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Will Smith nach Oscar-Ohrfeige Im Interview bricht er in Tränen aus

Will Smith
© Neilson Barnard / Getty Images
Will Smith scheint auch acht Monate nach der alles verändernden "Oscar-Ohrfeige" mit sich selbst zu hadern. In einem Interview bricht der Schauspieler sogar in Tränen aus, als er sich daran erinnert.

Will Smith, 54, "versteht vollkommen", wenn das Publikum nicht bereit ist, ihn in einem Film zu sehen. Das erklärte der Schauspieler in einem TV-Interview mit Fox 5 zu "Emancipation". Es ist das erste Werk mit ihm, das nach dem Skandal bei der diesjährigen Oscar-Verleihung veröffentlicht wird. Er hatte Comedian Chris Rock, 57, auf der Bühne geohrfeigt. Will Smith erklärte nun weiter, er hoffe, dass seine Handlungen nicht den Film "bestrafen".

Will Smith: "Meine größte Sorge gilt meinem Team"

"Ich verstehe das vollkommen, wenn jemand nicht bereit ist", sagte Smith zu Fox 5 über seinen neuen Film von Regisseur Antoine Fuqua, 56. Er würde das "absolut respektieren", er verstehe, wenn das Publikum einen Film mit ihm nicht sehen wolle. Der Schauspieler fügte hinzu: "Meine größte Sorge gilt meinem Team. Antoine hat das geleistet, was meiner Meinung nach die größte Arbeit in seiner gesamten Karriere ist ... die Leute in diesem Team haben einige der besten Arbeiten ihrer gesamten Karriere abgeliefert und ich hoffe inständig, dass meine Handlungen mein Team nicht benachteiligen."

Will Smith

Dafür arbeite er nun, erklärte Smith weiter. "Darauf hoffe ich. Ich hoffe, dass das Material, die Kraft des Films, die Aktualität der Geschichte – ich hoffe, dass das Gute, das getan werden kann – die Herzen der Menschen öffnen wird, um die unglaublichen Künstler in und rund um diesen Film zu sehen, zu erkennen und zu unterstützen."

Will Smith bricht in Tränen aus

Wie nahe ihm der Backpfeifen-Eklat auch acht Monate später noch geht, wird in einem weiteren Interview im Rahmen seiner Promotour deutlich. In der "The Daily Show" berichtet er Moderator Trevor Noah, 38, von einem Ereignis, das sich später am selben Abend zugetragen hatte. "Mein kleiner Neffe Dom ist neun. Er ist der süßeste kleine Junge. Wir sind nach Hause gekommen", erinnert sich der 54-Jährige, bevor ihm Tränen die Wangen herunterlaufen. "Er war aufgeblieben, um seinen Onkel Will zu sehen, und wir saßen in meiner Küche, er saß auf meinem Schoß und hielt den Oscar in der Hand und fragte: 'Warum hast du den Mann geschlagen, Onkel Will?'" Es sei schrecklich gewesen, so Smith, der sich immer wieder mit einem Taschentuch die Tränen trocknet.

Darum geht's in "Emancipation"

Will Smith spielt in "Emancipation" den Sklaven Peter, der im Jahr 1863 durch die Sümpfe Louisianas flieht, um die Armee der Nordstaaten und damit seine Freiheit zu erreichen. Unbarmherzige, rassistische Jäger sind ihm bei seiner Flucht stets auf den Fersen. Der Film ist inspiriert von einem der berühmtesten Fotos aus der Zeit des Amerikanischen Bürgerkriegs. Es zeigt den von zahlreichen Peitschenhieben seiner Sklavenhalter entstellten Rücken des sogenannten "Whipped Peter". Die Aufnahme, bekannt als "The Scourged Back", beeinflusste in den 1860er Jahren wesentlich die öffentliche Meinung in den Nordstaaten, bewies sie doch zweifelsfrei die unmenschliche Grausamkeit der Sklaverei.

Der Film soll am 2. Dezember 2022 in ausgewählten Kinos anlaufen und ist damit theoretisch sogar für die nächstjährige Oscarverleihung qualifiziert, bevor er am 9. Dezember auf Apple TV+ erscheint. Sollte der Film tatsächlich ins Rennen um einen Goldjungen gehen, könnte das Smith allerdings nur aus der Ferne verfolgen. Für seine Ohrfeige ist der Schauspieler zehn Jahre lang von der Veranstaltung ausgeschlossen worden.

Verwendete Quellen: Fox 5, "The Daily Show", youtube.com

spg SpotOnNews

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