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Wilfried Scheutz (†) Sänger mit 67 Jahren gestorben

Die Musikwelt trauert: Er war einer der bekanntesten Vertreter des Austro-Pops. Jetzt ist der österreichische Sänger Wilfried Scheutz im Alter von 67 Jahren verstorben

Am Sonntag erlag Wilfried Scheutz seinem Krebsleiden. Wie der "ORF Niederösterreich" berichtet, verstarb der Sänger am Nachmittag im Krankenhaus Lilienfeld. Mit Hits wie "Ziwui, ziwui" und "Woodpecker’s Music" wurde die Musiklegende in den 1970-er Jahren auch über die heimischen Grenzen hinaus bekannt.

Wilfried Scheutz ist tot

Der Österreicher führte ein Leben voller Höhen und Tiefen. Mit gerade einmal 23 Jahren konnte der Sänger erste Erfolge feiern, darunter das Rock-Medley "Mary, oh, Mary“. Mit seinen Songs wurde er zu einer der Wegbereiter des sogenannten Austropop, wie die Popmusik in Österreich seit den 60-er Jahren bezeichnet wird.

Pleite beim Eurovision Song Contest

Zudem war Wilfried Scheutz von 1978 bis Mitte 1979 Sänger der Band "Erste Allgemeine Verunsicherung“ und tourte mit der Gruppe durch Österreich. Auf den überraschenden Durchbruch in den 70-er Jahren folgte später der musikalische Tiefpunkt.

1988 nahm Wilfried mit dem Song "Lisa Mona Lisa“ am Eurovision Song Contest teil und belegte mit null Punkten den letzten Platz. "Da haben mich alle - auch die Leute, mit denen ich am besten befreundet war - wie eine heiße Kartoffel fallen lassen“, resümierte der Musiker Jahre später.

Mit seiner Krebserkrankung ging Wilfried Scheutz offen um

Nach der Pleite 1988 zog sich Wilfried Scheutz aus der Öffentlichkeit zurück, blieb der Musik aber treu. So spielte er seit 2011 gemeinsam mit seinem Sohn Hanibal in der Rockgruppe „Neue Band“ und veröffentlichte vor wenigen Wochen sein letztes Album "Gut Lack".

Mit seiner Krebserkrankung ging der Österreicher, der bis zu seinem Tod mit seiner Frau Marina Tatic in Pressbaum lebte, sehr offen um. "Mich macht glücklich, wie herzlich die Leute jetzt in der Katastrophe mit mir umgehen, in der ich mich befinde - und es ist eine Katastrophe, man braucht sie nicht wegreden. Dafür bin ich sehr dankbar. Ich versuche aus dem, was mir im Moment widerfährt, das Positive zu ziehen", erklärte er in seinem letzten Interview mit dem ORF. 

Gala

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