Was macht eigentlich... ?: ... Comedian Markus Maria Profitlich

Lange nicht gesehen! Manche Promis hatte man schon eine Weile nicht mehr auf dem Schirm, andere sind vielleicht ganz von der Bildfläche verschwunden. Einige würden wir gerne bald einmal auf den Bildschirmen wiedersehen. Einer davon ist Comedian Markus Maria Profitlich. 

Sie sind für eine Weile prominenter Teil unseres Lebens gewesen. Doch was machen die Stars von gestern eigentlich heute? Erscheint bald ein neuer Film, wird eine TV-Serie fortgesetzt, kommen ein Buch oder ein neues Album heraus?

GALA spürt die (fast) vergessenen Promis aus vergangenen Zeiten auf und schaut einmal genauer hin, was aus ihnen geworden ist. Heute: Was macht eigentlich ...

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©Gala

... Comedian Markus Maria Profitlich?

"Ich bin für jeden Tag glücklich, den ich auf der Bühne stehen kann." Markus Maria Profitlich, 60, ist Comedian - und Realist. Der gebürtige Bonner hat Parkinson. Vor zwei Jahren macht er die Diagnose öffentlich. "Ich wollte nicht, dass einer sagt: 'Guck mal, die Hand zittert ja. Hat der ein Alkoholproblem?'.“

Aufgeben ist für den Rheinländer keine Option. Seit über 30 Jahren steht Profitlich für gute Unterhaltung auf der Bühne und im TV. Nach einer Schreinerlehre wagt er den Sprung in ein ganz anderes Metier: die Comedy-Szene. Erste Auftritte bei der Bonner "Springmaus", dann die Chance, im TV Fuß zu fassen. Er ergreift sie: Von 1999 bis 2001 gehört der raubeinige Komiker zum Ensemble der Wochenshow, gibt unter anderem den "Erklärbär".

Das SAT.1 "Wochenshow"-Ensemble Bastian Pastewka, Till und Obel, Anke Engelke, Markus Maria Profitlich und Ingolf Lück im Jahr 1999.

Doppelfunktion bei "Mensch Markus" 

Mit seiner eigenen Firma mmp production schneidert er ein eigenes Format passgenau auf sich zu. "Mensch Markus" lehnt sich an die britische Sketch-Show "Hale & Pace" an, trägt aber eindeutig Profitlichs Handschrift. In seiner Show etabliert er wiederkehrende Charaktere auf der Bühne und in Einspielern. Ein Erfolgskonzept, das von 2002 bis 2007 erfolgreich über die deutschen Bildschirme flimmert und für das der Entertainer dreimal mit dem "Deutschen Comedypreis" ausgezeichnet wird.

Markus Maria Profitlich spielt von 2002 bis 2007 in 80 Folgen seiner eigenproduzierten Comedy-Sendung "Mensch Markus" Seite an Seite mit hochkarätigen Kollegen wie Horst Scheel.

Mit seiner TV- und Bühnenpartnerin, der amerikanisch-deutschen Schauspielerin Ingrid Einfeldt, 59, ist der Comedian übrigens verheiratet und hat mit ihr zwei gemeinsame Töchter. Seit 1997 tritt sie immer wieder gemeinsam mit ihrem Mann auf Tour und auch bei "Mensch Markus" auf.

Markus Maria Profitlich und Ingrid-Marie Einfeldt in der Sat.1-Sendung "Markus M. Profitlich will Fußball gucken" im Jahr 2004.

Erneut in einer Doppelfunktion versucht sich Profitlich 2006 in der Comedy-Serie "Deutschland ist schön – Die Allstar Comedy", in der das Leben und die Eigenarten der Deutschen auf die Schippe genommen wird. Er gehört zur Besetzung und produziert das Format. An seiner Seite spielen deutsche Comedy-Größen wie Dirk Bach (†51), Beatrice Richter, 71, oder Jürgen von der Lippe, 71, der die Sketche anmoderiert.

In der Sketch-Comedy "Weibsbilder" (2005-2007) dagegen spielt der Comedian naturgemäß keine tragende Rolle, wird aber auch hier wieder als Produzent tätig.

