Wyclef Jean: Angeschossen oder geschnitten?

Wyclef Jean behauptet, am Sonntag in Haiti angeschossen worden zu sein, als er aus seinem Auto steigen wollte. Die Polizei bezweifelt die Angaben des Sängers

Einen Tag vor der Präsidenten-Stichwahl in Haiti soll Wyclef Jean in Port-au-Prince angeschossen worden sein. Die Kugel traf den Sänger laut "CNN" an der Hand. Zum Glück habe er nur eine oberflächliche Wunde erlitten, so dass der 41-Jährige nur kurz im Krankenhaus behandelt werden musste.

Am Abend des Vorfalls sei der Sänger nach eigenen Angaben aus seinem Auto gestiegen und von einer Kugel getroffen worden. Woher diese kam, wisse er nicht. Haitis Polizei bezweifelt Jeans Angaben allerdings. "Der behandelnde Arzt hat uns bestätigt, dass Wyclef sich an der Hand geschnitten hat", so der Polizeipräsident Vanel Lacroix laut "Bild" im Interview mit der Nachrichtenagentur "Reuters".

Einen Tag nach dem Vorfall zeigte sich Wyclef Jean bereits wieder in der Öffentlichkeit. Mit verbundener Hand gab er seine Stimme in einem Wahllokal ab.

Der in Haiti geborene Musiker hatte sich im vergangenen August offiziell um das Präsidentenamt beworben. Da Wyclef Jean jedoch nicht wie vorgeschrieben die vergangenen fünf Jahre in Haiti gelebt hatte, lehnte das Wahlkommitee seine Kandidatur ab. Stattdessen unterstützte Jean bei der Wahl seinen Musikerkollegen Michel Martelly.

rbr

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