Wilson Gonzalez Ochsenknecht: Offene Worte über seinen Missbrauch als 6-Jähriger

Für seinen Peiniger empfindet Wilson Gonzalez Ochsenknecht keinerlei Wut mehr. Das berichtet er jetzt in einem Interview

Der Schauspieler Wilson Gonzalez Ochsenknecht, 28, ist auf seinen Peiniger, der ihn einst als 6-jährigen Jungen missbrauchte, nicht mehr wütend. Das sagte er in einem Interview mit der Zeitschrift "Bunte". Er habe akzeptiert, dass dieser Mann, ein damaliger Filmset-Kollege seines Vaters Uwe Ochsenknecht, 63, eine sehr schwere Krankheit habe: "Es gibt Menschen, die wissen, dass sie krank sind, und tun etwas dagegen. Und dann gibt es andere, die machen Fehler." Die sollten bestraft werden, so habe er das gelernt.

Wilson Gonzalez Ochsenknecht geht offen mit dem Vorfall um

Er selbst sei durch eine gute psychologische Betreuung über die Vorfälle hinweggekommen: "Es ist einfach wichtig, offen damit umzugehen." Er spreche mit Menschen, die eine ähnliche Geschichte hätten. "Ich komme damit zurecht, muss aber auch nicht rumrennen und jedem erzählen, dass mir das passiert ist", erzählt der Sohn von Uwe und Natascha Ochsenknecht, 54, weiter. Er sei sehr gefestigt in seiner Psyche, auch wenn er vielleicht eine Schraube locker habe.

Drei Jahre Haft für den Täter

Wilson Gonzalez Ochsenknecht wurde im Jahr 1995 von einem Freund der Familie missbraucht, als seine Eltern für sechs Wochen in die USA reisten. Uwe und Natascha Ochsenknecht hatten den Bühnenbeleuchter zuvor bei Dreharbeiten zu einem Kinofilm kennengelernt, freundeten sich an und verbrachten anschließend beinahe täglich Zeit mit ihm. Im Jahr 1997 wurde der einschlägig vorbestrafte Täter für den Missbrauch vom Hamburger Landgericht zu drei Jahren Haft verurteilt. 

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