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Was macht eigentlich...? Talkshow-Queen Arabella Kiesbauer

Arabella Kiesbauer
Arabella Kiesbauer
© Picture Alliance
Lange nicht gesehen! Was macht eigentlich: Talkshow-Queen Arabella Kiesbauer? 

Sie sind für eine Weile prominenter Teil unseres Lebens gewesen. Doch was machen die Stars von gestern eigentlich heute? Erscheint bald ein neuer Film, wird eine TV-Serie fortgesetzt, kommen ein Buch oder ein neues Album heraus?

GALA spürt die (fast) vergessenen Promis aus vergangenen Zeiten auf und schaut einmal genauer hin, was aus ihnen geworden ist. Heute: Was macht eigentlich ...

... Talkshow-Queen Arabella Kiesbauer?

Zehn Jahre lang ist Arabella Kiesbauer, 50, DIE Quoten-Hochtreiberin bei ProSieben. In ihrer gleichnamigen Talkshow begrüßt sie täglich Menschen "von Nebenan" und spricht mit ihnen über deren Sorgen und Nöte oder unterhaltsame Geschichten aus dem Leben. Parallel geht die sympathische Wahl-Österreicherin mit deutschen und ghanaischen Wurzeln mit ihrem Abend-Format "Arabella Night" (1996-1997) auf Sendung. Doch irgendwann verschwindet sie aus dem deutschen TV-Geschehen. Was macht der wortstarke Fernseh-Star heute?

So viel sei bereits verraten: Kiesbauer könnte bald schon wieder das bundesdeutsche Publikum unterhalten, zumindest wenn es nach ihr geht: "Ich habe total Lust! Es gab in der Vergangenheit immer wieder Anfragen und Angebote, doch inhaltlich hat es nie gepasst. Dennoch bin ich offen und freue mich auf alles, was noch kommt", sagt sie gegenüber "Bild" im vergangenen Jahr anlässlich ihres 50. Geburtstages.

Arabella Kiesbauer: Zehn Jahre Talk-Zenit im deutschen Fernsehen

Ihre Fans hierzulande würde ein Comeback sicher freuen. Schließlich zählt die Tochter der deutschen Theaterschauspielerin Hannelore Kiesbauer, 79, und des ghanaischen Maschinenbauingenieurs Sammy Amissah († 1999) viele Jahre lang zu beliebtesten Talk-Köpfen im Privatfernsehen.

Von 1994 bis 2004 gehört das Format "Arabella" für Schüler, Studenten und andere Talkbegeisterte zum festen Nachmittagsritual. Anfang des neuen Jahrtausends allerdings flaut die Begeisterung der Zuschauer für den gerne als "krawallig" bezeichneten TV-Goldesel der Talkshows ab. Kiesbauers Sendung wird 2004 eingestellt. Im deutschen Fernsehen, wo die temperamentvolle Moderatorin für Jahre nicht wegzudenken war, gerät sie plötzlich in Vergessenheit.

Karrierestart in Österreich

Nicht so in Österreich, dem Land, das der TV-Star als Heimat betrachtet. Dort wächst die kleine Cosima Arabella-Asereba in Wien bei ihrer Großmutter auf, studiert nach dem Abitur die Fächer Publizistik und Theaterwissenschaft am renommierten Lycée Français de Vienne und wird parallel vom ORF als Moderatorin fürs Jugendprogramm entdeckt. Sechs Jahre lang moderiert Kiesbauer die Sendung "X-Large" und wird zur Identifikationsfigur für ihre Zielgruppe.

In Deutschland wird sie Anfang der neunziger Jahre bei ProSieben angeheuert, moderiert zunächst unter anderem das Magazin "Rund um Hollywood". Mit dem auf sie zugeschnitten Format "Arabella" erlebt sie ihren Durchbruch. Parallel zum Sendestart produziert die vielseitig Talentierte sogar ein Musik-Album unter dem Titel "Number One". Später geht sie sogar unter die Autorinnen. Mit "Nobody is perfect!“ (1999) verfasst sie ihre Talkshow-Biografie. In "Mein afrikanisches Herz“ (2007) schreibt sie über ihre ghanaische Herkunft.

