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Wladimir Klitschko "Ich habe gelitten wie ein Hund"

Hayden Panettiere, Wladimir Klitschko
© Reuters
Am 9. Juli will sich Wladimir Klitschko seinen Weltmeistertitel zurückerobern. Im "Stern"-Interview gibt er private Einblicke

Vergangenen November verlor Wladimir Klitschko, 40, seinen Weltmeistertitel an den Briten Tyson Fury, 27. Sein größter Misserfolg seit einem Jahrzehnt, den der Sportler natürlich nicht so einfach wegstecken konnte. "Das ist fair. Er war besser", resümierte der Boxer in der aktuellen Ausgabe des Magazins "Stern", musste sich aber trotzdem eingestehen: "Ich habe gelitten wie ein Hund."

Vor dem Rückkampf am 9. Juli sprach Wladimir Klitschko über seinen bevorstehenden Kampf, aber auch über viel Privates.

Seine Kindheit

Klitschko gilt als kontrolliert - keine Aussetzer, keine Skandale. Dies sieht der 40-Jährige ganz klar als Ergebnis seiner Erziehung. Sein Vater, sowjetischer Luftwaffen-Oberst, und seine Mutter, Pädagogin, erzogen ihn mit militärischer Disziplin: "Es gab klare Regeln bei uns zu Hause: saubere Schuhe, gebügelte Kleidung, Pünktlichkeit, Fleiß, Disziplin." Dass er deshalb und durch seinen stetigen Erfolg von Fans und Medien als Langweiler abgestempelt wird, sieht er aber als alternativlos: "Was wäre denn die Option? Zu verlieren? Oder Skandale zu haben? Beides möchte ich nicht. Und beides bin ich auch nicht."

Die Fernbeziehung zu Hayden Panettiere

Privat läuft es für Wladimir Klitschko weiterhin gut. Seit 2013 ist er mit der US-amerikanischen Schauspielerin Hayden Panettiere (26, "Nashville") verlobt. Die beiden haben eine Tochter, Kaya Evdokia, die im Dezember 2014 geboren wurde. Panettiere lebt und arbeitet in den USA, er pendelt zwischen Los Angeles, Hamburg und Kiew hin und her. Eine Art des Lebens und einer Fernbeziehung, die laut Klitschko nicht funktionieren würde, wenn "man nicht in derselben Straße geboren und aufgewachsen wäre. Und dann versucht man einen Partner zu finden, der genauso viel reist."

Er steht Hayden bei

Natürlich bringe das auch Nachteile mit sich. Man müsse die Familie immer wieder verlassen, obwohl man gerne bleiben würde. Trotzdem ist Klitschko glücklich: "Immer unterwegs sein. Ich kenne das Leben nicht anders." Sehr stolz sei er auf seine Verlobte, die seit der Geburt von Kaya an einer sogenannten postnatalen Depression leidet und sich aktuell wieder in einer Klinik in psychologischer Behandlung befindet. "Ich bin stolz auf sie, dass sie so offen damit umgeht, weil es ein Thema ist, das viele Frauen betrifft", erklärt der Boxer. Mehr will er dazu aber nicht sagen.

Heimat und Integration

Auf die Frage, wo denn seine Heimat sei, antwortet Klitschko deutlich: "In der Ukraine. Aber Deutschland ist meine zweite Heimat, auch wenn ich das nie gedacht hätte." Denn für ihn und seinen Bruder sei die Integration nicht einfach gewesen, als sie 1996 nach Deutschland kamen: "Das war hart. Meine Integration hat eine Weile gedauert." Sie seien oft einsam gewesen. Trotzdem fühle er sich "sehr deutsch im Kopf."

"Ich werde gewinnen"

Von seinem Gegner hält Klitschko im Übrigen nicht sehr viel. Der Brite hat ihn auf einer Pressekonferenz letztens sogar als "ein Stück Scheiße" beschimpft. Klitschko werde ihm dafür und "vor allem für seine antisemitischen, frauenfeindlichen und homophoben Äußerungen, die er ständig zum Besten gibt, die Fresse im Ring polieren." Für den Rückkampf gibt sich der 40-Jährige nämlich siegessicher: "Ich werde nicht verlieren. Ich werde gewinnen."

lsc SpotOnNews


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