Woody Allen: Adoptivtochter klagt an

In einem offenen Brief hat Dylan Farrow, die Adoptivtochter des Regisseurs Woody Allen, diesen beschuldigt, er habe sie als Kind sexuell missbraucht

Woody Allen, der gerade erst den Golden Globe für sein Lebenswerk bekam, muss sich neuen Anschuldigen aussetzen: Seine Adoptivtochter Dylan Farrow hat den 78-jährigen Regisseur in einem offenen Brief angeklagt, er habe sie als Kind sexuell missbraucht. Der Brief der 28-Jährigen ist am Sonntag (2. Februar) in der "New York Times" veröffentlicht worden. Darin schildert sie die Übergriffe, die sie über sich ergehen lassen musste.

Unter anderem berichtet sie von einem Vorfall, der sich 1992 in einer dunklen Kammer im Haus ihrer Adoptiveltern abgespielt haben soll. Sieben Jahre alt sei sie damals gewesen. "Er sagte mir, dass ich mich auf den Bauch legen und mit der elektrischen Eisenbahn meines Bruders spielen soll. Dann missbrauchte er mich sexuell", schreibt Farrow. Er habe ihr dabei zugeflüstert, dass das ihr Geheimnis sei. Solang sie sich erinnern könne, habe ihr Vater Dinge getan, die sie nicht mochte. Sie wolle nun nicht länger dazu schweigen. "Dass er mit dem, was er mir angetan hat, davongekommen ist, verfolgte mich, während ich erwachsen wurde. Es graute mir davor, mich von Männern anfassen zu lassen", behauptet sie und fügt hinzu, dass ihr Umfeld teilweise von dem Missbrauch gewusst hätte: "Diese Folter wurde durch Hollywood verschlimmert." Die meisten hätten ihre Augen davor verschlossen.

Sylvie Meis

In einem schwarzen, engen Kleid bringt sie den Müll raus

Sylvie Meis
Sylvie Meis legt nicht zur auf dem roten Teppich einen glamourösen Auftritt hin.
©Gala

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Es ist das erste Mal, dass Dylan Farrow sich auf diese Weise schriftlich zu den Anschuldigen äußert, die jedoch nicht neu sind: Im vergangenen Oktober veröffentlichte das Magazin "Vanity Fair" einen Artikel über die Tochter des Regisseurs, in dem sie erstmals die Missbrauchsvorwürfe erhob. Mittlerweile ist die junge Frau verheiratet, hat ihren Namen geändert und lebt in Florida. Sie erklärte in ihrem Brief auch, warum sie nach so vielen Jahren nun ihr Schweigen bricht: "Ich dachte, wenn ich es nicht ausspreche, werde ich es auf meinem Sterbebett bereuen."

Dylan spricht in ihren Brief auch Hollywoodstars persönlich mit Namen an, darunter Cate Blanchett, Alec Baldwin, Scarlett Johansson und Diane Keaton: "Was, wenn es dein Kind gewesen wäre, Cate Blanchett?", wendet sie sich beispielsweise an die Hauptdarstellerin in Allens Film "Blue Jasmine". Wie "people.com" berichtet, hat Cate Blanchett sich bereits zu dem offenen Brief geäußert. Während des Santa Barbara International Film Festivals sagte sie, sie hoffe, dass die Familie in dieser schmerzvollen Situation Frieden finde.

Ein Sprecher Woody Allens teilte "people.com" indes mit, dass dieser den Brief gelesen habe und ihn nicht wahr und erbärmlich finde. Allen werde sehr bald darauf antworten.

Bereits in den 90er-Jahren warf Mia Farrow ihrem Lebensgefährten Allen vor, er habe die gemeinsame Adoptivtochter Dylan sexuell missbraucht. Allen verlor daraufhin den Sorgerechtsstreit, nachdem das Paar sich nach zwölf gemeinsamen Jahren getrennt hatte. Die Ermittlungen zu den Verdächtigungen wurden jedoch eingestellt. Der Filmemacher erklärte, die Anschuldigungen entstammten den Rachegefühlen seiner Exfrau, die ihm seine Affäre mit seiner Adoptivtochter Soon-Yi Farrow Previn nicht verzieh. Soon-Yi und Allen sind mittlerweile verheiratet.

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