Vito Schnabel: Wird er der neue Star-Galerist?

Vito Schnabel hat vor Kurzem in St. Moritz seine Galerie eröffnet - ist er der neue Superstar der Kunstszene?

Die Flammen auf ihren Köpfen brennen hell aber sehr langsam. Gemeint sind "Bruno und Yoyo", zwei Wachsfiguren des bekannten Schweizer Künstlers Urs Fischer. Wie zwei lebensgroße Kerzen sitzen sie in der Galerie von Vito Schnabel in St. Moritz, doch der eigentliche Clou bei der Vernissage ist, dass sich ihre lebendigen Vorbilder, der Galerist Bruno Bischofberger und seine Frau Yoyo direkt daneben postiert haben.

Die Installation ist eine Verbeugung Schnabels vor Bischofberger, seinem Patenonkel und Mentor. Schließlich hat der 29-Jährige die Galerieräume in der Via Maistra von Bischofberger übernommen. Der Schweizer hatte die Kunstszene in St. Moritz über Jahrzehnte dominiert, hier neben Andy Warhol und Jean-Michel Basquiat auch Vitos Vater Julian Schnabel ausgestellt.

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Die Vernissage gerät in jeder Hinsicht zum Heimspiel. Nicht nur Julian Schnabel ist gekommen, um seinen Sohn zu unterstützen, sondern auch Schwester Lola, und auch seine Freundin Heidi Klum hat ihre Eltern Erna und Günther mitgebracht. Alle wohnen gegenüber im noblen "Kulm"-Hotel, welches der Familie Niarchos gehört. Deren Sohn Stavros ist nicht nur der Ex von Paris Hilton, sondern Vitos bester Freund.

Viel zu viele Leute drängen sich in dem erstaunlich kleinen Ausstellungsraum, so dass Vito drei Bodyguards anweisen muss, die Werke zu beschützen. Galeristen, Kunstinsider, weibliche Groupies, die versuchen, mit Vito Selfies zu machen, aber auch Sammler wie Hubert Burda und Maria Furtwängler und Rolf Sachs. "Ich freue mich, das so viele Menschen gekommen sind", sagt der Hausherr zu GALA. Er spricht mit leiser Stimme. Man merkt, es ist ihm unangenehm, so im Mittelpunkt zu stehen.

Heidi hielt sich zurück

Heidi, sonst gerne die Rampensau, hält sich an diesem Abend merklich im Hintergrund, weil sie ihrem Freund nicht die Show stehlen will. Auch hinter dem Künstler kann sich Vito an diesem Abend nicht verstecken. Urs Fischer kommt spät, geht früh, und dazwischen hält er sich meist im Büro der Galerie hinter verschlossener Tür auf. US-Künstler Sterling Ruby, der im Auftrag von Vito Schnabel zwei Öfen auf dem Parkplatz des "Kulm"-Hotels aufgestellt hat, ist ebenfalls kaum greifbar.

Vito - ganz aufgeregt

"Natürlich war Vito nervös. Die Eröffnung ist eine große Sache für ihn. Das wäre sie wohl für jeden 29-Jährigen", sagt Bob Colacello zu GALA. Der "Vanity Fair"-Kultautor arbeitete in den Siebzigerjahren für Andy Warhols "Interview"-Magazin und ist in der New Yorker Szene besser vernetzt als jeder andere. Vito hat ihn zum Senior Advisor der Galerie ernannt, wie er erzählt.

Doch was bleibt nach der fulminanten Eröffnung? Unwahrscheinlich, dass Vito Schnabel regelmäßig in der Via Maistra anzutreffen sein wird, um potentiellen Kunden die Werke seiner Künstler zu erklären. Dafür hat er die junge Galerieleiterin Sara Forsythe sowie eine Assistentin angestellt. Einstellungsvoraussetzung der beiden: Neben Englisch müssen sie auch fließend Deutsch, Italienisch und Französisch sprechen.

Goodbye, St. Moritz?

Redet man mit Insidern in St. Moritz, so bezweifeln viele, dass sich Vito lange in dem Nobelort halten wird. Nicht, weil ihm die potenten Käufer ausgehen werden. Sondern weil es auf die Dauer vielleicht etwas langweilig für ihn werden könnte. St. Moritz ist eben nicht New York. Neue spannende Künstler kann man hier nicht entdecken – die präsentiert Vito eher in seinem Showroom in New York. In St. Moritz verkauft sich am besten alles Bekannte, Hochpreisige. Bereits am Kunstmarkt etablierte Künstler wie Urs Fischer eben.

Dazu passt auch Vitos nächste Ausstellung in St. Moritz Mitte Februar: eine Schau mit Werken seines Vaters Julian Schnabel, einem der bedeutendsten und teuersten Künstler unserer Zeit. Das Heimspiel geht in die Verlängerung.

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