fast hätten wir einen unserer besten Sänger geschickt. Mal schauen welche Pfeife jetzt ausgegraben wird. Der Mob hat gewonnen. Wirklich traurig.

Gepostet von Atze Schröder am Sonntag, 22. November 2015

Mit dieser Meinung steht der Künstler nicht alleine da

Denn Michael Mittermeier (49, "Achtung, Baby!"), der sich bereits vor dem ESC-Aus mit einer öffentlichen Facebook-Nachricht für Naidoo stark gemacht hatte, ließ Kritik an den derzeitigen Diskussionen verlauten. Er finde es schade, "dass ein billig initiierter Presse-Shitstorm ausreicht, dass deutschlandweit ein Klima der Hetze entsteht und der NDR einknickt". Wie Schröder sei auch er nicht zuversichtlich, was den zukünftigen ESC-Vertreter aus Deutschland anbelange: "Mal schauen, welches singende Falschgeld nun für uns Deutsche antreten wird", äußerte er sich mit drastischen Worten.

Es tut mir leid mein Freund ... Xaver, keep on... Tja, schade dass ein billig initiierter Presse-Shitstorm ausreicht,...

Gepostet von Michael Mittermeier am Samstag, 21. November 2015

Ralph Siegel hat Mitleid mit Xavier Naidoo

Neben den befreundeten Künstlern zeigte auch ESC-Urgestein Ralph Siegel, 70, Mitleid mit dem Sänger aus Mannheim. "Xavier Naidoo kann einem leidtun, denn er ist ein guter Interpret, doch es zeigt sich ganz klar, dass das deutsche Publikum und auch die Fans ihren Repräsentanten beim ESC lieber selbst wählen möchten", interpretierte der Musikproduzent im Interview mit "Focus Online" die Ereignisse.

Auf die Kritik reagierte die ARD mit Rechtfertigungsversuchen. "Ich hätte es begrüßt, wenn diese Diskussion ARD-intern hätte geführt werden können, bevor mit der Nominierung Fakten geschaffen wurden. So ist das alles sehr unglücklich gelaufen", äußerte sich ARD-Programmchef Volker Herres hingegen im Interview mit der "Welt am Sonntag". Der NDR habe sowohl die Nominierungsentscheidung, als auch das Zurückziehen der selbigen im Alleingang verantwortet.

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2019 in Tel Aviv: Duncan Laurence aus den Niederlanden 
2018 in Lissabon: Netta aus Israel
2017 in Kiew: Salvador Sobral aus Portugal 
2016 in Stockholm: Jamala aus der Ukraine

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