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Xavier Naidoo Sänger bezieht Stellung zu umstrittenem Video

Xavier Naidoo
© Getty Images
Rechte Kreise feiern derzeit Xavier Naidoo. Im Internet tauchte das Video eines Songs von ihm auf, mit äußerst fragwürdigen Textzeilen. Jetzt äußert sich der Sänger selbst zu dem Clip.

Der Sänger Xavier Naidoo, 48, steht einmal mehr im Kreuzfeuer der Kritik: Durch ein am Montagabend (9. März) aufgetauchtes, 45 Sekunden langes Video sorgt der Musiker für mächtig Wirbel. Dort sieht man Naidoo, wie er offenbar in eine Webcam einige Zeilen eines bislang unveröffentlichten Liedes singt, dessen kryptischer Text derzeit in rechten Kreisen gefeiert wird. Der Sänger selbst meldete sich am Mittwochnachmittag bei Instagram zu Wort. In einem ausführlichen Post setzt er sich gegen die Vorwürfe von "Rassenhass und Fremdenfeindlichkeit" zur Wehr.

Xavier Naidoo bezieht Stellung

"Ich setze mich seit Jahren aus tiefster Überzeugung gegen Ausgrenzung und Rassenhass ein. Liebe und Respekt sind der einzige Weg für ein gesellschaftliches Miteinander. Das bedeutet für mich aber auch, dass alle in der Verantwortung sind, wachsam gegenüber Angriffen auf ein friedliches Miteinander aller Menschen zu sein, egal aus welcher politischen Richtung und ungeachtet der Herkunft."

Er betont, dass "auch meine Familie (...) als Gast nach Deutschland (kam) und (...) sich natürlich an Recht und Moralvorstellung des Gastgebers gehalten (hat). Diese Selbstverständlichkeit sollte für alle gelten - auch wenn nur ein sehr kleiner Teil dies missverstanden hat. Aber gerade dieser kleine Teil belastet alle anderen, die hierdurch in 'Sippenhaft' genommen und durch eine erschreckende Zunahme an Gewaltakten in Gefahr gebracht werden."

RTL forderte "klare Antworten"

Im Video, das den Auslöser der Aufregung bildete, klingt dies etwas anders. Wörtlich heißt es im Clip von 2018: "Weit und breit ist hier kein Mann, der dieses Land noch retten kann. Hauptsache es ist politisch korrekt, auch wenn ihr daran verreckt." Was, wenn fast jeden Tag ein Mord geschehe, bei dem der Gast dem Gastgeber ein Leben stehle", fabuliert Naidoo weiter. Keiner dürfe seine Leute quälen heißt es außerdem. "Lass es uns vollenden, und zwar nun. Ihr seid verloren", endet der Sänger seinen Beitrag.

Nicht sein erster "Ausrutscher"

Laut Tweet zeigte sich RTL zuvor von dem Video seines aktuellen "DSDS"-Juroren "irritiert". Man erwarte "klare Antworten" von Naidoo. Der Sender distanziere sich "von jeglicher Form von Rassismus". Naidoo sorgte bereits in der Vergangenheit durch fragwürdige Aussagen für Verwirrung. Ihm wird seit längerem eine Nähe zu Reichsbürgern und Verschwörungstheoretikern am rechten Rand nachgesagt.

Seit 2019 ist Xavier Naidoo Jurymitglied in der RTL-Castingshow "Deutschland sucht den Superstar". Bereits bei Verkündung dieser Entscheidung musste sich der Sender einige Kritik gefallen lassen. 2015 gab der NDR bekannt, dass Naidoo für Deutschland beim Eurovision Song Contest 2016 auftreten solle. Nach heftigem Gegenwind der Medien und zahlreicher NDR-Mitarbeiter wurde diese Entscheidung revidiert.

Verwendete Quellen:Twitter, SpotOnNews

SpotOnNews

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