Markus Maria Proftlich produziert von 2005 bis 2007 "die Sketch-Comedy "Weibsbilder" mit den Comedians Mackie Heilmann, Sabine Menne und Judith Döker 

Ins Spiel kommt Profitlich wieder mit der Sat.1-Sendung "3 – Ein Viertel" (2008). Mit seinen bekannten "Mensch Markus"-Co-Stars Roland Riebeling, 42, und Volker Büdts, 47, verkörpert er eine Staffel lang die schrulligen Einwohner des fiktiven Essener Stadtteils „Schraubstock“. 

Leidenschaft für die Bühne

In den vergangenen Jahren taucht der Comedian immer einmal wieder in verschieden Rollen im deutschen TV auf, bei "Pastewka" oder in der Krankenhausserie "Bettys Diagnose".

Leidenschaftlich unterwegs ist er allerdings seit Jahren mit seinen Stand-Up-Programmen. Aktuell steht das selbsternannte "Schwergewicht der Comedy" mit dem Programm "Schwer verrückt!" auf der Bühne.

Der Comedian Markus Maria Profitlich auf der Bühne im Rahmen seiner Tour "Schwer verrückt!".

Am 25. März ist Profitlich 60 Jahre alt geworden. Vor zwei Jahren macht er seine Parkinson-Erkrankung öffentlich. Damit hat er lange gerungen. "Ich habe anderthalb Jahre gebraucht, bis ich damit offen umgehen konnte", sagt er gegenüber der dpa. "Das war ein ziemlicher Einschnitt in meinem Leben. Ich wollte es aber nicht länger verstecken." 

Wenn der Körper nicht mehr gehorcht

Markus Maria Profitlich ist Realist. "Man weiß ja, wo es enden wird, wenn man diese Krankheit hat." Starkes Zittern und Bewegungsstörungen quälen die Betroffenen. "Im Durchschnitt erkranken Patienten mit etwa 60 Jahren an Parkinson. Dem Ausbruch gehen aber vermutlich jahrzehntelange Veränderungen im Körper voraus", schreibt die Deutsche Gesellschaft für Parkinson und Bewegungsstörungen (dpg) auf ihrer Homepage. In der Regel sind demnach von einem Erkrankungsrisiko mit 2,0 Prozent mehr Männer als Frauen betroffen, deren Risiko bei 1,3 Prozent zu verorten ist

Damals und heute

Was wurde eigentlich aus diesen Stars?

Mit der Rolle des "Atréju" in der Verfilmung von Michael Endes "Die Unendliche Geschichte" von 1984 wurde Noah Hathaway weltberühmt. Erfolg brachte der Film ihm allerdings nicht. Noah arbeitete danach unter anderem als Kampfsportlehrer, steht seit 2012 aber wieder vor der Kamera.
Noah Hathaway arbeitete nach "Die Unendliche Geschichte" unter anderem als Barkeeper und Kampfsportlehrer. Seit 2012 steht der 48-Jährige aber für kleinere Independent-Produktionen wieder vor der Kamera.
Als "Die Kindliche Kaiserin" entzückte die junge Tänzerin Tami Stronach die Kinozuschauer. Nach dem Film erlaubten die Eltern der damals 12-Jährige allerdings nicht, dass sie weiterhin schauspielert. 
Tami, hier mit Kollege Noah Hathaway am 8. März bei der ComicCon in Liverpool, wurde Ensemblemitglied der Neta Dance Company und arbeitet heute als Choreografin in New York.

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Innehalten will Profitlich allerdings nicht. Nicht solange es noch geht. Regelmäßig bringt er mit seinem  aktuellen Programm 300 bis 400 Zuschauer zum Lachen. In den vergangenen zwei Jahren insgesamt 190 Mal sogar. Er macht weiter mit dem, was er liebt, auch wenn die Gelenke schmerzen. 

"Mit 70 oder 80 will ich nicht mehr auf der Bühne stehen. Da sehe ich mich mit meiner Frau gemütlich im Sessel eine Flasche Rotwein trinken."

Verwendete Quellen: profitlich.de, Spiegel, parkinson-gesellschaft.de

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