Von der Metzgerin zur Bundestrainerin: 5 Dinge, die fast niemand über Silvia Neid weiß

Seit Jahren steht sie am Spielfeldrand und führt unsere Fußball-Frauen von Erfolg zu Erfolg. Viel weiß man über Bundestrainerin Silvia Neid dennoch nicht. Mit Gala.de können Sie ihr Wissen erweitern

Silvia Neid

1. Fleisch, frische Blumen, Fußball

Die Karriereleiter führte für Silvia Neid natürlich nicht sofort auf die Trainerbank. Davor erklomm sie erst einmal noch ganz andere Stufen - und die hatten so gar nichts mit Fußball zu tun. Nach ihrem Realschulabschluss macht sie eine Ausbildung zur Fleischereifachverkäuferin, verlässt den Metzger-Betrieb und ihre Heimat Bergisch Gladbach dann jedoch und geht nach Siegen. Hier spielt sie im Verein erfolgreich unter Trainer Gerd Neuser, der sie mit einem Job in seinem Blumengroßhandel lockte. So lieferte Silvia 1985 Blumen in Siegen aus. Ihr heutiges Amt beim DFB übernimmt sie erst 20 Jahre später.

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2. Versicherungen und Verträge

Wer denkt, dass mit Metzgerei, Blumengeschäft und Spielfeld alle Stationen von Silvias Berufsweg genannt sind, irrt. Einen Zwischenstopp legt sie nämlich noch ein. Und zwar bei einem großen deutschen Versicherungsunternehmen in Siegen, als ihre Spielerinnenkarriere schon wieder am Ausklingen ist und sie den Sport beinahe an den Nagel hängen will. Vom Schreibtisch weg und direkt zum DFB holt sie dann jedoch der einstige Bundestrainer Berti Vogts. Er ruft an ihrem Arbeitsplatz an, sodass es schon kurz darauf heißt: Vertrag statt Versicherungen.

3. "Dino" des Frauenfußballs

Klar, wir alle wissen, dass Silvia Neid als Spielerin sowie als Trainerin eine Menge von Titeln gesammelt hat. Unglaublich - und relativ unbekannt - ist dieser Fakt jedoch absolut: Die Power-Frau war seitdem im Frauenfußball Welt- und Europameisterschaften veranstaltet werden IMMER dabei - sei es aktiv auf dem Platz, als Co-Trainerin oder eben in ihrer heutigen Position. Als Fußballerin erreichte Silvia drei EM-, sieben Meister und sechs Pokal-Siege, als Oberhaupt unserer Mädels kamen dann sogar noch zwei EM- sowie ein WM-Sieg hinzu. Respekt!

4. Bundestrainerin-Barbie

Mattels berühmtestes Püppchen hat so einige Berufe. Mal ist sie Tierärztin, dann Astronautin und seit dem Februar 2011 ist Barbie nun auch Bundestrainerin. Der Spielzeugwarenhersteller ehrte Silvia Neid vor der WM in Deutschland mit einer "One of a Kind Barbie", einem Unikat, das exakt wie sie aussieht - nur eben kleiner und mit den typisch großen Puppenaugen. Damit reiht sich die heute 51-jährige zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel und Kronprinzessin Victoria von Schweden ein, die - als welche der allerwenigsten - ebenfalls eine eigene Miniaturausgabe ihrer selbst vorweisen können. Eine eigene Barbie bekommen eben nur die einflussreichsten Frauen der Welt.

5. Playerin ja - Playboy nein

Zwanzig Jahre ist es her, als der Playboy bei Silvia Neid anrief. Nacktfotos für das Männermagazin kamen für sie jedoch nicht infrage. Daran konnte auch ein fünfstelliger DM-Betrag nichts ändern, den man der Sportlerin für die Aufnahmen anbot. Kurz danach machte Silvia übrigens einen weitaus wichtigeren Karriereschritt: Sie wurde bei der WM in Schweden als Spielerin erstmals Vize-Weltmeisterin.

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