Walter Kohl : Sohn von Helmut Kohl (†) mit erschütternder Lebensbeichte

Walter Kohl spricht über die schwierigste Zeit seines Lebens: CDU-Spendenaffäre, Suizid der Mutter, Scheidung. Er selbst verlor damals jeglichen Lebensmut

Walter Kohl

Im kleinen Bad Birnbach in Bayern bewies Walter Kohl, 53, jetzt großen Mut. Vor gut 200 Zuhörern sprach er offen über die schwere Zeit von 1999 bis 2001: CDU-Spendenaffäre, den Selbstmord der eigenen Mutter, seine Scheidung und wie er darüber den Lebensmut verlor. Erst die Lehre des österreichischen Psychiaters Viktor Frank (†92) hat ihm bei der Überwindung seiner Krise maßgeblich geholfen.

Walter Kohl "gesellschaftlich und wirtschaftlich ruiniert"

Bis 1999 lief die Karriere von Walter Kohl, Sohn des verstorbenen Altkanzlers Helmut Kohl (†87), gut. Er arbeitete im Investmentbanking als Controller. "Vorher war ich 'ZDF' - Zahlen, Daten, Fakten." Mit "vorher" meint er die Zeit vor der CDU-Spendenaffäre, die seinen Vater die politische Karriere kostete. Es folgten zwei schwere Jahre für ihn. Die politische Welt seines Vaters beeinflusste Walters eigene. Wie die "Passauer Neue Presse" berichtet, gestand er dem Publikum, dass er "in kürzester Zeit gesellschaftlich und wirtschaftlich ruiniert" gewesen sei. 

Er spricht über den Selbstmord von Hannelore Kohl (†)

Am 5. Juli 2001 folgte der Selbstmord seiner Mutter Hannelore Kohl (†68) - wenige Tage vor Walters Geburtstag. Ein Schock für den damals 35-Jährigen. Die Scheidung seiner ersten Ehe folgte kurz darauf. Er selbst habe während dieser Existenzkrise jeglichen Lebensmut verloren. "Es war die erste Frage, die ich mir stellte 'Will meine Mutter, dass ich lebe?'" Doch musste er sich dies fragen, um sich aus seinem Tief zu befreien. "Will sie, dass ich etwas aus meinem Leben mache?" und "Warum machst du das dann nicht?" komplettierten diesen Heilungsprozess. 

Er gab den Kampf nicht auf

Dass es dem Unternehmer heute wieder gut geht, liegt nicht nur an seiner zweiten Ehefrau Kyung-Sook Kohl, der er großen Dank ausspricht, sondern auch an seinem eigenen Willen sich nicht unterkriegen zu lassen. Dabei half ihm auch die Lektüre von Frankl. Doch Kohls eigene Lebensphilosophie ist genauso simpel, wie offenbar effektiv: "Die Spielregeln des Lebens verlangen von uns nicht, dass wir um jeden Preis siegen, wohl aber, dass wir den Kampf niemals aufgeben."

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