Sie entgeht knapp einem Attentat

Ihre wachsende Popularität hat allerdings auch Schattenseiten. Am 9. Juni 1995 wird auf Arabella ein rassistisch motiviertes Briefbomben-Attentat verübt. Sie bleibt körperlich unversehrt, eine Assistentin der Moderatorin wird allerdings verletzt. Der Mehrfach-Attentäter Franz Fuchs (†50) wird 1997 von der Polizei geschnappt und nimmt sich drei Jahre später das Leben.

Der Schreck sitzt tief bei der Moderatorin. Ihren Verpflichtungen geht Arabella allerdings weiter nach und gibt somit dem rechtsextrem motivierten Anschlag und seinem fanatischen Verursacher keine Chance, zumindest ihren beruflichen Alltag negativ zu beeinflussen. 

"Playboy"-Fotos & Talkshow-Aus

Die schöne Wienerin ziert den Titel der deutschen Ausgabe des "Playboy" und moderiert ab 2002 parallel zu ihrer täglichen Talkshow für den österreichischen Sender ORF die Castingshow "Starmania". 

Zwei Jahre später dann das Aus für ihre Nachmittagsshow "Arabella". Ihr Haussender ProSieben bietet der langjährigen Quoten-Queen zwar umgehend ein neues Format an, doch die lehnt dankend ab. "Das Geständnis", wie ihr neues Projekt heißen soll, entspricht konzeptionell nicht Arabellas Erwartungen. Moderatorin und Sender gehen getrennte Wege. 

Privates & berufliches Glück in Österreich

Privat allerdings scheint bei Kiesbauer alles rund zu laufen. Im November 2004 heiratet die damals 35-Jährige den Wiener Unternehmer Florens Eblinger und bekommt mit ihm drei Jahre später eine Tochter, zu der sich im Jahr 2010 ein Brüderchen gesellt. Gar nicht so schlecht also, dass Arabella in den folgenden Jahren geografisch nah zu ihrem Wohnsitz Wien arbeiten kann. 

Sie moderiert mehrfach den Wiener Opernball, führt Gespräche mit internationalen Prominenten wie Hillary Swank, 45, Antonio Banderas, 59, Melanie Griffith, 62, oder Tatjana Patitz, 53, beim "Life Ball" vor dem Wiener Rathaus oder führt mit Mirjam Weichselbraun, 38, und Alice Tumler, 41, durch die sechzigste Ausgabe des Eurovision Song Contest, der 2015 aufgrund des Vorjahressieges von Conchita Wurst, 31, in Österreich ausgerichtet wird.

Regelmäßig sucht sie von 2012 bis 2014 talentierten Gesangsnachwuchs in der Sendung"Kiddy Contest", einem Format, das ähnlich wie "The Voice Kids" vor allem die Jüngsten begeistert. 

Einen beruflichen Coup landet Arabella vor sechs Jahren mit dem Moderationsjob für die österreichische Ausgabe von "Bauer sucht Frau", das in der deutschen Version von Inka Bause, 51, geprägt wird und in beiden Ländern dauerhafter Publikumsmagnet ist. 

Rückkehr ins deutsche TV?

Ob Arabella bald wieder im deutschen Fernsehen zu sehen ist, daran bestehen aktuell Zweifel. Lust hat sie, wie sie ja bereits geäußert hat, aber an der Zeit könnte es wohl mangeln. In wenigen Tagen nämlich wird die umtriebige Moderatorin in ihrer Heimat ein in Deutschland bereits erfolgreich gelaufenes Format einführen: Am 14. März startet auf PULS4 die erste Staffel von "The Masked Singer". Ein weiteres erfolgversprechendes Format in Kiesbauers Portfolio. 

In ihrer alpenländischen Heimat hat die 50-Jährige also den TV-Gipfel mit Geduld und Können erklommen. In Deutschland hat sie hoffentlich inzwischen die mediale Talsohle bewältigt. Schwung genug hat die Quotenbringerin, sich auch hier wieder zu neuen Höhen aufzumachen.

Verwendete Quellen: arabella-kiesbauer.at, BILD, kino.de, Stern

ama Gala

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