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Xavier Naidoo Die Promi-Reaktionen auf den Skandal

Xavier Naidoo bei einem Konzert 2019.
Xavier Naidoo bei einem Konzert 2019.
© imago images/Kadir Caliskan
Nicht alle Prominenten und Kollegen verurteilen die Worte von Xavier Naidoo in dem Skandal-Video und seinem darauffolgenden Statement.

Promis, Politiker und deutsche Institutionen haben sich zu dem Skandal-Video von Sänger Xavier Naidoo (48, "Ich kenne nichts") positioniert. Sein ehemaliges Musikerkollektiv, die Söhne Mannheims, distanzierte sich auf Facebook von seinem prominentesten Ex-Mitglied. "Xavier und wir gehen seit einiger Zeit getrennte Wege und als Musikerkollektiv stehen wir klar und konkret gegen Hass, Gewalt und Rassismus! Bestimmt ist es wichtig, in der heutigen Zeit Dinge anzusprechen, gerne auch kontrovers, aber man muss sich der Macht des Wortes bewusst sein", heißt es in dem Post unter anderem.

"Eine besondere Verantwortung"

Fanta-4-Mitglied Smudo (52) erinnerte in der "Bild" an den Anschlag in Hanau und sagte, Künstler hätten "eine besondere Verantwortung mit dem, was wir von uns geben." Komiker und Schauspieler Oliver Kalkofe (52, "Kalkofes Mattscheibe") schrieb auf Twitter: "So nehmen Tragödien ihren Lauf. Schaut euch das Schauspiel an das eine Karriere beenden kann. Weit & breit ist hier kein Mann der dieses kranke Hirn noch retten kann. Da muss ich harte Worte wählen, denn keiner darf uns mit so einer Scheiße quälen. Du bist verloren!"

Die Hip-Hop-Moderatorin Visa Vie (32) schrieb in ihrer Instagram Story zu dem Thema, dass Naidoos neueste Aussagen traurig, beschämend, gefährlich und explosiv wären. Zwar glaube sie, dass der Sänger "kein plumper Nazi oder Rassist" sei, sich ideologisch aber eindeutig verlaufen habe. "Er müsste besser wissen, dass solche Aussagen nichts als Angst, Ausgrenzung und Hass schüren."

Der Comedian und Moderator Aurel Mertz (30) kommentierte den Skandal auf Twitter mit Humor: "Kurze Zwischenfrage: Müssen wir Afrodeutschen uns jetzt in einer Stellungnahme noch von Xavier Naidoo distanzieren oder reicht es, dass er sich von uns distanziert hat. Muss ich jetzt auch was singen? Bin krass verwirrt." Der Sender ProSieben schrieb auf seinem offiziellen Twitter-Account: "Lieber Xavier Naidoo, mit Hass, Hetze und alternativen Fakten hat noch niemand eine Gesellschaft besser gemacht. Sie auch nicht."

Nachdem RTL und Naidoo ihre Statements zu dem Fall veröffentlicht hatten, twitterte Jan Böhmermann (39): "Laber nicht Xavier. Laber nicht RTL." Der Sender RTL zog bereits Konsequenzen und schloss den Sänger aus der Jury von "Deutschland sucht den Superstar" aus.

In der Politik gab es ebenfalls Reaktionen zur Causa Naidoo. Die CDU-Politikerin Annette Widmann-Mauz (53), Beauftragte für Migration, Flüchtlinge und Integration, sagte in einem Statement: "Solch ein Video ist angesichts der derzeitigen Bedrohung durch Rechtsextremismus brandgefährlich."

Nicht nur negative Reaktionen

Es gibt aber auch Unterstützung für Naidoo. Der Stellungnahme, die der Sänger auf Instagram gepostet hatte, stimmte etwa Schauspieler und Regisseur Til Schweiger (52, "Honig im Kopf") mit dem Kommentar zu: "100% !". Sänger und Schauspieler Tom Beck (42, "Alarm für Cobra 11") kommentierte den Post mit den Worten: "One Love!!", sowie einem Herz- und einem Faust-Emoji. Fitness-Influencer Dominic Harrison setzte drei schwarze Herz-Emojis darunter.

SpotOnNews

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