VG-Wort Pixel

Wolfgang Petry "Ich denke nicht in Genres oder Schubladen"

Wolfgang Petry
© Na Klar! GmbH
Kaum zu glauben, aber wahr: Der Mann auf dem Bild ist tatsächlich Wolfgang Petry, der nicht nur mit neuem Äußeren, sondern auch mit frischer Musik auf sich aufmerksam macht. Im GALA-Interview sprach der Musiker über sein neues Album und was ihn nach Jahrzehnten im Show-Geschäft immer noch überrascht. 

Wolfgang Petry kann man in Sachen Musik gar nichts vormachen: Der 68-Jährige steht nicht nur seit Jahrzehnten auf der Bühne, er ist auch in verschiedenen Genres und Sprachen erprobt. Das beweist er mit einem neuen Album "2084": Pete Wolf, so sein Alter Ego, brachte er zusammen mit seiner Band Anfang Dezember seine zweite CD heraus. Er singt wieder auf Englisch, komponierte diesmal aber alle Stücke selbst und widmet sich mit der neuen Platte anderen Musikstilen als dem Schlager, mit dem er in den 1970er Jahren seinen großen Durchbruch hatte.

Im Interview mit GALA sprach Wolfgang Petry über seine Liebe zur Musik, den Wechsel zwischen Deutsch und Englisch und darüber, was ihn nach 23 Studioalben und über 18 Millionen verkauften Einheiten noch überrascht. 

GALA: Vom Schlager zur Rockmusik: Für welches Genre schlägt Ihr Herz? 
Wolfgang Petry: Ich denke nicht in Genres oder Schubladen, für mich geht es um Musik und die kann Schlager, Pop, Rock, Deutsch oder Englisch sein, völlig egal – Hauptsache es macht Freude.

Welche Musik hören Sie am liebsten, wenn Sie allein und unbeobachtet oder ungehört sind? 
Ich höre alles quer durch den Garten, egal ob alleine oder unter Beobachtung.   

Wie schwierig ist es, nach so vielen Jahren mit deutschen Titeln ins Englische zu wechseln? 
Eigentlich ist das gar nicht schwer. Als ich angefangen habe Musik zu machen, haben wir viele englische Titel gespielt, dann kam mir zum Glück Wolfgang Petry dazwischen und jetzt habe ich beides: Pete Wolf und Wolfgang Petry. Besser geht es wohl kaum.

Ihr neues Album trägt den Titel „2084“ und ist damit nach dem gleichnamigen Song auf der CD benannt. Thematisch befasst sich das Lied mit den Veränderungen der Natur, die aus dem Klimawandel resultieren. Hat die aktuelle Debatte dazu beigetragen, dass Sie das ganze Album nach diesem Song benannt haben? 
Nein, den Titel und die Idee zum Album gibt es schon viel länger, die Debatte zum Klimawandel hat sich in der Zwischenzeit beschleunigt und nun kommt eben beides zusammen.

Umwelt- und Klimaschutz: Ist das auch im Privaten ein Thema für Sie? Und falls ja, wie gehen Sie es an? 
Ja, aber ganz so einfach, wie es manchmal dargestellt wird, ist das ja nicht. Wir versuchen aber alles, was nicht gut ist zu vermeiden, egal ob Plastikverbrauch oder Energieverschwendung.

Was sind Momente, die Sie nach so vielen Jahren in der Branche noch überraschen und Ihnen eine Gänsehaut zaubern? 
Jeder gute Titel, den man neu entdeckt und der dann Emotionen auslöst, ist immer wieder eine Überraschung für mich.

In Ihrer Karriere haben Sie mehrere Musikgenres abgedeckt. Können wir uns noch auf einen „dritten Wolfgang Petry“ freuen, der uns mit einer weiteren Musikrichtung überrascht? 
Die Frage kann ich Ihnen nicht beantworten, im Moment habe ich mit Wolle und Pete alle Hände voll zu tun.

Verwendete Quelle: Eigenes Interview

Gala

Mehr zum Thema


Gala entdecken